/// Rubrik: Leserbriefe

Der andere Thurgau(er)

Nein, wir sind nicht immer und überall gleicher Meinung. Ja, auch andere Kandidaten bezeichnen sich als gradlinig, glaubwürdig, unabhängig. (Walo Abegglen, Kreuzlingen)

Trotzdem: Mit Überzeugung wähle ich Klemenz Somm als Ständerat. Weil besagte Eigenschaften für den langjährigen Kantonsrat in hohem Masse zutreffen – was ich mit Nachdruck bezeuge. Weil der andere Thurgau in Bern auch vertreten sein soll: Energiewende ohne Bremsmanöver; Bilaterale Verträge ohne Wenn und Aber; gute Infrastruktur ohne voreilige Kulturland-Zerstörung und Verschleuderung von Milliarden für ein weiteres Gotthardloch. Und weil der Thurgau mehr verdient als eine rein rechts-bürgerliche Standesvertretung. «Wir sind fast immer gleicher Meinung», sagt Roland Eberle mit Blick auf Brigitte Häberli.

Kommt hinzu: Was die schweizerische SVP-Führung lange an Gehässigkeit und Populismus als mediale Druckwelle durch’s Land jagte, ist unverdaulich. Im Führerstand der SVP-Dampfwalze millionenschwere Propaganda und Polemik, währenddessen Passagiere und Trittbrettfahrer schweigen – und profitieren. Dass sich prominente SVP-Politiker wie Eberle nur halbherzig abgrenzen, verdaut sich auch nicht immer leicht. Und ja, Volksvertreter sind auch Interessenvertreter, das liegt im Wesen unseres Milizsystems. Bei Roland Eberle ist das für meinen Geschmack etwas gar viel Interessenbindung. Verwaltungsrat bei Axpo (Energie), bei HRS (Bau), Krankenkassen und Spital Thurgau AG etc. Beim Spital-Neubau Frauenfeld, dem wohl teuersten Auftrag, den der Kanton je vergeben hat, hat sich jedenfalls gezeigt, dass der «HRS-Spital-Hut» zum Problem werden kann.

Der andere Thurgau(er) gehört auch in den Ständerat. Wie immer Sie wählen: Setzen Sie bitte Klemenz Somm  auf Ihren gelben Wahlzettel.

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