/// Rubrik: Stadtleben

Gegenwind für Jehle wird stärker

Kreuzlingen – Weil der Dialog gescheitert ist, fordert eine Gruppe engagierter Katholiken die Absetzung des Pfarrers von St. Ulrich. Seit gestern ist eine Webseite online.

Vier sind aus St. Ulrich, die Problematik geht wegen des Pastoralraumes aber alle an: (V.l.) Bruno Schlauri, Ruedi Anderegg, Monica Schär, Urban Büchel, Rolf Seger, Pirmin Hugentobler, Erich Bätschmann, Xaver Dahinden. (Bild: zvg)

Vier sind aus St. Ulrich, die Problematik geht wegen des Pastoralraumes aber alle an: (V.l.) Bruno Schlauri, Ruedi Anderegg, Monica Schär, Urban Büchel, Rolf Seger, Pirmin Hugentobler, Erich Bätschmann, Xaver Dahinden. (Bild: zvg)

«Wenn Religion fanatisch wird, dann werden Menschen verletzt, diskriminiert, gemobbt, ja zerstört», sagt Xaver Dahinden. Dagegen treten er und seine Mitstreiter ein. Trotzdem machen sie massiv Stimmung gegen eine Person – weil sie ihre religiöse Heimat von ultra-konservativen Kräften bedroht sehen. Denn bei den acht Mitgliedern der «Dialoggruppe» handelt sich um Menschen, die in der Katholischen Kirche aufwuchsen, hier ihre Kommunion erhielten, heirateten, ihrer Kinder taufen liessen. Gemeindemitglieder, die Zeit ihres Lebens viel Einsatz für die Kirche zeigten und sich nun geprellt fühlen. «Ohne Rücksicht auf uns, auf Lokales und Historisches, geht hier eine Umgestaltung in die extrem traditionelle Richtung vonstatten», klagt Dahinden.

Stein des Anstosses ist St.Ulrichs Pfarrer Alois Jehle. Dahinden hat Beispiele, was falsch läuft:  Unter anderem  habe Jehle untersagt,  die ökumenische Feier für früh verstorbene Kinder im Pfarrblatt zu erwähnen und entscheide, wer Sakramente bekommt und wer nicht. Dabei werde der neue alte Wind, der in der Pfarrei weht, von Kirchenvorsteherschaft und Pfarreirat getragen. Kritik werde abgeblockt.

Geist des Mittelalters
Mit Jehle habe die Kirchenvorsteherschaft einen Fehler gemacht: «Wir wollen lieber keinen Pfarrer, als so einen», so die Meinung der Dialoggruppe. Der «Priester aus dem Mittelalter» sei verantwortlich dafür, dass mittlerweile viele Pfarreiangehörigen auf Messen nach Landschlacht, Tägerwilen und Konstanz auswichen oder sogar aus der Kirche ausgetreten sind. Nach Kreuzlingen kämen dafür Konservative aus anderen Kantonen. «Wir wollen eine offene, liberale Seelsorge für alle», fordert Dahinden.

Zusammen mit Ruedi Anderegg, der früher Messmer in Ermatingen war, und dem langjährigen Kirchenvorsteherschaftsmitglied Monica Schär hielt Dahinden am Mittwoch eine Pressekonferenz ab. «Wir vertreten über 40 Unzufriedene», sagt Ruedi Anderegg. «Die Vorsteherschaft empfahl uns, wegzugehen. Aber wir gehören zur Kirchgemeinde, zahlen hier Steuern, haben ein Mitspracherecht.» Erst nachdem die Arbeit hinter den Kulissen nichts fruchtete, entschied man sich, den Kampf öffentlich zu führen. «Pfarrer Jehle bekleidet schliesslich ein öffentliches Amt», sagt Monica Schär. «Wir schiessen nicht aus dem Hinterhalt.»
Im Hinblick auf die Bildung eines gemeinsamen Pastoralraumes müsse man zusammen mit Kirchenvorsteherschaft und Bistum eine Person finden, die mehrheitsfähig ist. «Pfarrer Jehle hätte keine Chance, das weiss auch die Kirchenvorsteherschaft», gibt Anderegg zu bedenken.

Auf www.dialoggruppe-kreuzlingen.com sind die Argumente der Kritiker aufgeschaltet. Kirchenmitglieder sind aufgefordert, Stellung beziehen. «Eventuell folgt im Herbst eine Unterschriftensammlung», kündigt Dahinden an. «Für uns gibt es nur eine Lösung: Eine andere Seelsorge.»

Presseanfragen abgeblockt
Eine Stellungnahme des Pfarreirats St. Ulrich spricht von Vorwürfen, die «nicht verifizierbar» seien. Über die Medien wolle man die Sache nicht austragen. Juristische Schritte seien «derzeit» noch nicht angedacht. Weiter wollten sich weder Pfarrer Jehle noch Vorsteherschaftspräsident Thomas Gisler dazu äussern.

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33 thoughts on “Gegenwind für Jehle wird stärker

  1. Bruno Neidhart

    Entsteht Gegenwind, muss mehr gestrampelt werden, um ans Ziel zu kommen – mindestens beim Velofahren! Das wohl Erfreuliche an der „gescheiterten Dialoggeschichte“: So wie bei Jan Hus vor exakt 600 Jahren muss es nicht enden. Oder sind wir heute eben doch kein Stück gescheiter als damals im mittelalterlichen Konstanz? Wie wärs mit einer glücklichen Bootsfahrt auf dem Untersee, um die gegenseitigen Rangeleien etwas zu entzerren? Der „Alet“ aus Allensbach wäre wieder frei, nach dem eine SVP-Mannschaft ihren Bootsausflug abblasen musste. Da war auch nicht viel Dialog erkennbar. Nur Gegenwind.

