/// Rubrik: Leserbriefe

Kanonen und Spatzen

Kommentar – Die Skateranlage am Hafen ist stark frequentiert. Kinder und Jugendliche flitzen auf ihren Rollern umher, dazwischen laufen immer wieder Kleinkinder auf den Platz, klettern auf den Rampen umher. Eltern sitzen auf den Bänken.

Konflikte, das ist augenscheinlich, sind hier vorprogrammiert. Ob die Installation von 14’000 Franken teuren Überwachungskameras als Streitschlichter an dieser Situation allerdings etwas ändern kann, ist fraglich. Schilder anzubringen, die zu gegenseitiger Rücksicht mahnen, war dagegen ein richtiger Schritt. Auf ihnen steht auch eine Erklärung für die Eltern zu lesen, dass es sich bei der Skaterbahn um eine Sportanlage handelt und nicht um einen Spielplatz für Kleinkinder. Und Kameras gegen Littering aufzustellen ist an diesem Ort wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

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One thought on “Kanonen und Spatzen

  1. Bruno Neidhart

    Skatebahnen haben es in sich: Eine „eigene Kultur“. Superästheten haben da manchmal Mühe, zu entdecken, wie diese Objekte nach kurzer Zeit „frei durchgestaltet“ sind. Aber wie gesagt: „Kultur“. Und es geht da halt immer etwas drunter und drüber – auf der Piste und drum herum. Den Kinder gefällt es hier, obwohl die Kreuzlinger Anlage bescheiden, ja ziemlich primitiv daherkommt. „Gefällt“ vielleicht gerade deswegen. Eine grosse, „echte“ Skateanlage besitzt Radolfzell, in Seenähe, in Beton gegossen. Besonders auch für Meister, für Wettkämpfe. Kleinkinder? Müssen überall beaufsichtigt werden. Nicht nur auf Skatebahnen. Bringt man schon hin. Und Kameras? Gibt es allerorts bereits genug.

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