/// Rubrik: Leserbriefe

Zu den anstehenden Wahlen

Kreuzlingen – Der Strassenverkehr von Kreuzlingen verlangt eine Verbesserung. Von diesem schlechten Verkehrszustand profitiert niemand. Jetzt geht es darum zu erkennen, wer für diesen Zustand verantwortlich ist, darum ist eine gute und sorgfältige Auswahl der Wahlkandidaten nötig. (Text: Beni Merk, Kreuzlingen)

Bei meiner Kritik am Weiterbau der Katastrophe Nord, die von den Grünen als Chance Nord bezeichnet wird, habe ich Einspruch gegen die Erweiterung des Sackgassen-Verkehrssystem im Bereiche Kuhbrunnen-Sternwarte ausgeübt. Diese Strassen sind auf Karten längst als Verbindungsstrecken zwischen Brunnen- und Bernrainstrasse eingetragen und sollen nun als Sackgassen mit Wendeplatz gebaut werden. Dieses System verursacht sinnlosen Umwegverkehr und widerspricht einer dringenden Energiewende. Mein Einspruch wurde abgelehnt und ich soll dem Staat dafür Fr. 650.- bezahlen, obwohl ich eine verfassungsmässig garantierte freie Meinungsäusserung hätte. Dieses Geld würde der Staat wohl dringend benötigen, um weiter Strassenhindernisse zu bauen, die mit Umwegen mehr Energie verbrauchen.

Ich habe mit Christian Neuweiler versucht zu reden, die Antwort war: ich solle mit allen Anwohnern reden, ist das meine Aufgabe oder die der Politiker? Von jeder Person, mit der man darüber redet, bekommt man die Antwort, gegen diesen Unsinn kann man nichts machen, also soll man den Unsinn einfach unwidersprochen akzeptieren.

Die Spange Nord, Verbindung von der Autobahnausfahrt Richtung Bättershausen wurde vom Volk vernünftigerweise angenommen aber von den Grünen, inklusive von Klemenz Somm, verhindert. So müssen Lastwagen, mit Anhänger mühsam bei der Jakobshöhe um die Insel kurven und um einen Felsbrocken, der das Umfahren des Kandelabers verhindern soll.
Vernünftige Bürger wählen darum ehrliche Politiker, z.B. Roland Eberle, der für vernünftige Strassenführung wäre.

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2 thoughts on “Zu den anstehenden Wahlen

  1. Bruno Neidhart

    Dann soll halt der „ehrliche Roland Eberle“ die „vernünftige Strassenführung“ zur Entlastung von Kreuzlingen (und der Region) bauen. Im Klartext: Die komplette Südumfahrung, beginnend an der Autobahnausfahrt Kreuzlingen-Süd, dann die „Sauhüttenspange“ bis „Bäterschhuse“, von da bis möglichst weit über Bottighofen-Münsterlingen-Scherzingen hinaus, garniert mit 3-4 Stichstrasse runter zum See. Na dann mal ran!

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  2. schiesser

    Ist mit der „Spange Nord“ das gemeint, was üblicherweise „Südumfahrung“ oder Oberland-Strasse (OLS) heisst? Wenn ja: Diese Strasse wurde zwar von den Stimmberechtigten angenommen, allerdings mti dem klaren Vorbehalt, dass sie nur gebaut werde, wenn die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) – früher als T14 bekannt – gebaut werde. Diese wiederum sollte ins Bundesstrassennetz aufgenommen werden, damit eben der Bund sie bezahle und nicht der Kanton. Der Bund machte die Aufnahme davon abhängig, dass die Autobahnvignette statt heute 40 dannzumal 100 Franken kosten sollte. Nun, dieses Vorhaben lehnten die Stimmberechtigten ab. Womit die BTS eben keine Bundesstrasse wurde und ihr Bau somit lange aufgeschoben wird. Womit eben auch die OLS nicht gebaut wird. Denn das heutige Verkehrsaufkommen ist für den Bau einer solch teuren Strasse einfach zu gering. Es würde allerdings deutlich ansteigen, würde die BTS gebaut. Für die Entlastung Kreuzlingen würde die OLS sowieso wenig bringen, weil bekanntlich (mehrfach gezählt!) rund 85 Prozent der Verkehrs zwischen Kreuzlingen-Bahnhof und Bottighofen „Hausgemachter“ Ziel-Quell-Verkehr sind. Wer aber von Kreuzlingen ach Bottoghofen oder Scherzingen will, der wird kaum erst auf eine Südumfahrung wechseln, die ihn dann erst in Münsterlingen wieder an den See lässt. Übrigens haben – vor der Abstimmung – die Umweltverbände mindestens zweimal Lösungen fürs Thurtal vorgeschlagen, die auf den Bau einer völlig neuen Trasse verzichtet, aber die Ortschaften entlastet hätten. Die wollten weder der Regierungsrat (zu dem – zumindest beim ersten Vorschlag noch – Roland Eberle gehörte) noch der Grosse Rat. Die erste Regierungsvariante fiel beim Volk durch und mit der zweiten eilt’s dem Bund nicht. Genau diese Entwicklung hatten damals die Grünen, die Umweltverbände und die SP vorhergesagt….

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