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    1. L.F. Vargas

      Evangelium nach Matthäus 7,6.12-14.
      In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
      Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
      Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
      Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

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  2. Dr. Bruno CAPELLI

    Ich bin vor einer Woche eigens nach Kreuzlingen gereist, um an besagtem Dialog Abend teilzunehmen und mir ein Bild zu machen.
    Das Resultat war eine Überraschung: Die Dialog Gruppe, die „Wortgewaltigen der Presse“ waren nicht anwesend! War es Angst oder war es Feigheit? Eine Gruppe, die sich den Titel „Dialog Gruppe“ gibt, um dann nicht zu erscheinen, wenn man den Mund aufmachen könnte, macht sich lächerlich und hat einen Beigeschmack von Hinterhältigkeit und Duckmäusertum. Man schiesst aus der Deckung, hat aber nicht den Mut, mit offenem Visier seine Argumente vorzutragen.
    Zwei Dinge aber habe ich an diesem Abend erfahren: Der Priester, den man auf so windige und durch und durch unchristliche Art „weichklopfen“ will, wird getragen von einer Gemeinde, die deutlich grösser ist, als das Gruppenbild mit Dame. Weiter habe ich bemerkt, dass die Dialog Gruppe ganz offensichtlich Mühe hat mit der Wahrheit: Das Seelsorgepersonal hat in keiner Art und Weise einen Maulkorb verpasst erhalten und der Kirchenbesuch hat nicht ab-sondern zugenommen (sogar deutlich!). Diesbezüglich waren die Zahlen des Organisten äusserst aufschlussreich.
    Ich würde demnach der Dialog Gruppe dringend empfehlen, die Argumente, die man ins Feld führt, sorgfältiger zu überprüfen und sich darauf zu besinnen, was sie vorgibt: nämlich katholisch zu sein. Ich würde der Gruppe weiter empfehlen, einmal in Ruhe das persönliche Verhältnis zur katholischen Kirche zu klären. Ich habe nämlich den Eindruck gewonnen, dass man auf den Pfarrer schiesst, aber eigentlich die katholische Kirche meint. (Und da eignet sich ein Pfarrer mit Priesterkragen ganz besonders). Schliesslich würde ich der Gruppe dringend empfehlen, den Dialog nun endlich zu führen und sich nicht via Presse in einseitiger Kommunikation zu üben, nur weil man den Eindruck hat, wir sind hier die Alten, die Verdienten, die Eingesessenen, die Wichtigen. Eitelkeit ist Sünde. Es sind alles Kinder Gottes, sogar die Ausländer der Gemeinde.Der Herrgott kennt keine Ausländer, er kennt auch keine Grenzen, auch die thurgauische nicht….Dabei vermutet der Schreibende, dass das Wort „Sünde“ wohl auch schon zu katholisch, zu konservativ tönt.
    Wie auch immer. Es gehört zu den Pflichten eines Christenmenschen, zuweilen Dinge zu ertragen, auch wenn sie einem nicht speziell passen. Das geht den Schülern mit den Katecheten und den Lehrern genau gleich.
    Der Schreibende ist jederzeit bereit, den Dialog zu führen, denn er findet es ein Unding, wenn ein Priester aus dem Hinterhalt „fertig“ gemacht wird….und niemand von den Verantwortlichen stellt sich hin und verteidigt ihn.
    Gruss.
    Dr.sc.nat. Bruno Capelli, Grosshöchstetten

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    1. Sabine Baumeler

      Lieber Herr Capelli
      Sie sprechen mir so aus dem Herzen und bestimmt vielen anderen auch, die sich am 12. Juni die Mühe gemacht haben, im Kirchgemeindehaus anwesend zu sein! Vielen Dank, dass Sie Ihren Eindruck, den Sie an diesem Abend gewonnen haben,
      so treffend hier geäussert haben!
      Der bösartige Ton, den die Dialog Gruppe nun anschlägt, ist eines Christen unwürdig!
      Sabine Baumeler

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    2. Schär Monica

      „Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann.“
      Mark Twain

      Sehr geehrter Herr Capelli

      Ihr Beitrag in der Kreuzlinger-Zeitung hat mich sehr erstaunt. Ich selber bin im Journalismus tätig mit entsprechender Moderationsausbildung. Daher weiss ich, dass als Fundament einer Gesprächsführung unabdingbar eine differenzierte, saubere Recherche der Sachverhalte aller beteiligten Parteien vorausgehen muss. Es zeugt nicht von verantwortungsbewusstem Einsatz, als Beauftragter an einen Anlass mit solch heiklem Thema zu gehen, „um sich ein Bild zu machen“! Es ist mir nicht bekannt, dass Sie bei uns detaillierte Informationen über unser Anliegen eingeholt hätten. Oder täusche ich mich?

      Es ist genauso unerlässlich, dass ein Moderator unabhängig = unparteiisch ist. Ihre Stellungnahme spricht eine andere Sprache.

      Es ist ferner indiskutabel, dass ein neutraler Moderator anschliessend einen Anlass kommentiert.

      Nachdem Sie nun unsere Anliegen aus der Homepage (www.dialoggruppe-kreuzlingen.com) entnehmen können, nehme ich an, dass Ihre Vorwürfe entkräftet sind und Sie Ihre ehrverletzenden Unterstellungen zurücknehmen!

      Die „Dame aus dem Gruppenbild“
      Monica Schär

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      1. L.F. Vargas

        Warum tritt die Erzgegnerin Rita Bausch,- von Pfarrer Jehle- nicht in eurer Mitte auf? Als Patin von ex Bischof Vogels Kind, sicher mit dem Bischof Gmür bestens vernetzt. Auch Herr Loretan ist sicher mit doppeltem Kirchenbesuch konfrontiert. Wer zieht im Hintergrund eventuell die Strippen?

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    3. Kirchbürger

      Sehr geehrter Herr Capelli
      Es zeugt von einer absolut unprofessionellen Haltung, wenn man als neutraler Moderator nach einer Veranstaltung Partei ergreift und sich in aller Öffentlichkeit so verhält. Ihre Ässerungen sind beleidigend und ehrverletzend. Der spöttische Kommentar zum Bild „mit Dame“ ist schon fast menschenverachtend! Als Tägerwiler kann ich (noch) aus der Ferne zuschauen. Was ich sehe beunruhigt mich. Das die Veranstaltung wie von der Dialoggruppe vorausgesagt nicht neutral sein kann, belegen sie mit ihren Worten eindrücklich.

