/// Rubrik: Region | Topaktuell

Landkreis muss Flüchtlinge in Kreissporthallen unterbringen

Konstanz – Angesichts der steigenden Zahl Asylsuchender, die monatlich dem Landkreis Konstanz zugewiesen werden, gestaltet sich deren Unterbringung für den Landkreis zunehmend schwieriger. Trotz intensiver Bemühungen des Landratsamtes, ausreichend geeignete Immobilien zu finden, müssen in den nächsten Monaten nun die ersten Kreissporthallen zu Flüchtlingsunterkünften umfunktioniert werden.

Symbolbild. (Bild: pixelio.de/R.Initia)

Symbolbild. (Bild: pixelio.de/R.Initia)

Voraussichtlich ab Ende August 2015 werden daher in der Sporthalle der Zeppelin-Gewerbeschule in Konstanz rund 100 Asylsuchende untergebracht. Sofern dem Landkreis keine anderen Unterkünfte zur Verfügung stehen sollten, müssten in der Folge auch die Kreissporthallen in Singen, die Mettnausporthalle in Radolfzell und die Sport- und Gymnastikhalle der Wessenbergschule in Konstanz mit Asylbewerbern belegt werden.

Dies hat wiederum erhebliche Konsequenzen für den Schul- und Vereinssport. Landrat Frank Hämmerle betont daher: «Die Sporthallen sind für uns die absolute Notlösung. Deshalb hoffe ich, dass wir zeitnah weitere geeignete Unterkünfte finden, um sowohl die Flüchtlinge vernünftig unterzubringen als auch einen störungsfreien Betrieb des Schul- und Vereinssport gewährleisten zu können.»

Das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geht davon aus, dass 2015 rund 450’000 Asylsuchende in Deutschland Zuflucht suchen. Für den Landkreis Konstanz bedeutet dies, dass für das restliche Jahr monatlich 160 bis 180 Asylsuchende aufgenommen werden müssen. Für den Juli sind bereits 184 Asylsuchende angekündigt, die dem Landkreis Konstanz zugeteilt werden.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.