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Tag der offenen Tür im Wasserwerk

Konstanz – Führungen durchs Wasserwerk und Informationen zum Thema Trinkwasseraufbereitung: Die Stadtwerke Konstanz laden zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 27. September, von 11 bis 16 Uhr am Wasserwerk ein. Interessierte erhalten einen Einblick in die Technik sowie die Prozesse und Abläufe rund um die Trinkwasserversorgung.

Das Konstanzer Seewasserwerk. (Bild: zvg)

Das Konstanzer Seewasserwerk. (Bild: zvg)

Mit abwechslungsreichen Speisen, einem bunten Programm für Kinder und einem Gewinnspiel wird der Tag zum gelungenen Familienausflug. Eine Kletteraktion in Kooperation mit dem Mainau Erlebniswald, eine Riesenrollen-Rutsche, Entenangeln und vieles mehr wartet auf die kleinen Besucher. Beim Gewinnspiel gibt es attraktive Preise – wie einen Sodastream und Klettergutscheine für den Mainau Erlebniswald – zu gewinnen. Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz, begrüsst die Besucher um 14 Uhr. Das Jugendorchester des Musikvereins Allmannsdorf musiziert von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr.

Aus der Tiefe des Bodensees
Die Wasserversorgung in Konstanz kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Das Wasserwerk am See wurde vor 110 Jahren – im Jahre 1905 – in Betrieb genommen. Die Lage am Lorettowald zeichnete sich nicht nur durch die hohe Wasserqualität aus, sondern auch dadurch, dass der Schiffsverkehr dort nicht so dicht wie in der Konstanzer Bucht war. In den Jahren 1967/68 wurde eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Verfahren bestand – und besteht bis heute – aus drei Stufen: Das Wasser, das in 700 Meter Entfernung vom Ufer aus 40 Metern Tiefe dem Überlinger See entnommen wird, passiert zunächst die trommelförmigen Mikrofilter. Die meisten Feststoffe sind damit entfernt. Dann kommt das Wasser für etwa zehn Minuten mit Ozon in Berührung. Dabei werden eventuell noch vorhandene Keime abgetötet. In einem dritten Schritt durchströmt das Wasser einen 110 Zentimeter starken Zweischichtfilter. Das vollständig gereinigte Wasser wird in zwei Reinwasserbehältern gesammelt. Von dort wird es den Pumpen im alten Wasserwerk zugeleitet, die es über die Versorgungsleitungen den Hochbehältern zuführen.

Die Anlage rief viele positive Reaktionen hervor, zum einen aufgrund der ganz neuen Qualitätsstufe der Konstanzer Wasserversorgung, zum anderen auch, weil sie im internationalen Vergleich eine echte Neuheit darstellte. «Dass sich diese Art der Wasseraufbereitung über einen langen Zeitraum bewährt hat, zeigt sich darin, dass die Gesamtkonzeption bis heute weitgehend unverändert geblieben ist. Lediglich Anpassungen an die neueste Pump- und Regeltechnik und ein Umbau der Sandfilter vom Einschicht- zum Zweischichtfilter wurden vorgenommen», sagt Wolfgang Fettke, der Leiter des Wasserwerks.

Auch für Säuglinge geeignet
Zum Versorgungsgebiet des Wasserwerks gehören die Stadt Konstanz mit allen Ortsteilen, die Gemeinde Reichenau sowie die Insel Mainau. Mit der Nachbarstadt Kreuzlingen in der Schweiz ist Konstanz seit 1991 durch eine leistungsfähige Notwasserleitung verbunden. Die Wasserqualität ist hervorragend, betont Wolfgang Fettke: «Das Wasser aus der Leitung ist zum Trinken bestens geeignet. Alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden deutlich unterschritten. Das Trinkwasser ist auch für Säuglinge geeignet, weil der Grenzwert für Nitrat um mehr als 90 Prozent unterschritten wird.» Die Stadtwerke Konstanz setzen sich dafür ein, dass diese hervorragende Qualität auch weiterhin der Massstab bleibt. Gemeinsam mit der Stadt Konstanz, der Kläranlage, Umweltverbänden, Gewerbebetrieben, Landwirten und Bürgern der Stadt wurde deshalb im «Konstanzer Wasser-Generationenvertrag» bereits 1998 festgeschrieben, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Trinkwasser ein gemeinsames Anliegen ist.

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