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Erste Hälfte top, zweite Hälfte flop

Fussball – In der zweiten Liga Interregional trennen sich der FC Kreuzlingen und der FC Freienbach mit 2:2. Die Thurgauer verspielen einen Zwei-Tore-Vorsprung und müssen sich mit einem Punkt zufrieden geben. (Text: Nadja Müller)

So sehen Sieger aus. (Bild: Gaccioli)

Freud und Leid wird geteilt. (Bild: Gaccioli)

Wie auch bei Kreuzlingen wurde das Team des FC Freienbach auf die neue Saison hin stark umgebaut. Mit einem Dutzend Abgängen und zehn Neulingen steht man den Thurgauern in nichts nach. Doch während der FCK den Umbau momentan gut verarbeitet hat und immerhin die ersten zwei Partien gewinnen konnte, sieht es bei den Schwyzern etwas anders aus. Mit einer mageren Ausbeute von einem Punkt dümpelt der letztjährige Aufstiegsanwärter am Tabellenende vor sich hin. Treffen Kreuzlingen und Freienbach aufeinander, wird es meistens eine spannende und knappe Angelegenheit.

Dies sollte auch bei dieser Partie nicht anders sein. Die Thurgauer starteten etwas harzig ins Spiel und ermöglichten so den Gastgebern einige gute Schüsse auf den Kreuzlinger Kasten, in welchen Silvano Kessler sein FCK-Debüt feierte. Nach etwa zwanzig Minute kamen die Hafenstädter immer besser in die Partie. Das Leder zirkulierte flüssig und die Torchancen für die Gäste mehrten sich. Vincenzo Zinnas dritter Freistossversuch aus jeweils fast identischer Distanz fand schlussendlich Giovanni Pentrelli, welcher die Kreuzlinger in Führung köpfte. Pech für Freienbach, weil sich bei dieser Aktion der Keeper verletzte und ausgewechselt werden musste. Zehn Minuten später eine schöne Flanke von Giovanni Pentrelli auf Ermir Selmani.

Dieser liess es sich nicht nehmen und versenkte den Ball knallhart in der unteren rechten Ecke. So verabschiedeten sich die Thurgauer mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Sich jetzt gemütlich auf dem Vorsprung auszuruhen wäre sicher nicht angebracht, zudem sich auch in der Vergangenheit gezeigt hat, dass die Schwyzer bis zum Schlusspfiff brandgefährlich bleiben.

Zum zweiten Teil kam eine wie ausgewechselte Kreuzlinger Mannschaft auf den Platz zurück. Nichts ging mehr, der Vorwärtsdrang schien verloren und die Demir-Truppe stand zu passiv auf dem Feld. Dies nutzen die Platzherren kaltblütig aus und so war der schöne Vorsprung gut zehn Minuten nach Anpfiff des zweiten Teils schon dahin.

Den Kreuzlinger fehlte es an Spritzigkeit. Von der Dominanz und der technischen Überlegenheit der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen. Während die Schwyzer mutig und angriffig weiter nach vorne spielten, standen die Thurgauer etwas ratlos in der eigenen Platzhälfte herum. In der 75. Minute dann doch noch eine Grosschance für die Gäste, doch Marco Soares schoss aus kurzer Distanz nur den gegnerischen Keeper ab. Auch hier zeigte sich, dass die nötige Konsequenz fehlte. Mit etwas mehr Herzblut und Kampfeswillen wäre für die Thurgauer sicher auch ein Sieg drin gewesen.

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