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Voller Einsatz trotz Wechselroulette

Fussball – Neue Trainer, wieder viele Abgänge und ein neuer Sportchef: Trotz einiger Widrigkeiten haben sich FCK-Trainer Aydemir Demir und seine Jungs vorgenommen, in der kommenden Saison Vollgas zu geben und um den Titel mitzuspielen.

(V.l.) Sportchef Roman Brändle, Chef-Trainer Aydemir Demir, Co-Trainer Damian Gimenez Boente und Präsident Daniel Geisselhardt.(Bild: Mario Gaccioli)

(V.l.) Sportchef Roman Brändle, Chef-Trainer Aydemir Demir, Co-Trainer Damian Gimenez Boente und Präsident Daniel Geisselhardt. (Bild: Mario Gaccioli)

Der FC Kreuzlingen hat eine nervenaufreibende Saison hinter sich. Obwohl sportlich die stärkste Kraft in der 2. Liga Interregional, verpassten die Fussballer den Aufstieg wegen zwei gelben Karten und einer erst kürzlich eingeführten Fairplay-Regelung. «Trotzdem eine sehr tolle Saison», sagt FCK-Präsident Geisselhardt. Auch weil es in anderen Bereichen gut läuft: Volle Ränge bei den Spielen, erfolgreiche Jugendmannschaften und – förderung, gelungene Anlässe im Bereich Sponsoring, das beliebte Firmenturnier und die gute Beziehung zum Nachbar Bodensee-Arena zählt Geisselhardt zu den Highlights der Saison 2014/15.

Im kommenden Jahr ist viel los (siehe Kasten). Jetzt schaut der Präsident erhobenen Hauptes nach vorne. Den Aufstieg 2015/16 als Ziel vorgeben und damit den neuen Cheftrainer Aydemir Demir unter Druck setzen, möchte er aber nicht. «Wir wollen um den Aufstieg mitspielen», sagt Geisselhardt.

«Dazu geben wir unser Bestes», ergänzte Coach Demir einer Pressekonferenz am Dienstag. Die Vorbereitung läuft seit zwei Wochen, trainiert wird derzeit vier Mal die Woche, und seine Vorgaben sind klar: «Wenn alle Vollgas geben, ist es ein gutes Training. Wenn nicht, gibt’s Gespräche.» Im Testspiel am Abend zeigte die Mannschaft trotz einer 1:2-Niederlage gegen den zwei Klassen höher spielenden SC Brühl einen starken Einstand. In der ersten Halbzeit führten die Hafenstädter zeitweise, in der zweiten wurde fast die komplette Mannschaft ausgewechselt.

Djordjevic hinterlässt Lücke
Mit Aydemir Demir als neuem Cheftrainer konnte der Abgang von Kristijan Djordjevic aus den eigenen Reihen kompensiert werden. Seine Linie will Demir weiterführen: «Ich bin mehr als ein Co-Trainer gewesen», sagt Demir. «Trotzdem ist es eine grosse Aufgabe, diese Lücke zu füllen.» Djordjevic war im 50-Prozent-Pensum angestellt, war aber bekannt dafür, immer 100 Prozent zu geben. Demir und der neue Co-Trainer Damian Gimenez Boente arbeiten nebenher noch in ihren Berufen.

Das neue Trainergespann muss den Abgang der drei Stammspieler Luca Senn, Jens Strohm und Ludovic Mathys verkraften. Insgesamt sind es 13 Abgänge. «Entweder werden die Spieler abgeworben, müssen aus beruflichen Gründen gehen oder suchen eine neue sportliche Perspektive», erklärt der neue Sportchef Roman Brändle das Wechselroulette. Wenn wie bei Strohm und Mathys das Studium ruft, könne man nichts machen. Stolz sei er darauf, dass der FCK für andere Spieler ein Sprungbrett sei. So konnte Senn zum zwei Ligen höher spielenden SC Brühl wechseln.

Bei den insgesamt zwölf Neuzugängen sind Bekannte dabei wie der Abwehrspieler Norbert Frrokaj vom FC Sirnach. Aber auch viele junge Spieler. «Wir haben viele Junge aus der Region geholt», erklärt Brändle. «So etwas wie eine Thurgauer Auswahl.»
Vielleicht sorgt frisches Blut dafür, dass sich beim FCK endlich bessere Kontinuität einstellt. Am 15. August ist das erste Heimspiel.

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