/// Rubrik: Kultur

Prominenz am Steckborner Memorial Bergrennen

Steckborn – Zum Memorial Bergrennen Steckborn-Eichhölzli vom 26. und 27. September 2015 – 60 Jahre nach dem ersten Rennen im Jahre 1955 – haben sich etliche prominente Rennfahrer mit historischen Fahrzeugen angemeldet. Daneben finden sich zahlreiche automobilistische Raritäten wie etwas das Siegerfahrzeug von 1955, der Jaguar XK120 Alu, Jahrgang 1949.

Schöne Autos fahren über das Land. (Bilder: zvg)

Schöne Autos fahren über das Land. (Bilder: zvg)

Ein breites Feld von über 280 Fahrzeugen, darunter 40 Motorräder, wird die Zuschauer auf der Strecke oder auch hautnah in den Fahrerlagern in eine attraktive automobilistische Vergangenheit entführen. Das hübsche Städtchen am Untersee verwandelt sich am Wochenende vom 26./27 in einen Wallfahrtsort für Oldtimerfreunde – mit Technik zum Anfassen, zum Hören und Riechen sowie mit interessanten Benzingesprächen mit Fahrerinnen und Fahrern – darunter klangvolle Namen wie Fredy Amweg, Markus Hotz, Fredy Lienhard, Jockel Winkelhock, Ruedi Caprez, Fritz Erb und viele andere.

Einige Highlights:

  • Eugen Strähl auf dem legendären Sauber C5 von 1978, der seit Le Mans 1978 in Steckborn erst zum zweiten Mal zum Einsatz kommt.
  • Fredy Lienhard auf March-BMW 76S von 1976 – dem damals zweimaligen Schweizer Meister Auto von Eugen Strähl.
  • Markus Hotz auf March-BMW Formel 2 von 1977 – Marc Surer fuhr auf diesem Auto sein erstes Rennen als Werksfahrer 1977.
  • Jockel Winkelhock auf Irmscher Manta A, der am 24-Stunden-Rennen von Spa Francorchamps im Jahre 1975 gestartet ist.
  • Karl Erb, Lokalmatador aus Hallau, mehrfacher Schweizer Meister auf seinem legendären Opel Kadett GT/E.
Viele Steckborner sind dabei.

Viele Steckborner sind dabei.

«Heimspiel» für Steckborner
Interessant sind aber nicht nur die prominenten Fahrer und ihre fast schon legendären Autos: Erstaunlich ist beispielsweise, dass über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kanton Thurgau wohnhaft sind – allein 22 sind aus Steckborn gemeldet. Das Städtchen am Untersee entpuppt sich als wahre Oldtimer-Hochburg. Im Feld der Steckborner Teilnehmer mit durchwegs interessanten Fahrzeugen finden sich einige Perlen: Vom ausgesprochen seltenen 1940er Jawa mit nur 2 Zylindern und 615 Kubikzentimetern Hubraum bis zum 6,4 Meter langen, V8-getriebenen Ford Fairlane 500 mit versenkbarem Stahldach von 1959 ist ein breites Fahrzeugspektrum anzutreffen. Darunter beispielsweise ein Rolls Royce 20/25 three position, eine Borgward Isabella oder ein 1947er Bentley MK VI. Nicht zuletzt feiern zwei Steckborner Teilnehmer insofern Jubiläum, als beide schon 1962 aktiv dabei waren: Max Scheerle, diesmal mit einem BMW 2002 Tii, und Peter Scherrer auf Austin Healey MKIII.

Als Kontrast zur mobilen Vergangenheit können die Zuschauer auch einen Blick in die Zukunft riskieren. So werden auf dem Hubschulhausplatz zehn reine Elektroautos präsentiert mit dem Weltrekordauto «Grimsel» der ETH Zürich als besonderem Schaustück.

Besucherfreundliches Programm
Das Memorial Bergrennen 2015 ist speziell besucherfreundlich ausgelegt: Die Fahrzeuge sind zur freien Besichtigung in vier Fahrerlager aufgeteilt – alle im Städtli einfach zu Fuss zu erreichen. Das Rennzentrum im Hubschulhaus mit Elektrofahrzeug-Ausstellung ist ebenfalls nur ein paar Schritte vom Dorfkern entfernt.

Die verschiedenen Zuschauerräume entlang der Strecke werden durch einen Shuttlebus zwischen den einzelnen Läufen bedient, sind aber auch zu Fuss erreichbar. Für das leibliche Wohl ist entlang der Strecke in vielfältiger Weise bestens gesorgt.

An beiden Tagen beginnen die Läufe um 9 Uhr und enden um 12 Uhr. Mittagspause ist jeweils von 12 bis 12.45 Uhr. Zweite Läufe 12.45 bis 17.15 Uhr.

Steckborn stellt für die Besucher genügend Parkplätze zur Verfügung. Es ist aber einfach mit dem ÖV erreichbar und zwar im Halbstundentakt auf der Bahnstrecke Schaffhausen-Kreuzlingen-St.Gallen. Die Postautokurse Frauenfeld-Steckborn verkehren während des Rennens im Stundentakt direkt vom und zum Zielraum der Rennstrecke (Haltestelle Hochstrasse).

Detaillierte Informationen auf www.bergrennen-steckborn.ch
oder auf www.acs-thurgau.ch.

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