/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Wissensfabrik für angehende Lehrer

Kreuzlingen – Das Projekt «Tanzt die Orange» hat sich im Architekturwettbewerb für den Neubau der PHTG gegen 33 andere Vorschläge durchgesetzt. Entstehen soll ein zweistöckiges Hauptgebäude, welches Schulungsräume für die Weiterbildung, den Gestaltungsbereich und die Medienbildung beinhaltet.

Auf gleicher Höhe wie das bestehende dreistöckige PH-Gebäude (l.) schmiegt sich der geplante Erweiterungsbau nahtlos in die Campuslandschaft ein. Und auch der Blick von oben herab bleibt durch die Fabrikfenster spannend. (Bild: zvg)

«Der Bau überzeugt vor allem durch die funktionale Reduktion und die klaren Linien», stellte Kantonsbaumeister Erol Doguoglu das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für den Neubau der PHTG vor. Es sei kompakt und effizient gehalten und widerspiegle mit seiner transparenten Bauweise einen offenen Hochschulbetrieb. «Zudem fügt es sich sehr gut in den empflindlichen Bauort ein», so Doguoglu.

Dass dort überhaupt gebaut werden kann, ist erst seit einem halben Jahr klar. Dazu war ein Landabtausch mit der Primarschulgemeinde Kreuzlingen nötig, welchem die Stimmbürger im Dezember 2014 zustimmten. So kann der Bau auf der Spielwiese des Primarschulhauses Schreiber erstellt werden, in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Bauten auf dem Campus Bildung Kreuzlingen. Die bestehende Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Maturitätsschule wird mit einem gemeinsamen Hausdienst noch weiter vertieft. «Das Prinzip lautet dabei ‹alle für einen, einer für alle›», beschrieb Regierungsrätin Monika Knill die Philosphie hinter dem Bildungscampus.

Nötig wird der Bau vor allem durch die stetig steigende Anzahl an Studierenden. Im Jahr 2008 betrug diese noch 400, durch neu hinzugekommene Studiengänge ist die Zahl mittlerweile auf 800 Studenten angestiegen. «Dadurch können wir aber den Bedarf an Lehrpersonen im Thurgau vom Kindergarten bis zum Gymnasium selber decken», sagte PH Rektorin Priska Sieber.

Integrierte Tiefgarage
Dass es sich beim Siegerprojekt vom Architekturbüro Consoni um die gleichen Planer wie beim bestehenden Bau handelt, habe keinen Zusammenhang, versicherte Hochschulratspräsident Hans Munz: «Beim Wettbewerb wurde Anonymität bewahrt und es war spannend zu sehen, welcher Name sich im Siegercouvert verbirgt.» Da Consoni das Baugelände schon sehr gut kannte und auch die Bedürfnisse der Hochschule, sei ein Vorteil natürlich nicht ausgeschlossen gewesen und habe sich im vorgeschlagenen Projekt samt Tiefgarage auch widergespiegelt.
Für den Neubau ist ein Investitionskredit von 24 Mio. Franken geplant. Dieser muss aber erst noch vom Volk abgesegnet werden.  Wird alles genehmigt, soll der Bau bis 2020 fertiggestellt sein. Das Siegerprojekt sowie die 13 besten Mitbewerber können im Foyer der PHTG besichtigt werden.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.