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Seemuseum hat neue Leiterin

Kreuzlingen – Ursula Steinhauser (30) ist neue Leiterin des Kreuzlinger Seemuseums. Die Archäologin tritt damit die Nachfolge von Walo Abegglen an.

Jürg Schlatter begrüsst Ursula Steinhauser als neue Leiterin. (Bild: Thomas Martens)

Jürg Schlatter begrüsst Ursula Steinhauser als neue Leiterin. (Bild: Thomas Martens)

Der Stiftungsrat hat Ursula Steinhauser am Mittwoch vergangene Woche einstimmig gewählt. Sie tritt ihre neue Stelle am 19. Oktober an, zunächst in einem 40 Prozent-Pensum, ab 2016 dann mit 70 Prozent. Der bisherige Leiter, Walo Abegglen, wird ihr in der Einarbeitungszeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Stiftungsratpräsident Jürg Schlatter freut sich, dass eine kompetente und vielseitige Nachfolgerin gefunden wurde und damit Kontinuität gewährleistet ist. Mehr als hundert Bewerbungen seien eingegangen: «Wir waren überrascht von der Resonanz.»  Ausschlaggebend für Steinhauser war ihr wissenschaftlicher Hintergrund als Archäologin und ihre bereits zehnjährige Tätigkeit in verschiedenen Museen, zuletzt im Museum für Urgeschichte(n) in Zug als Leiterin der Museums-pädagogik. «Die Museumsarbeit ist eine Herzensangelegenheit von mir», sagt Steinhauser zu ihrer Motivation. Darüber hinaus reize sie die breite Aufstellung des Seemuseums mit vielen verschiedenen Bereichen.

Steinhauser tritt ihre Stelle in einer Übergangszeit an. Jürg Schlatter wies darauf hin, dass in Kreuzlingen ein Museumskonzept erarbeitet werde. Neben dem Seemuseum würden auch Museum Rosenegg und Sternwarte/ Planetarium bald vor einem Leitungswechsel stehen. «Die Zeit der Freiwilligkeit ist vorbei», ist Schlatter überzeugt. Ohne hauptamtliche Kräfte werde es in Zukunft nicht mehr gehen, was aber eine solide Finanzierung erfordere. Für das Seemuseum rechnet er mit einer Verdoppelung des bisherigen jährlichen Zuschusses von 60000 Franken. «Zudem wünschen wir uns eine Leitung im 100 Prozent-Pensum.»

Für Optimierungen im Café, bisher ein Provisorium, Büro und Gewölbekeller sind in den nächsten Jahren Investitionen von 500000 Franken vorgesehen.

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