/// Rubrik: Kultur

Eine Landschaft – vier Perspektiven

Kreuzlingen – Unter dem Titel «Bukolische Landschaften» werden vom 5. Juli bis 20. September vier Künstler aus der Region im Museum Rosenegg ausgestellt. Die Vernissage findet am kommenden Sonntag um 11 Uhr statt.

Ausstellungsgestalter Philippe Mahler und Museumsleiterin Heidi Hofstetter betrachten eine Landschaft von Johannes Diem. (Bild: ek)

Ausstellungsgestalter Philippe Mahler und Museumsleiterin Heidi Hofstetter betrachten eine Landschaft von Johannes Diem. (Bild: ek)

Bukolisch, laut Duden gleichbedeutend für idyllisch, malerisch, pittoresk, romantisch, wunderschön oder verträumt. Unter diesem Adjektiv wurden Landschaftswerke der vier Malern Rose Marie Schnorrenberg und Bruno Epple (beide von der Höri), Johannes Diem aus Ermatingen und Willi Hartung aus Wigoltingen in der neuen Sonderausstellung im Museum Rosenegg zusammengefasst. «Die Idee dahinter war eine Sommerausstellung mit  Künstlern beidseits der Grenze», sagt  Museumsleiterin Heidi Hofstetter.

Ein Konzept, das nicht bei der Nationalität Halt macht, sondern sich auch in den verschiedenen Stilen wiederspiegelt. So werden wunderschöne, märchenhafte Landschaften am Bodensee, Wigoltingen oder im Hegau gezeigt.  Doch kann das Märchenhafte auch schnell ins Düstere, Mystische und Mysteriöse abrutschen, wie die Bilder von Bruno Epple illustrieren. Auch die Strategie, wie ein Landschaftsgemälde zustande kommt, unterscheidet sich bei den vier Künstlern, erklärt Philippe Mahler bei einem Rundgang durch die von ihm konzeptionierte Ausstellung.

Diem etwa behielt seine Eindrücke der Natur im Kopf und erschuf im Atelier ganz eigene Welten. Hartung hingegen machte sich akribische Skizzen seiner Motive, welche er dann im Atelier zur Vollendung brachte. Und Epple schrieb jeweils einen Text zur Landschaft, welchen er als Vorlage für seine poetischen Gemälde nahm.
Diese Unterschiede samt Entstehungsprozess (zwei Videoinstellationen zeigen die Künstler beim Schaffen), gibt die Sonderausstellung eindrücklich wieder.

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