/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Mehr Geld für Stadträte

Kreuzlingen – Der Gemeinderat bewilligte am Donnerstagabend die Erhöhung der vier Stadtratspensen um je zehn Prozent. Die Anhebung der Stellenprozente in den Abteilungen Ordnungsdienste und Gesellschaft wurden zurückgewiesen.

Der Stadtrat freut sich rückwirkend über eine Pensenerhöhung.(Bild: archiv)

Der Stadtrat freut sich rückwirkend über eine Pensenerhöhung. (Bild: archiv)

Nach intensiver Diskussion folgte das Parlament am Donnerstagabend allen Anträgen der vorberatenden Kommission Allgemeines und Administratives (AuA). Mit 26 Ja- zu acht Nein-Stimmen bewilligte der Gemeinderat die Erhöhung der vier Stadtratspensen um je zehn Stellenprozente rückwirkend per 1. Juni 2015 und den dafür notwendigen Nachtragskredit von 53000 Franken zu Lasten der Erfolgsrechnung 2015.

Während die Pensenerhöhung beim Stadtrat weitgehend unbestritten war, gaben die beiden anderen Anträge etwas mehr zu reden. Für die geplante Erhöhung von 30 Stellenprozenten in der Abteilung Ordnungsdienste unterbreitete die AuA einen Rückweisungsantrag. Dieser wurde in Anbetracht der geplanten Zivilschutzreorganisation im Jahr 2017 gestellt und vom Parlament einstimmig unterstützt.

Mit 24 Ja- zu acht Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen hiess der Gemeinderat auch den zweiten Rückweisungsantrag der AuA für die geplante Fachstelle Gesellschaft und Kultur (50 Stellenprozente) gut. Allein die SP-Fraktion trat mit flammenden Plädoyers als Anwalt für die Kultur auf und wies auf die gesellschaftliche Bedeutung hin. Zudem müsse Stadträtin Dorena Raggenbass dringend von operativen Aufgaben entlastet werden, argumentierte die SP. Vor allem Indira Marazzi (FDP/EVP) machte Stimmung gegen den Wunsch des Stadtrats. Der «hohe Lohn» von 56’000 Franken für eine 50 Prozent-Stelle war ihr ein Dorn im Auge. Sie warnte vor einem «Selbstbedienungsladen Departement Gesellschaft».

Stadtpräsident Andreas Netzle kündigte an, dass es zu den beiden zurückgewiesenen Anträgen keine neue Botschaft geben wird. «Dies werden wir im Rahmen des nächsten Budgets einbringen.» Beide Stadträte, Thomas Beringer und Dorena Raggenbass, hatten sich zuvor mit der Rückweisung einverstanden erklärt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.