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      1. L.F. Vargas

        Was hat Herr Pfarrer Jehle Ihnen auch nur angetan. Die zehn Gebote voran das der Nächstenliebe macht Ihnen offenbar Mühe. Muss darum die röm. kath.- Lehre durch den Priester Jehle kundgetan geändert werden?????

        Antworten
        1. Ernst H.

          Ich verstehe die Kommentare von L.F. Vargas nicht. Sie/er streut Bibelzitate und irgendwelche Texte von anderen Websites ohne erkennbaren Zusammenhang in diese Diskussion. Leisten sie doch bitte eine Diskussionsbeitrag mit Inhalt der eine eigene Meinung festhält. Es braucht hier keine Nachhilfe in Bibelkunde und auch keine in Mobbing, wir alles mündige Bürger. Danke.

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          1. L.F. Vargas

            Glaubensfreiheit, Meinungsäusserung, Schutz an Leib und Leben, Kirchenrecht, Landesrecht, Rechtsgleichheit, Bundesrecht, STRAFRECHT,- Sie haben offenbar gewisse Schwellen übertreten. Mündige Bürger sind auch Strafrechtlich mündig.

        2. Kirchbürger

          Hallo L.F. Vargas
          Wer lesen kann ist klar im Vorteil … mein Kommentar richtet sich hauptsächlich an Herr Capelli. Warum reagieren Sie hier auf jeden Eintrag so agressiv? Gerne gebe ich daher ihre Bemerkung an Sie zurück. Das Gebot der Nächstenliebe gilt auch für Sie! Ich habe den Eindruck, es macht IHNEN wahnsinnig Mühe. Neben dem Kirchenrecht haben wir auch ein Landesrecht, allen voran die Bundesverfassung. Es sorgt für Rechtsgleichheit und das Recht auf freie Meinungsäusserung. Rechte, die es unabdingbar zu respektieren gilt, will man als Landeskirche anerkannt werden. Und so wüsche ich Ihnen Frieden und dass Sie zur innerer Ruhe finden.

          Antworten
          1. L.F. Vargas

            Herr oder Frau Kirchenbürger,

            Wenn man Ihre Person und Meinung, und Ihren Glauben so angreift, kommt das einer mittelalterichen Hexenjagd gleich. Das ganze ist auch RUFMORD.

            «Was hier abgeht ist eine Hetzjagd» in Kreuzlinger Nachrichten
            24.06.2015 17:00
            Der Angriff gegen den St. Ulrich Pfarrer Alois Jehle durch die Dialoggruppe, scheint sich zu einem Kampf in den Medien zu entwickeln.
            Dabei geht es scheinbar gar nicht mehr nur um den kritisierten Pfarrer, sondern um die Anpassung des katholischen an einen weltoffeneren Glauben und die Vorstellungen einer bestimmten Gruppe von Menschen. Doch bisher hat sich weder die Kirchenvorsteherschaft Kreuzlingen-Emmishofen noch der Pfarreirat der Kirchgemeinde St.Ulrich oder gar Pfarrer Alois Jehle bereiterklärt den Angriff auf ihn in die Medien zu tragen. In einem persönlichen Gespräch sagt uns Pfarrer Alois Jehle: «Der Glaube ist nicht etwas, worüber man in den Medien verhandeln kann.» Dennoch ist der angegriffene Pfarrer nach wie vor zu einem Dialog bereit. «Ein Dialog ist jedoch nur möglich, wenn ich dazu nicht ausgeschlossen werde, wie dies die Dialoggruppe teilweise verlang hat, sondern mir das Recht zur Stellungnahme eingeräumt wird», erklärt der Pfarrer. «Dass die Dialoggruppe ihr Ziel, den Pfarrer abzusetzen, entschlossen verfolgt, wurde nun in Zeitungsberichten erstmals öffentlich ausgesprochen », sagt Martin Beck vom Pfarreirat St.Ulrich. Er ist aber der Meinung, dass der mündige Staats- und Kirchenbürger nicht so dumm sei, wie es sich die Dialoggruppe gerne vorstellt. Er wisse zwischen selbstverliebt narzisstischem Geplänkel sowie realen Fakten zu unterscheiden. «Da kann man die Presse aufbieten, soviel man will. Je lauter Aufsehen und Aufmerksamkeit eingeheimst wird, um danach schenkelklopfend Heirassa zu singen, desto skeptischer wird der mündige Kirchbürger, der sich seiner Verantwortung bewusst ist. Was hier abgeht, ist eine Hetzjagd gegen einen zahnlosen Gegner. Zahnlos nicht wegen fehlender Argumente oder Prinzipien, sondern wegen seines unumstösslichen Vertrauens in die stillen Tugenden wie Glaube, Hoffnung und Liebe, die sich einer Kohorte ‚Heilsgewisser‘ nicht marktschreierisch entgegensetzen lassen», so Martin Beck Pfarreirat St.Ulrich.

          2. L.F. Vargas

            Glaubensfreiheit, Meinungsäusserung, Schutz an Leib und Leben, Kirchenrecht, Landesrecht, Rechtsgleichheit, Bundesrecht, STRAFRECHT,- Sie haben offenbar gewisse Schwellen übertreten.

          3. C.J. Bloomfeld

            Liebe Frau Vargas
            Sie perfektionieren ihre wesentlichen Synergiekomponenten, um den Paradigmenwechsel der kirchengestützten Angebote zu steigern. Ihre residuale Dehydriertheit ist in diesem Fall unter Berücksichtigung psychoanalytischer Stimuli derart abgeleitet, dass ein formalhygienischer Retroeffekt weitgehend invertiert. Heirassa.

