/// Rubrik: Leserbriefe

Sind Ihnen AKWs Wurst?

Kreuzlingen – Ist es Zufall, dass im Sommer 15 alle fünf AKWs gleichzeitig still standen? Ist es Zufall, dass Ende Sommer sonnenexponierte Giesskannen und andere Plastikwaren spröde sind? Nein. Unsichtbare ultraviolette Sonnenstrahlung zerstört den Kunststoff, macht ihn brüchig. (Walter Lang, Landschlacht)

Ebenso macht die viel stärkere und gefährlichere radioaktive Strahlung im Inneren eines Atomkraftwerkes das umgebende Material im Verlauf von Jahren spröde. Es gibt AKW Druckbehälter, deren genaue Materialzusammensetzung nicht genau bekannt ist und doch sollen diese möglichst bald wieder Strom produzieren. Es muss schliesslich rentieren. Der Ständerat hat sich eben mehrheitlich gegen eine Laufzeitbeschränkung von AKWs ausgesprochen.

Die AXPO als Betreiberin mehrerer Atomkraftwerke hat kürzlich eine Wertbe-richtigung machen müssen. 1,2 Milliarden Franken wurden abgeschrieben. Für den Kanton Thurgau als AXPO Mitbesitzer beträgt der Abschreiber 168 Millionen Franken. Wesentlich höher und heute praktisch unberechenbar sind die Kosten, wenn diese AKW’s ausser Betrieb genommen werden müssen.

Aber man, das heisst die Betreibergesellschaften und deren Verwaltungsräte, wursteln weiter vor sich hin. Von ökonomischer Einäugigkeit hat SR Verena Diener gesprochen, man könnte Kurzsichtigkeit anfügen.

Sie und ich können mit dem Wahlzettel einem Mann im Ständerat eine Stimme geben, der sich mit Würsten und deren Rezepten bestens auskennt, der einen mustergültigen Betrieb führt, die Sorgen und Anliegen der Landwirte und des Gewerbes kennt, der auch weiss, dass sich ökologisches Verhalten bezahlt macht. Sie können einen Mann in den Ständerat wählen, der sich seit Jahren mit wohlfundierter, eigenständiger Meinung auch im Grossen Rat einbringt, dem man zuhört, da er etwas zu sagen hat, einen Mann, der keine fremden Mandate in Verwaltungsräten inne hat: Klemenz Somm.

Geben Sie dem Thurgau eine fortschrittliche Stimme in Bern. Sie ist nötig.

 

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