/// Rubrik: Region

Münsterlingen zeigt seinen Müll

Münsterlingen – Die Gemeinde Münsterlingen nimmt sich erneut dem Litteringproblematik an. Bis an Weihnachten wird an verschiedenen Orten in Münsterlingen mit Schildern auf den anfallenden Müll aufmerksam gemacht. Damit soll die Bevölkerung sensibilisiert und auf die Littering-Problematik hingewiesen werden.

Fragt sich, was schlimmer ist: Schild oder weggeworfene Dose. (Bild: zvg)

Fragt sich, was schlimmer ist: Schild oder weggeworfene Dose. (Bild: zvg)

Unter Leitung von Adrian Giger startet die Gemeinde ab dieser Woche eine Anti-Littering-Aktion. Diese ist bis an Weihnachten an verschieden neuralgischen Punkten im Dorf zu finden. Mit der Kampagne soll der Bevölkerung aufgezeigt werden, dass die Verschmutzung im Dorf stetig zunimmt. Ohne den Werkhof oder die Landwirte, die den Abfall tagtäglich wegräumen, würde das Erscheinungsbild der Gemeinde stark beeinträchtigt werden. Es soll veranschaulicht werden, wie es aussieht, wenn einmal nichts aufgeräumt wird. Mit witzigen Schilder wie beispielsweise «Im Kübel ist es Kuschliger», «Ich fühle mich fehl am Platz», «Ich will nach Hause.», möchte man auf den weggeworfenen Müll aufmerksam machen. Die stetige Verschmutzung und die verursachten Kosten für das beseitigen des Mülls kosten die öffentliche Hand – und somit der Gesellschaft – bedeutende Summen.

Soziale Normen sind schuld
Das Littering ist ein Problem des menschlichen Verhaltens. Wenn in der Umgebung Müll herumliegt vermittelt das den Eindruck, dass littern an diesem Punkt akzeptiert ist und dementsprechend zur sozialen Norm gehört. Dies vermittelt einen falschen Eindruck. Jeder sollte dieses Verhalten überdenken. Jeder Einzelne kann durch sein Handeln zu einer sauberen Umgebung beitragen.

Verhalten von Litterer
Es wird allgemein festgestellt, dass es meistens Gruppen von Jugendlichen und einzelne Erwachsene sind, welche den Abfall unbedarft wegwerfen. Grösstenteils wird der Müll in der Nacht weggeworfen, da man sich in der Dunkelheit sicher und wenig beobachtet fühlt. An den Standorten an denen am meisten Müll herumliegt, soll die Schilderaktion die Aufmerksamkeit von potentiellen Litterer provozieren.

Seeufer- und Bachputzete
Die Gemeinde organisiert am Samstagvormittag, 24. Oktober 2015, eine Seeufer- und Bachputzete. Dabei wird die Bevölkerung eingeladen, gemeinsam die Gemeinde vom Müll zu befreien. Was sich alles ansammelt, hat schon einige Teilnehmende beeindruckt und zum Nachdenken gebracht.

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