        3. schiesser

          Sehr geehrte/r L.F. Vargas – wer anderen Bibelzitate um die Ohren haut, sollte diese wenigstens richtig kennen. Die Nächstenliebe ist keins der 10 Gebote. Sie wird in einer Vielzahl von Bibelstellen gefordert – vom 3. Mose 19,18 bis zum Römer- und Galaterbrief – aber nicht in den 10 Geboten (die im 2. Mose stehen). Zudem gilt diese Gebot für alle Christen – in einem Konfliktfall also auch für beide Seiten. Die 10 Gebote wiederum postulieren Vorschriften zur Verehrung Gottes, des Verhaltens gegenüber den Eltern, des Sabbatheiligens, des Ehebrechens, Lügens, Mordens, Stehlens – aber was hat das mit der Auseinandersetzung in der Gemeinde St.Ulrich zu tun? Nichts. Der Vorwurf, die Kritiker hätten Mühe mit den 10 Geboten, verpufft weil der/die Zitierende nur zeigt, dass er/sie diese Gebote nicht kennt.
          Und noch etwas: Wenn Sie der Meinung sind, die Kritikergruppe betreibe gegenüber dem kritisierten Pfarrer Mobbing, dann sagen sie das doch einfach (das ist viel kürzer als -zig Mobbing-Definitionen).
          Ich gehöre übrigens keiner der streitenden Gruppen an.

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  3. Milka Holl

    Liebe Leute ! Gott ist nicht moderner geworden wie wir Menschen . Er ist imer gleich wie in Mittel Alter und Anfang und Werts imer sein . Pfahrer Jehle ist super pfahrer nicht für uns zu dienen er dientGott. Gott ferlangt alte katolische Kirche alte Familie ohne Scheidungen ohne Abtreibunge Religions unterichte in unsere Schulle Kinder was Betten . Gott ferlangt won uns das wir ihm eren und lieben und Betten dann werden wir auch gottes knade enthalten auf Erde und in der Himmel . Ich bin streng katolisch erzogen und bin stolz darüber das ich zum meinem father haben . Pfahrer Jehle ist won gott geschikt sicher hier das er ihm dient und bin begeistert von seihne heilige Messe wie er sie macht . Mit Gott spielt Mann nicht sonder Respekt von ihm hat . Klauben an botschaft von Mutter gottes von Fathima ist wichtig für mich und Gott. Ich freue mich euch das zum schreiben weil ich weis das liebe Gott ist Kraft von Himmel für pfahrer Jehle und alle kleubige von Kreuzlingen . Wir sten voll komm hinter unsere pfahrer Jehle und jeder wo an Gott klaubt Wert auch hinter ihm sten weil wen Mann Bibel lesen tut Wert Mann fersten das er gottes Sohn ist wo hier geschikt ist für unsere Kirche zum retten von vielen falschen schrite zum machen . gebett werkt Wunder schon wider Widerholen mich

    Antworten
  4. Susanne Altoè

    Die Grenzen einer solchen Abstimmung sind offensichtlich.
    Auf vielfaches Bitten hin lege ich als Pfarreimitarbeiterin jedoch die stillen Stimmen all jener in die Waage, die selber nicht die Möglichkeit dazu haben:
    Die von Senioren und Seniorinnen in der Stadt und in den Alters- und Pflegeheimen, denen wir in der Seelsorge und im Pfarreileben begegnen und die der vielen Familien unserer Gemeinde, die nur einen Computer haben und nur eine Stimme abgeben können.

    In der Waage liegen möge auch das Lachen der vielen Kinder, Ministranten und der Jugend, die Pfarrer Jehle lieben, sowie die Liebe und das Engagement all jener, die im Gebet und in der Mitarbeit in der Pfarrei eine stärkere Stimme sehen, als im Klick auf einer Homepage.

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  5. Peter Dunst

    Jesus war gegen das damalige Kirchengesetz, darum musste er sterben

    Die Geschichten der Bibel, seien es Wunder oder Kreuzigungen, wiederholen sich. Die Priesterklasse der damaligen Zeit, die fürchtete, Macht, Einnahmen und Einfluss zu verlieren, liessen Jesu kreuzigen. Die Zeiten haben sich nicht geändert. Die Kirchenvorsteherschaft von Kreuzlingen,
    mit Ihrem Pharisäer Jehle an der Spitze, würden Jesus aufs Neue kreuzigen.

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    1. Zoltan Farago M.A.

      Statt Dialog „Gegenwind für Jehle wird stärker”

      Endlich sollen auch diejenigen die bisher gegen Herr Jehle sind erkennen, dass die Art, wie sie ihn bekämpfen, ein trauriger verbaler Amoklauf ist, welcher unserer Pfarrei, auch der Kirche und auch ihnen selbst schadet. Natürlich nimmt die Presse solche Themen gerne auch auf, da es in der deutschsprachige Raum schon öfters gelungen ist, gute Bischöfe und Priester wegzujagen.
      Ich könnte die Vorwürfe theologisch widerlegen (das hat der Herr Bischofsvikar Ruedi Heim blendend gemacht, mit wenig Wirkung), aber hier – wie gesagt – geht es nicht um sachliche, theologische Auffassungsunterschiede, sondern um Hass und Wut gegenüber Pfarrer Jehle, und das alles Warum? Ich bin der Meinung, dass es für einige Leute unerträglich ist, ein Pfarrer aus Rom kommend, der treu zu unserer Kirche ist und versucht die jahrelang praktizierte, nicht dem Sinn und Recht der Kirche entsprechende Praxis zu ändern. Er will im Sinne der Neuevangelisierung die Pfarrei neu aufzubauen.
      Es ist seinen Gegnern auch unverständlich, wenn er sagt: “er will Gott mehr gehorchen als den Menschen“ bei der Verwirklichung des dreifachen Auftrags der Kirche.

