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Fahradbrücke wird gesperrt und saniert

Konstanz – Abgeplatzte Beläge und Roststellen dominieren derzeit das Bild der Geh- und Radwegbrücke über den Seerhein. Sie unterstreichen eindrücklich, dass eine Sanierung der Brücke unumgänglich ist. Würden die Arbeiten aufgeschoben, könnte die Brückenkonstruktion angegriffen werden. Damit würden langwierigere und kostspieligere Reparaturarbeiten fällig werden. Deshalb hat das Tiefbau- und Vermessungsamt eine zügige Sanierung des Bauwerks in die Wege geleitet.

Am 23. Juli 2015 informierte Wolfgang Seez, Leiter des städtischen Tiefbau- und Vermessungsamtes, auf der Brücke über die Hintergründe der Planung sowie die bevorstehenden Arbeiten.

Während der Baumassnahme wird die Brücke ab 10. August sechs bis acht Wochen gesperrt sein. Fussgängern steht der Suso-Steig der Alten Rheinbrücke in 400 Metern Entfernung als Ausweichstrecke zur Verfügung. Für Radfahrer wird die offizielle Umleitung über die Neue Rheinbrücke in 800 Metern Entfernung von der sanierten Brücke ausgeschildert werden. Weiterhin können Radfahrer wie bisher den Fahrradweg auf der alten Rheinbrücke nutzen.

BU: Wolfgang Seez, Leiter des Tiefbau- und Vermessungsamtes informiert vor Ort über die bevorstehende Sanierung der Fahrradbrücke. (Bild: IDKN)

BU: Wolfgang Seez, Leiter des Tiefbau- und Vermessungsamtes informiert vor Ort über die bevorstehende Sanierung der Fahrradbrücke. (Bild: IDKN)

Von einer Führung des Radverkehrs auf einer der Fahrbahnspuren der alten Rheinbrücke wurde den Bauverantwortlichen auch nach nochmaliger Ortsbegehung von der Polizei abgeraten, da das Sicherheitsrisiko gerade bei Spurwechseln am jeweiligen Ende der Brücke zu hoch ist. Stadtseitig würde bei einer Sperrung der neben der derzeitigen Radspur verlaufenden Fahrbahn zudem die langgezogene Verkehrsinsel ein Abbiegen der Busse in Richtung Laube verhindern.

Die Vollsperrung der Radbrücke ist nötig, da die Arbeiten am gesundheitsschädlichen, PCB-haltigen Untergrund Schutzmassnahmen erforderlich machen. Zudem muss die neue Beschichtung für die bessere Haltbarkeit in einem Guss ohne Fuge aufgebracht werden. Auch muss der Untergrund von den bautechnischen Anforderungen unbedingt sauber bleiben. So ist die zügige Bearbeitung der 163 Meter langen Brücke in einem Stück die schnellste und sicherste Variante. Ein Arbeiten der Baufirma in mehreren Schichten ist unter Rücksichtnahme auf Anwohner nicht möglich. Zudem sind immer wieder Trockenzeiten erforderlich.

Bei entsprechender Witterung benötigen die Bauarbeiten sechs bis maximal acht Wochen. Die Massnahme wird in den Schul- und Semesterferien durchgeführt, in denen sich die Frequentierung der Brücke um ein Drittel bis fast die Hälfte reduziert. 8’000 bis 10’000 Radfahrer nutzen die Brücke in dieser Zeit pro Tag. Die Durchführung der Arbeiten im Winter ist nicht möglich, da verschiedene Harzbindemittel zum Einsatz kommen, die eine warme und trockene Witterung benötigen.

Weitere Informationen zur Baustelle und einen Umleitungsplan finden sich online unter www.konstanz.de/baustelle-radbrücke

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2 thoughts on “Fahradbrücke wird gesperrt und saniert

  1. Peter2

    Wie soll denn das aufgehen?
    – Sperre ab Mitte August für 6-8 Wochen, Ende der Sperre daher Anfang bis Mitte Oktober Oktober
    – Sperre in den „Sommerferien“ bei reduziertem Verkehr: Seit wann dauern die deutschen Ferien bis Mitte Oktober? Ab 10. September ist eigentlich wieder Vollbetrieb.
    – Sperre in den Semesterferien (die sind im Spätwinter), aber Arbeiten „in einem Stück“ bei warmen Temperaturen?
    – „offizielle Umleitung“ über die Hochbrücke, aber die alte Rheinbrücke steht zur Verfügung: darf die Stadt jetzt bei jedem Unfall sagen „Ätsch, selber schuld?“

    Das wird ja was werden ….

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  2. Bruno Neidhart

    Und was machen die vielen Fussgänger, welche die mittlere Brücke („Fahrradbrücke“) benutzen? Kann zwischenzeitlich eine Fähre eingerichtet werden? Oder wäre nicht der Betrieb einer Fähre, wie sie früher auf der Höhe Hallenbad- Pulverturm bestand, grundsätzlich wieder zu erwägen? Auch ein Kleinschiffsverkehr (der Stadtwerke) – zum Beispiel Stromeyersdorf-Park&Ride/Bodensee Forum-Ibishotel Petershausen-Hafen (Stadtmitte) – sollte nicht nur grob angedacht, sondern konkreter hinterfragt werden. Stadt an See und Rhein: Eben!

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