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Ein Vitaparcours für die Städter

Kreuzlingen – Neu gibt es in Kreuzlingen nicht nur einen Fitnesslauf im Wald sondern auch in der Stadt. Kantischülerin Michelle Alder hat für ihre Maturaarbeit einen vier Kilometer langen Stadtparcours mit sieben Übungen für Kraft, Balance und Ausdauer aufgestellt.

Kantischülerin Michelle Alder vor ihrem Startschild beim Burgerfeld. (Bild: ek)

Kantischülerin Michelle Alder vor ihrem Startschild beim Burgerfeld. (Bild: ek)

«Ich wusste anfangs gar nicht wirklich, was ich als Maturaarbeit machen will. Es sollte nur etwas mit Sport oder Biologie zu tun haben und nicht allzu theoretisch sein», erzählt Michelle Alder. Da die Hobby-Fussballerin für ihre Ausdauer gerne den Vitaparcours im Wald abläuft, lag die Idee nahe, etwas ähnliches in Kreuzlingen anzubieten. «So etwas bräuchten die Bewohner in der Stadt doch auch», sagte sich Alder.

Aus der Idee wurde sehr schnell Ernst, als sie bei der Stadtverwaltung mit ihrer Vision vorstellig wurde. «Ruedi Wolfender vom Departement Gesellschaft war Feuer und Flamme und half mir, alles aufzugleisen», sagt Alder. Viel Arbeit war es dennoch, rund vier Monate war sie damit beschäftigt, Theorie zu lesen, Übungen zusammenzutragen und die Schilder zu gestalten und aufzubauen.

Ganzkörpertraining

Es gilt Übungen für Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu absolvieren. (Bild: ek)

Es gilt Übungen für Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu absolvieren. (Bild: ek)

Seit letzter Woche stehen nun acht Tafeln im Hafen- und Burgerfeldareal und weisen auf den Stadtparcours hin. Sieben Stationen mit mindestens zwei Übungen gilt es auf der vier Kilometer langen Strecke zu absolvieren. Trainiert wird Ausdauer, Beweglichkeit, Rumpf, Schultergürtel, Arme, Beine und das Gleichgewicht. Ein Rundumprogramm, das vom Bewegungsmuffel bis hin zum Fitness Freak alle anspricht. Denn wie schnell die Strecke und wie oft die Übungen wiederholt werden, liegt im Ermessen des Athleten. «Die Angaben sind nur als Richtlinie gedacht. Ein wenig Ausdauer mitzubringen, schadet aber sicher nicht», rät die 17-Jährige. Ansonsten wird nichts benötigt, der Stadtparcours ist kostenlos und für jeden zugänglich. «Der Kurs ist auch als Alternative zu den teuren Fitnessabos gedacht», sagt Alder.

Sightseeing durch Kreuzlingen
stadtparcour-karteDer Start mit Übersichtsschild befindet sich auf dem Burgerfeld (siehe Karte). «Ich habe darauf geachtet, dass die Strasse nur zweimal überquert werden muss und es dort jeweils ein Lichtsignal hat», so Alder.

Zurzeit sammelt sie noch Feedback von Mitschülern und Lehrern, inwiefern der Kurs verbessert werden kann. «Die meisten sind aber zufrieden, so wie er ist», sagt sie und hofft das der Stadtparcours auch von der Bevölkerung angenommen wird. Denn neben der eigenen Kondition gibt es einige unbekannte Ecken von Kreuzlingen zu entdecken.

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