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Kreuzlingen erlangt Bronze

Wasserball – Am Donnerstagabend trat der SC Kreuzlingen im zweiten Match gegen Genève Natation im Spiel um Rang drei an und gewann dieses mit 13:8 Toren. Zusätzlich musste das Kreuzlinger Team mit dem Abschluss dieser Saison gleich mehrere Spieler verabschieden.

Die erste Partie der Best-of-Three-Serie gewannen die Thurgauer in Genf denklich knapp. Heute durfte man vor einem zahlreichen Publikum den Matchball einnetzen, wodurch man sich die Bronzemedaille umhängen durfte.

SCK setzt sich spät durch
Zwar startete man mit 2:0 Toren in die Partie, allerdings konnte der SCK bis zum letzten Viertel das Spieldiktat nicht übernehmen. Über weite Teile hinweg waren die Gastgeber eigentlich die bessere Mannschaft, jedoch war die Trefferquote gefühlt bei null Prozent. Glücklicherweise schaffte Genf ebenso keinen Spielfluss zu entwickeln und traf meist eher zufällig oder durch Kreuzlinger Nachlässigkeiten. Trotz der 5:3-Führung zur Halbzeit konnte dadurch Genève zwischenzeitlich zum 6:6 ausgleichen. Erst im vierten Abschnitt fand der SCK seinen Rhythmus. Milan Petrovic baute den Vorsprung mit zwei ansehnlichen Toren wieder aus. Neben ihm glänzte auch Rudi Vacho im gesamten Verlauf, der durch seine Mitspieler oft in Szene gesetzt wurde, was er zu insgesamt sieben Toren nutzte. Schlussendlich gewannen die Hausherren mit 13:8 Toren.

Nicolas Weideli. (Bild: zvg)

Nicolas Weideli. (Bild: zvg)

Rudi Vacho. (Bild: zvg)

Rudi Vacho. (Bild: zvg)

Zwei Grössen gehen in Rente
Dass Kreuzlingen keinen Titel in Cup oder NLA erlangen konnte, ist schon eine Weile her. Seit 2008 feierte die Mannschaft jedes Jahr mindestens einen Erfolg. Lediglich 2010 zog man zwar in beide Finals, jedoch scheiterte man zwei Mal an Lugano NPS. Die diesjährige Saison schliesst der SC Kreuzlingen also mit der seither schlechtesten Bilanz ab. Dennoch darf man sich über die zwei gewonnen Bronzemedaillen aus Cup und Liga freuen, wobei der heutige Abend unter einem ganz anderen Stern stand. Der Verein sowie Fans mussten von den zwei Stützen Nicolas Weideli und Rudi Vacho Abschied nehmen. Nicht nur gut 34 Jahre NLA-Erfahrung verliert das Team, sondern auch grossartige Akteure, die zum einen für viel Reiz sorgten und zum anderen die Mannschaft deutlich prägten. Zumindest Nicolas Weideli bleibt dem Verein im Amt des Wasserball-Chefs erhalten, das er schon seit längerem ausübt. Leider muss das Team darüber hinaus auf drei weitere Spieler verzichten. Die ausländischen Verstärkungen bestehend aus dem Ungar Balazs Somogyi und dem Serben Darko Aleksic kehren nach zwei- beziehungsweise einjährigem Aufenthalt in ihre jeweilige Heimat zurück. Daneben zieht sich der vergleichsweise junge Elias Stalder aus Studiengründen aus der NLA zurück, bleibt aber mit der zweiten Mannschaft in der NLB aktiv.

SCK im Wendepunkt
Mit dem Abgang dieser Akteure stehen die Kreuzlinger Wasserballer vor einem neuen Kapitel, denn schon vor der Saison hatten sich drei Routiniers aus dem NLA-Team zurückgezogen. Nun müssen die restlichen Kräfte die offenen Rollen übernehmen, was keine leichte Aufgabe für eine Mannschaft sein wird, die plötzlich vorwiegend aus Sportlern unter 25 Jahren besteht, also merklich weniger Erfahrung mitbringen. Es lässt sich erahnen, dass die beiden diesjährigen dritten Plätze ein mögliches Zeichen für diesen Umbruch sind. Nicht minder ist es denkbar, dass der Verein vor einer Periode ohne grosse Erfolge stehen wird. Dies kann allerdings dahingehend verhindert werden, indem Coach Roehl die jungen Talente auf ihre Aufgaben ausreichend vorbereitet und daneben auch auswärts nach Verstärkung sucht.

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