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Kirche geht neue Wege

Frauenfeld – Parteien, Vereine und Kirchgemeinden kennen das Problem: Es ist immer schwieriger, geeignete Vorstandsmitglieder zu finden. Der Kirchenrat der Evangelischen Landeskirche Thurgau geht deshalb in die Offensive: Mit einer Broschüre zeigt er die Entwicklungschancen auf, die ein Amt in der Kirchenvorsteherschaft bietet. (Cyrill Rüegger)

Kirchenpräsident Mathias Fischbacher aus Berg: «Mit dem richtigen Teamwork kann man eine Gemeinde aufblühen lassen.» (Bild: zvg)

Kirchenpräsident Mathias Fischbacher aus Berg: «Mit dem richtigen Teamwork kann man eine Gemeinde aufblühen lassen.» (Bild: zvg)

«Die Mitarbeit in der Behörde war für mich anfänglich ein Experiment», gibt Mathias Fischbacher unumwunden zu. Heute ist er Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Berg und weiss, wie viel er und seine Kolleginnen und Kollegen in der Kirchenvorsteherschaft bewirken können: «Mit dem richtigen Teamwork kann man eine Gemeinde aufblühen lassen.»

Auf den Geschmack bringen
So wie Fischbacher lassen sich heute nur noch wenige auf das «Experiment Kirchenvorsteherschaft» ein. Das macht es für Kirchgemeinden zunehmend schwierig, geeignete Vorstandsmitglieder zu finden − gerade jetzt, wo Erneuerungswahlen für die Amtsdauer von 2016 bis 2020 anstehen. Auch andere Institutionen, die auf ehrenamtliche Vorsteherinnen und Vorsteher angewiesen sind, kennen das Problem. Der Kirchenrat der Evangelischen Landeskirche Thurgau zeigt nun einen möglichen Lösungsweg auf: In Zusammenarbeit mit dem Thurgauer Verband der Kirchenpräsidien hat er die Broschüre «Gemeinsam gestalten, glauben und vorangehen» lanciert, die potenzielle Behördenmitglieder auf den Geschmack bringen soll.

Auch für andere ein Erfolgsrezept?
Amtierende Kirchenvorsteherschafts-Mitglieder geben in der Broschüre ihre Eindrücke preis. Zudem werden Aufgaben, Entwicklungschancen und Eigenschaften beschrieben, die man für ein solches Amt mitbringen sollte. Zugänglich ist die Broschüre bei allen Thurgauer Kirchgemeinden und im Internet unter www.evang-tg.ch/kivo. Und vielleicht dient sie bald schon als Vorbild für andere Institutionen.

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