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HSC Kreuzlingen gewinnt Spitzenkampf diskussionslos

Handball – Drei Spiele, drei Siege. Die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen haben ihre weisse Weste mit einem deutlichen 34:27 (15:9)-Auswärtserfolg im Spitzenkampf der Runde beim SV Fides St. Gallen bewahrt. (Markus Rutishauser)

(Archivbild: Gaccioli)

(Archivbild: Gaccioli)

Unter ihrem neuen Trainer Andy Dittert bleiben die Kreuzlinger ohne Punktverlust. Neben den drei Meisterschaftssiegen schaffte der HSCK auch im Schweizer Cup den Vorstoss in die Hauptrunde, wo er diesen Dienstag, um 20.30 Uhr, in der heimischen Sporthalle Egelsee gegen den gleichklassigen KTV Muotathal um den Einzug in die 1/16-Finals kämpft. Ein spannender Vergleich, liegen die Innerschweizer in der Gruppe 2 doch ebenfalls noch ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Olten.

Dittert zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft in St. Gallen über weite Strecken zufrieden. «Sie hat in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt, kassierte dann allerdings nach der Pause aufgrund einer ungenügenden Beinarbeit zu viele Strafen», so der österreichische Rekordtorschütze. «Ich will nun aber nicht Erbsen zählen,» räumte der 47-Jährige im gleichen Atemzug ein. Insgesamt sei man als homogene Mannschaft aufgetreten, in der alle ihren Teil zum wichtigen Auswärtssieg beigetragen hätten. «Es ist für einen Trainer positiv, auf ein so grosses und ausgeglichenes Kader zurückgreifen zu können. So konnte ich allen Spielern genügend Einsatzzeit geben, ohne dass ein Bruch in unserem Spiel festzustellen gewesen wäre.» Dittert wäre aber nicht Dittert, wenn er trotz des deutlichen Erfolges beim ambitionierten SV Fides nicht weiteres Verbesserungspotenzial gesehen hätte: «Es gibt in vielen Bereichen immer noch Luft nach oben, deshalb wollen und müssen wir zwingend seriös weiterarbeiten.»

Startschwung mitgenommen
Für die St. Galler war es eine bittere Erfahrung. Aufgrund der Teilnahme an der Aufstiegsrunde im Frühjahr und namhaften Neuverpflichtungen im Vorfeld als Aufstiegskandidat gehandelt, kassierten sie gegen den NLB-Absteiger aus der Grenzstadt im dritten Spiel bereits die zweite Niederlage. Und diese fiel doch überraschend deutlich aus. Kreuzlingen war von Beginn besser, führte schnell mit 5:1 (7.) und liess das Team von Spielertrainer Alex Usik (ex-St. Otmar St.Gallen/NLA) in der Folge nie mehr auf Augenhöhe kommen. Vom 6:8 zogen die Thurgauer mit fünf Treffern in Serie wegweisend davon.

An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts, obschon die Kreuzlinger wegen Strafen total zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten. Fides fand aber kein probates Mittel, um den 9:15-Pausenrückstand abtragen zu können und den HSCK doch noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Näher als bis auf vier Tore kamen die Gastgeber nie mehr heran. Als beste Werfer im Kreuzlinger Dress etablierten sich der erst 19-jährige Rechtsaussen Jonas Heim mit zehn Toren aus zwölf Versuchen und Routinier Milan Kozak mit sieben Toren.

Nochmals auswärts
Für die Kreuzlinger geht die 1.-Liga-Meisterschaft am Samstag, 17. Oktober, weiter. Am 4. Spieltag treffen die Grenzstädter auswärts auf das ebenfalls stark gestartete Appenzell (4:2 Punkte). Das nächste Heimspiel bestreitet der HSCK eine Woche später. Dabei empfängt er im mit Spannung erwarteten Kantonalderby den SC Frauenfeld, für den sein ehemaliger NLB-Goalgetter Oliver Schoof auf Torejagd geht.

SV Fides St. Gallen – HSC Kreuzlingen 27:34 (9:15)
Kreuzbleiche. – 120 Zuschauer. – Sr. Bartholet/Spielmann.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen St. Gallen, 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

St. Gallen: Buff/Kappenthuler; Bruggmann (5/2), Hörler, Scherrer (4), Misteli (6/1), Michalczak (1), Bamert (1), Huber (2), Usik (2), Gunziger, Kempter, Bernhard, Lieberherr (6).

Kreuzlingen: Glatt/Perazic; Major (1/1), Fazekas (1), Briegmann (2), Schweikhardt, Heim (10), Kappenthuler (2), Fekete (4), Juhasz (4), Göhringer, Gyuris (3), Kozak (7).

Penaltystatistik: St. Gallen 3 von 4, Kreuzlingen 1 von 1.

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