      „Das Wesen der Kirche drückt sich in einem dreifachen Auftrag aus: Verkündigung von Gottes Wort, Feier der Sakramente, Dienst der Liebe. Es sind Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und sich nicht voneinander trennen lassen.“(aus der Enzyklika DEUS CARITAS EST von Papst Benedikt XVI. Seite 33.25/a).

      Ich bitte die Gegner von Pfarreradministrator Alois Jehle von Herzen, dass Sie ihn in Ruhe arbeiten lassen, damit der Frieden in unsere Kirchgemeinde zurückkehrt und ihm genügend Zeit gelassen wird, dass er seine sehr gut angefangene Arbeit weiterführen kann. In der Zukunft sollte nur die Verwirklichung des dreifachen Auftrags, die Grundlage der Beurteilung seinen Person werden.

      Ich bitte alle Beteiligten, dass wir zusammen für die Niederlegung der Waffen beten und für den fruchtbringenden Frieden in unserer Kirchgemeinde.

      Hochachtungsvoll mit herzlichem Grüssgott

      Zoltan Farago M.A.

      Antworten
      1. Christa Reitze

        Damit es keine Missverständnisse gibt: Mein Kommentar bezieht sich auf den Kommentar von Peter Dunst.

        Antworten
    2. Christa Reitze

      Wenn man aufmerksam die Kampagne von Brot für Bürder und Fastenopfer verfolgt, dann wissen wir, wer heute Jesus ans Kreuz nageln würde. Ein Teil dieser Konzernführer sind bestimmt getaufte Christen, die hätten wirklich an Macht zu verlieren. Dank dieser „tollen“ Leute, die nicht genug Geld bekommen können, leidet ein grosser Teil der Menschheit, körperlich und seelisch. Abgesehen davon, war Jesus gegen die falsche Ausführung und den Missbrauch der damaligen Gesetze, die auch biblischen Ursprungs sind.
      Ich persönlich habe Herrn Pfarrer Jehle so erlebt, dass die Bibel das Fundament für seine Antworten sind.
      Wenn schon Jesus mit ins Spiel gebracht wird, dann möchte ich nur den einen Satz erwähnen, den Jesus damals zu den ach so guten Mitbürgern gesagt hat: „Wer frei ist von jeder Sünde, der werfe den ersten Stein.“

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    3. L.F. Vargas

      Wer sind die Pharisäer, die das Wort Gottes, das Evangelium für sich anpassen wollen? Wer sollte hier ans Kreuz genagelt werden? Das Vorspiel hat doch längst begonnen. Leiden tun sicher nicht die Gegner von Pfr. Jehle. Sind geweihte Priester Pharisäher, wenn diese auf das Seelenheil und den Weg zu Gott weisen??????
      Wenn man den Glauben seiner Lebensweise anpassen will, wenn Gott sich uns anpassen soll, dann brauchen wir einen anderen Gott mit einer anderen Kirche mit dem entsprechenden Glauben. Weil ein solcher Glaube kein Fundament und keine Hoffnung hat, wird er auch nicht Bestand haben.

      Antworten
  6. Renée Klingler

    Dieser Beitrag ist schockierend, ehrverletzend und ohne jeden menschlichen Respekt. Die Hetzkampanie gegen Herrn Pfarrer Jehle läuft unter jedem Niveau. Schade dass die Medien das unterstützen!

    Antworten
  7. Zoltan Farago M.A.

    Statt Dialog „Gegenwind für Jehle wird stärker”

    Endlich sollen auch diejenigen die bisher gegen Herr Jehle sind erkennen, dass die Art, wie sie ihn bekämpfen, ein trauriger verbaler Amoklauf ist, welcher unserer Pfarrei, auch der Kirche und auch ihnen selbst schadet. Natürlich nimmt die Presse solche Themen gerne auch auf, da es in der deutschsprachige Raum schon öfters gelungen ist, gute Bischöfe und Priester wegzujagen.
    Ich könnte die Vorwürfe theologisch widerlegen (das hat der Herr Bischofsvikar Ruedi Heim blendend gemacht, mit wenig Wirkung), aber hier – wie gesagt – geht es nicht um sachliche, theologische Auffassungsunterschiede, sondern um Hass und Wut gegenüber Pfarrer Jehle, und das alles Warum? Ich bin der Meinung, dass es für einige Leute unerträglich ist, ein Pfarrer aus Rom kommend, der treu zu unserer Kirche ist und versucht die jahrelang praktizierte, nicht dem Sinn und Recht der Kirche entsprechende Praxis zu ändern. Er will im Sinne der Neuevangelisierung die Pfarrei neu aufzubauen.
    Es ist seinen Gegnern auch unverständlich, wenn er sagt: “er will Gott mehr gehorchen als den Menschen“ bei der Verwirklichung des dreifachen Auftrags der Kirche.

    „Das Wesen der Kirche drückt sich in einem dreifachen Auftrag aus: Verkündigung von Gottes Wort, Feier der Sakramente, Dienst der Liebe. Es sind Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und sich nicht voneinander trennen lassen.“(aus der Enzyklika DEUS CARITAS EST von Papst Benedikt XVI. Seite 33.25/a).

    Ich bitte die Gegner von Pfarreradministrator Alois Jehle von Herzen, dass Sie ihn in Ruhe arbeiten lassen, damit der Frieden in unsere Kirchgemeinde zurückkehrt und ihm genügend Zeit gelassen wird, dass er seine sehr gut angefangene Arbeit weiterführen kann. In der Zukunft sollte nur die Verwirklichung des dreifachen Auftrags, die Grundlage der Beurteilung seinen Person werden.

    Ich bitte alle Beteiligten, dass wir zusammen für die Niederlegung der Waffen beten und für den fruchtbringenden Frieden in unserer Kirchgemeinde.

    Hochachtungsvoll mit herzlichem Grüssgott

    Zoltan Farago M.A.

    Antworten
  8. Bruno Neidhart

    Die Dialogunfähigkeit ist markant . Ikonografisch ausgedrückt: Die einen „Gläubigen“ könnten sich bereits im Juni ihren Pfarrer mit einer weihnachtsmännlichen rotweissen Zipfelmütze auf dem „Boulevard“ vorstellen, die anderen „um Gotteswillen“ nicht.

