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Drei Schiffbrüchige beherzt gerettet

Konstanz – Beherzt zugreifende Schiffsbesatzungen des Fährebetriebs Konstanz-Meersburg und der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) haben am Wochenende drei Menschen aus Seenot gerettet. Alle drei konnten weitgehend unversehrt aus dem Wasser gezogen werden.

(Bild: Kathrin Brunner)

(Bild: Kathrin Brunner)

Die Mannschaft der Fähre «Tabor» hörte am Freitag, 24. Juli, um 20.52 Uhr den Hilferuf der Besatzung eines wohl selbst gebastelten «Party-Boots». Sie hatten auf dem See gefeiert und wurden vom aufziehenden Sturm überrascht. Ein Mann war über Bord gegangen und nicht mehr aufzufinden. Der Schiffsführer entschied sich trotz vollbesetzter Fähre, sofort die Suche aufzunehmen. «Menschenleben gehen vor», sagt Stefan Ballier, Leiter des Fährebetriebs der Stadtwerke Konstanz. Nach etwa 20 Minuten wurde der Vermisste in den Wellen entdeckt. Der Mannschaft gelang es zusammen mit einigen beherzten Passagieren, darunter auch einem Notarzt, bei einer Windstärke von sieben Beaufort und etwa 1,50 Meter Wellenhöhe den Mann aus dem Wasser zu retten und an Bord zu nehmen. Er wurde in Meersburg körperlich unversehrt an den bereits herbeigerufenen Rettungsdienst übergeben. Danach wurde das Fährschiff entladen und Mannschaft sowie Schiff für den weiteren Kurseinsatz klargemacht. Aufgrund der Umstände mussten zwei Überfahrten ausfallen, bevor das Schiff den Kurs wieder aufnahm.

Die Mannschaft des BSB-Schiffes MS «Konstanz» rettete dann am Samstag zwei verunglückte Jugendliche aus Seenot. Sie waren mit einem Boot unterwegs und fielen beim Sturm ins Wasser. Die Bergung verlief problemlos mit der Überbordleiter. Das Mädchen und der Junge wurden auf ihren Wunsch hin in Langenargen an Land gegeben. Der Vater des Jungen wurde verständig, er holte die Kinder mit dem Auto ab. Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen suchte nach der zurückgelassenen Jolle.

«Unser Dank gilt den beiden Mannschaften und den Fahrgästen, die halfen. Es war eine ausgezeichnete Leistung, bei diesen schwierigen Bedingungen die drei Personen zu retten», so Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Norbert Reuter.

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