/// Rubrik: Leserbriefe

Leserbrief zum Thema: Radar Verkehrsscanner (vom 11. Sept.)

Leserbrief – Dass ein Herr aus Ermatingen aufgrund seinen Erfahrungen auf der Strasse während eines Ausweisentzuges ein wenig verärgert ist, ist nachzuvollziehen. Doch ist ein öffentlicher Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger gegen ein solches System ist fehl am Platz. (Hermann Merz, Kreuzlingen)

Die automatische Kontrollschilderkennung an diversen Standorten im Kanton Thurgau verfolgt das letzte Ziel, dem Staat zu irgendwelchen Einnahmen in Form von Bussen zu verhelfen.
Vielleicht macht sich der Schreiber vom Untersee ein anderes Bild, wenn er sich einmal folgende Situationen vor Auge führt: Entführung eines Kindes durch einen Autolenker, wobei das Kontrollschild bekannt ist (kann sich ja schliesslich auch um einen gestohlenen Wagen handeln). Oder, vielleicht wurde in Häuser, zum Beispiel in Ermatingen (!) eingebrochen und wertvolles Hab und Gut gestohlen. Durch aufmerksame Beobachter konnte vielleicht noch ein Kontrollschild eines verdächtigen Fahrzeuges notiert und an die Polizei weitergegeben werden. In all solchen Fällen kann das System der  automatischen Kontrollschilderkennung in Sekundenschnelle mit den vorhandenen Daten gespiesen werden. Und damit steht für einen raschen Fahndungserfolg ein wertvolles System zur Verfügung, um den Tätern habhaft und das Kind unversehrt nach Hause bringen oder Eigentum fremder Menschen zurückgeben zu können.
Ich könnte an dieser Stelle noch viele weitere Beispiele anführen. Eigentlich sollte man dankbar dafür sein, dass die Polizei bei ihrer Aufgabenbewältigung mit Hilfe solcher Systeme schnell reagieren kann. Und dies immer im Dienste der Bürgerinnen und Bürger, die keineswegs in einem Überwachungsstaat leben!

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