    Antworten
  9. schiesser

    Wenn ich die Kommentare und Veröffentlichungen hier lese und mich dazu an diejenigen erinnere, die zu Beginn der Auseinandersetzung veröffentlicht wurden, dann scheint mir, dass hier katholische Traditionalisten auf liberalere Katholiken treffen, die man wohl auch als reformfreudiger bezeichnen kann. Die Bezeichnung „Traditionalisten“ werden die Betroffenen wohl richtig verstehen: Sie wollen, dass die röm. kath. Kirche sich nicht verändert, sondern bleibt wie sie seit langer Zeit ist – oder wie Mika Holl das formuliert: Gott sei seit dem Mittelalter gleich, habe sich nicht verändert und deshalb solle die Kirche das auch nicht. Die „Gegenseite“ findet, auch Kirche stehe nicht ausserhalb der Zeit und solle sich der heutigen Menschen und Probleme annehmen und annähern. Nun ist die erste Haltung derjenigen näher, die von „Rom“ gefordert wird und die röm.kath. Kirche ist nun mal nicht demokratisch organisiert.
    Von daher könnte man mal darüber nachdenken, ob man nicht die Chance wahrnehmen will, die zwei kath. Pfarreien bieten: die Traditionalisten bleiben in St. Ulrich, die anderen gehen nach St. Stefan. Der Emishofer Pfarrer scheint ja bisher ausserhalb dieser Auseinandersetzung geblieben zu sein. Wenn sich jetzt noch die Kirchenvorsteherschaft im Sinne des „liebet Eure Feinde“ dazu druchringen könnte, St. Stefan entsprechenden Spielraum einzuräumen, könnte man sich ja vielleicht in brüderlichem Miteinander in zwei Pfarreien unterschiedlicher Ausrichtung organisieren. Allerdings müsste sich dazu auch die Kirchenvorsteherschaft kompromissbereit zeigen.

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  10. L.F. Vargas

    Was ist Mobbing?
    Das Seco definiert Mobbing folgendermassen:
    „Mobbing (aus dem Englischen „to mob“ = anpöbeln, schikanieren) bedeutet, dass eine Person o- der eine Gruppe am Arbeitsplatz von gleichgestellten, vorgesetzten oder untergebenen Mitarbei- tenden schikaniert, belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder mit kränkenden Arbeitsaufgaben bedacht wird. Die gemobbten Personen geraten durch die Gruppendynamik (oder durch das Machtgefälle) in eine unterlegene Position, aus der sie alleine nicht mehr herausfinden können. Sie werden durch das System in dieser Rolle fixiert, was zu entsprechenden Opfer-Gefühlen und Opfer-Haltungen führt.
    Der Zeitfaktor spielt insofern eine Rolle, als man per Definition nur dann von Mobbing spricht, wenn Mobbing-Handlungen systematisch, häufig und wiederholt auftreten und sich über einen län- geren Zeitraum erstrecken.
    Die Definition von Leymann (Mobbing ist nur gegeben, wenn die Mobbing-Handlungen mindes- tens einmal pro Woche stattfinden und mindestens ein halbes Jahr lang andauern)wird heute noch oft zur Diagnose und bei Gerichts-Prozessen beigezogen.

    Einmalige Vorfälle sind so oder so kein Mobbing. Auch kann man nicht von Mobbing sprechen, wenn zwei etwa gleich starke Parteien in Konflikt geraten und diesen nicht lösen können.“
    In dem Sinne kann gemäss Bundesgericht nicht von Mobbing gesprochen werden, wenn keine freundschaftliche und kollegiale Zuwendung erfahren wird, wenn stattdessen ein rauer Wind ins Gesicht bläst, wenn ein unanständiges ruppiges Benehmen vorherrscht, was auf fehlende Erziehung und Kinderstube schliessen lässt, wenn elementare Anstandsregeln, wie die gegenseitige Begrüs- sung bei Begegnungen, nicht eingehalten werden und das Verhalten als unwürdig bezeichnet wer- den darf.1
    Eine Person wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit den gewalttätigen Handlungen einer Person oder mehrere anderer Personen
    ausgesetzt ist.
    1 BGE 131 III 538 E. 4.2
    Team Gewaltprävention Mobbing in der Schule Juristische Informationen
    „In den letzten 15 Jahren hat der Begriff Mobbing einen festen Platz im deutschen Vokabular ge- funden. Durch den vermehrten Gebrauch dieses Begriffs ist allerdings auch eine gewisse Verwir- rung entstanden. Was ist Mobbing und was ist es nicht? Mobbing (z. T. auch Bullying genannt) ist nur eine von vielen Gewaltformen an Schulen. (…) Auch wenn Mobbing ein aggressives Verhalten ist, ist nicht jede aggressive Handlung Mobbing. (…) Das Spezifische am Mobbing ist, dass es in Gruppen entsteht und sich systematisch und über längere Zeit gegen bestimmte Opfer richtet. Die Aggressoren treten meistens zusammen auf und sind dem Opfer dadurch per definitionem überle- gen. Mobber haben meistens gute Assistenten, die sogenannten Mitläufer. Beim Mobbing besteht somit immer ein Ungleichgewicht der Kräfte zwischen dem Opfer und den mobbenden Kin- dern/Jugendlichen. Dieses unterscheidet Mobbing grundsätzlich von Konflikten, bei welchen die Streitenden eher gleichwertig sind.
    Es gibt heute viele Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Verhaltensprobleme, Aufmerksamkeits- Hyperaktivitätsprobleme (ADHS), aggressives unkontrolliertes Verhalten und auch schwache Sprachkompetenz klare Risiken für Mobbingerfahrungen darstellen. Diese Kinder scheinen allge- mein unter ihren Peers wenig beliebt zu sein. Sie erhalten daher wenig Unterstützung in Mobbing- vorfällen, und Andere neigen eventuell eher dazu die Mobber zu assistieren. Aufgrund mehrerer Studien können wir heute auch sagen, dass Kinder/Jugendliche, die ihre Grenzen nicht markieren können, beliebte Zielscheiben von mobbingbereiten Peers sind. Einigen Kindern/Jugendlichen fällt es auch schwerer als Anderen, Freunde in der Klasse zu finden. Dies gefährdet sie. Es ist für Mob- ber weniger gefährlich Mitschüler/innen zu mobben, die keine Freunde haben. Da sind kaum Re- pressalien zu erwarten. (…)
    Verschiedene Studien zeigen, dass Mobbing längerfristig auch für die Mobbenden negative Folgen hat. Diese lernen, dass ihr Verhalten sich lohnt, und sie kommen kaum selber aus ihrer Rolle her- aus. Somit haben sie ein erhöhtes Risiko später Probleme mit Gewalt und anderen Formen von De- linquenz zu zeigen. (…)“2
    Rechtsgrundlagen?
    Den Tatbestand des „Mobbings“ gibt es im Gesetz nicht. Entscheide können bis heute nur gefällt werden, indem die Gesetze analog (sinngemäss) angewendet werden.
    Bis jetzt sind vorwiegend Fälle behandelt worden, welche die Arbeitswelt betreffen. Der Berufsschulbesuch ist Bestandteil des Lehrvertrages. Es handelt sich ja bekanntlich beim Schulbesuch um Arbeitszeit. Aus diesem Grunde wird die Meinung vertrete, dass auch die arbeitsrechtlichen Bestimmungen entsprechend angewendet werden können. Die Schule bzw. die Schulleitung und Lehrer trifft somit die gleiche Verantwortung, wie den Arbeitgeber.
    2 Françoise D. Alsaker, http://www.bildungundgesundheit.ch, Netzbrief November 09, Nr. 9
    Team Gewaltprävention Mobbing in der Schule Juristische Informationen
    Folgende Bestimmungen kommen zum Tragen:
    Zivilgesetzbuch (ZGB) Art. 28 ZGB
    „Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, kann zu seinem Schutz gegen jeden, der an der Verletzung mitwirkt, das Gericht anrufen.“
    „Eine Verletzung ist widerrechtlich, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein überwiegendes privates oder öffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt wird.“
    In den Artikeln 28a–28k werden: Klage (28a,b), Vorsorgliche Maßnahmen (28c,d,e,f) und das Recht auf Gegendarstellung (28g,h,i,k) namentlich erwähnt.
    Art. 328 OR
    Schutz der Persönlichkeit des Arbeitnehmers im Allgemeinen
    1Der Arbeitgeber hat im Arbeitsverhältnis die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu schützen, auf dessen Gesundheit gebührend Rücksicht zu nehmen und für die Wahrung der Sitt- lichkeit zu sorgen. Er muss insbesondere dafür sorgen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeit- nehmer nicht sexuell belästigt werden und dass den Opfern von sexuellen Belästigungen keine wei- teren Nachteile entstehen.
    2Er hat zum Schutz von Leben, Gesundheit und persönlicher Integrität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebs oder Haushalts angemessen sind, soweit es mit Rücksicht auf das einzelne Arbeitsverhältnis und die Natur der Arbeitsleistung ihm billiger- weise zugemutet werden kann.
    Arbeitsgesetz3 Art. 6 Abs. 1
    Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmenden
    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Ver- hältnissen des Betriebs angemessen sind. Er hat im weiteren die erforderlichen Mass-nahmen zum Schutze der persönlichen Integrität der Arbeitnehmer zu gewährleisten.
    Art. 2 Abs. 1 Bst. d ArGV 3
    Der Arbeitgeber muss alle Massnahmen treffen, die nötig sind, um den Gesundheitsschutz zu wah- ren und zu verbessern und die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer zu gewähr- leisten: Insbesondere muss er dafür sorgen, dass die Arbeit geeignet organisiert ist.
    3 Bundesgesetz vom 13. März 1964 über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, SR 822.11) und Verordnung 3 vom 18. August 1993 zum Arbeitsgesetz (Gesundheitsvorsorge, ArGV 3, SR 822.113)

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    Schweizerischem Strafgesetzbuch (StGB)
    In Frage kommt ferner unabhängig von Verfahren nach Arbeitsgesetz, OR, ZGB usw. eine Strafan- zeige wegen
     übler Nachrede (Art. 173 StGB)
     Verleumdung (Art. 174 StGB)
     Beschimpfung (Art. 177 StGB)
     Drohung (Art. 180 StGB)
     Nötigung (Art. 181 StGB)
     einfache Körperverletzung (Art. 123 StGB)
     sexuelle Belästigung (Art. 198 StGB)
    Massnahmen bei wiederholten Gewaltvorfällen (Mobbing)4
    Mobbing ist für die Betroffenen äusserst belastend, da sie meistens den Tätern eindeutig unterlegen sind, sich kaum wehren können und über längere Zeit hinweg belästigt werden. Es muss unbedingt eingegriffen werden!
    Beim Mobbing gibt es einen Täter (eventuell Mittäter) und ein Opfer. Diese lassen sich auf Grund von äusserli- chen Anzeichen bestimmen. Die Täter sind zum Beispiel körperlich überlegen, die Opfer meist unsicher und ängstlicher Natur.5
    Sind die „Parteien“ identifiziert, so sollten ernsthafte Gespräche mit den Beteiligten (Mobber, Gemobbter, Er- ziehungsberechtigte, Lehrmeister) geführt werden. Es ist ganz klar festzuhalten, dass keine weitere „Gewalt“ mehr toleriert wird. Dies kann damit untermauert werden, in dem zum Beispiel eine Strafanzeige angedroht wird.
    „(…) Unter direkten Formen versteht man (…) physische Handlungen (…) wie Festhalten, Be- schmutzen, Bespritzen, Einsperren und bedrohende Annäherungen. Das Mobbingopfer wird verbal angegriffen, lächerlich gemacht, direkt ausgeschlossen, bedroht, erpresst, bestohlen oder sein Ei- gentum wird zerstört. (…) Typische indirekt aggressive Mobbinghandlungen sind Gesten, Gerüch- te, Ausgrenzungen und sogar Ignorieren. Diese Auflistung mag banal erscheinen, aber britische Studien zeigen, dass grosse Anteile der Lehrkräfte viele dieser Handlungen gar nicht als aggressive Handlungen betrachten.
    (…) Seit elektronische Medien von Schülern und Schülerinnen vermehrt benutzt werden, werden diese auch im Rahmen von Mobbing benutzt (Cyber-Mobbing). (…)
    Im Mobbing streiten die Beteiligten nicht um eine Sache, wie es in Konflikten der Fall ist: Mob- bing ist eine reine Machtdemonstration. Mobber wollen nämlich nicht ertappt werden. Sie wollen
    4 In Anlehnung zu http://www.gewalt-in-der-schule.ch.vu; Merkblatt zu Gewalt in der Schule
    5 EineAuflistungsolcherAnzeichenfindetmanimBuchvonDanOlweus“GewaltinderSchule“(1995)oderaufwww.gewalt-in der-schule.ch.vu.

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    Erfolg, aber keine Strafe. Der Erfolg ist bereits dadurch vorprogrammiert, dass die Mobber in der Zahl ihren Opfern überlegen sind.
    Ausserdem haben Mobber auch ein Publikum, das ihnen passiv zuschaut, oder sie zum Teil ermu- tigt. Das Opfer hat nur geringe Chancen, sich effizient zur Wehr zu setzen. (…) Typisch sind dabei absichtlich falsche Auslegungen, Verneinen oder Bagatellisieren des Geschehens. (…) Opfer sind keine einheitliche Gruppe. (…)“6
    Weil das typische passive Mobbing-Opfer eher ängstlicher, unsicherer Natur ist, ein geringes Selbstvertrauen und unter Umständen keine Freunde hat, ist es wichtig, dass ihm geholfen wird sich „einzugliedern“ und Freun- de zu finden. Weil ausgegrenzte Menschen oft nicht sehr geschickt im Knüpfen von Kontakten sind, ist es für diesen nützlich, wenn ihm Lehrer, Erziehungsberechtigte und Lehrmeister mit konkreten und anschaulichen Vorschlägen zeigen, wie dies möglich ist.
    Bill/Huber/Lanfranchi/Matt, 15. März 2012
    6 Françoise D. Alsaker, http://www.bildungundgesundheit.ch, Netzbrief November 09, Nr. 9

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  11. schiesser

    Zitat: „L.F. Vargas – 25. Juni 2015 um 13:23 – Wenn Sie meinen dies alles sei Gottgefällig ??????“
    Sehr geehrteR L.F. Vargas – niemand weiss, was in dieser Streiterei „Gott gefällig“ ist. Er hat sich bisher ganz offensichtlich nicht persönlich dazu geäussert. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass Menschen, die sich als gläubige Christen bezeichnen, sich auch selbst an die Regeln halten sollten, deren Einhaltung sie von anderen verlangen. Sie hatten den Gegnern von Pfarrer Jehle unterstellt, sich nicht an die 10 Gebote zu halten. Nun beschleicht mich aber je länger desto stärker der Eindruck, dass sich die Gegner deutlich mehr daran orientieren, als sie selbst. Oder wie soll man Ihre etwas kruden Hinweise auf Patinnen und weitere Personen verstehen? (Man könnte fast meinen, Sie wollten gegen das 8. Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden gegen Deinen Nächsten“ verstossen).
    .
    Trotzdem denke ich, dass die ganze Auseinandersetzung weder den Gläubigen, noch der Kirche hilft. Letztere ist eben auch keine monolithische Einheit. Die Einen wollen, dass sich möglichst nichts ändert und sehnen sich nach genauen Anweisungen, was richtig und was falsch sei. Die Anderen möchten gerne eine Anpassung an geänderte gesellschaftliche Bedingungen und mehr Offenheit. Deshalb – auch an die „Jehle-Gegner“ – die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, wenn die Bedürfnisse beider „Fraktionen“ erfüllt werden: die der Konservativen mit der Gemeindearbeit von Pfarrer Jehle und die der Liberaleren eben in einer anderen Pfarrei. Sooo gross ist Kreuzlingen ja nicht, dass dadurch unzumutbare Distanzen überwunden werden müssten. Gefordert ist aber die Kirchenvorsteherschaft, die sich evtl. die Hilfe eines/einer MediatorIn holen sollte, statt durch reichlich unversöhnlich klingende Verlautbarungen den Konflikt noch zu verschärfen.

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  12. jana

    50 jahre……
    lebte ich in kreuzlingen, bevor herr jelle zu uns kam. ich war als ministrant bei pfr. isler. die kirche hat mir gefallen. wass isler, hopp und müller und loretan gesagt hat stimmte für mich. es war „meine“ kirche. so habe ich mich wohl gefühlt in der kirche. und dann kam jelle. plötzlich war alles anders. nichts mehr war richtig, es gibt keine freude mehr. alle verantwortlichen im ulrich behaupten nun so ist es richtig. ich glaube nicht dass wir hier von der selben kirche sprechen wie ich. wollen sie mir wirklich sagen, ich bin die erste 50 jahre in meinem leben in einer falschen katholischen kirche aufgewachsen? ok, dass einer von jelles forgängern eine andere meinung hatte kann es ja noch geben. aber wir sprechen hier von 4 pfarrer, die alle ziemlich gleich waren. wenn ich also überlegen muss wer recht hat, muss ich nicht lange studieren! jelle als nr. 5 in meinem leben ist das schwarze schaff. er ist sicher nicht katholisch. er ist immer ferärgert in der kirche und lächelt nie. was hat man ihnen nur angetan herr jelle damit sie immer so traurig drein schauen?

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