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Gegen Sklaverei einschreiten

Konstanz – Dem weltweiten Aufruf, beim «Walk for Freedom» gegen Menschenhandel aufzustehen, folgen am 17. Oktober auch Menschen aus Konstanz und der Schweizer Grenzregion.

Hunderte Teilnehmerinnen setzen beim jährlichen Konstanzer Walk for Freedom ein Zeichen gegen Menschenhandel. (Bild: Veranstalter)

Hunderte Teilnehmerinnen setzen beim jährlichen Konstanzer Walk for Freedom ein Zeichen gegen Menschenhandel. (Bild: Veranstalter)

Für die Freiheit anderer laufen, das ist das Ziel. «Mit unserer Arbeit unterstützen wir die Organisation ,The A21 Campaign’, die sich weltweit gegen Menschenhandel einsetzt und dieses Jahr zum zweiten Mal den Walk for Freedom, einen ,Lauf für Freiheit’, initiiert», sagen Ben und Barbara Stark, Leiter der Aktionsgruppe Kehrtwende 21, die den Konstanzer Walk organisiert. Die Veranstaltung lenke die Aufmerksamkeit auf die 27 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die heute immer noch in Sklaverei gefangen seien.

Der Walk for Freedom am 17. Oktober findet weltweit und in acht deutschen Städten zeitnah zum EU-Tag gegen Menschenhandel (18. Oktober) statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich Menschen aus mehr als 17 verschiedenen Ländern. Auch in Konstanz gingen 2014 Hunderte auf die Strasse. Auch Teilnehmer aus der Schweizer Grenzregion beteiligten sich.

Das Besondere am Walk for Freedom: Frauen in hohen Schuhen, schwarzer Kleidung und Schirmen laufen in einer Reihe hintereinander durch die Stadt. «Die Absatzschuhe stehen symbolisch dafür, dass es sich bei einem grossen Teil der in Sklaverei gehaltenen Menschen um Frauen handelt, die zur Prostitution gezwungen werden», sagt Barbara Stark.
«Während die Frauen laufen, verteilen wir Männer begleitend Informationen über Menschenhandel an die Passanten und beantworten Fragen», ergänzt Ben Stark. Ein grosser Teil der Aufmerksamkeit werde durch die Berichterstattung und das Teilen von Fotos, Videos und Informationen über Soziale Medien erreicht.

Vielen Menschen sei das Problem nicht bewusst. «Moderne Sklaverei ist eine weltweite Realität, die jeden Kontinent und fast jede Wirtschaftsstruktur betrifft. Um etwas zu verändern, muss zunächst Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen werden», betont Barbara Stark. Durch den Walk for Freedom will A21 den Diskurs anregen, um weltweit die Möglichkeiten zur Versorgung von Opfern und die Strafverfolgung der Täter zu verbessern.

A21-Gründerin Christine Caine: «Der Walk for Freedom spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Menschenhandel. Es geht darum, Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeit zu lenken, die durch Menschenhandel geschieht und Menschen zu bewegen, etwas dagegen zu tun. Gemeinsam können wir die Opfer retten, wiederherstellen und ihnen ihr Leben zurückgeben.»

In diesem Jahr gibt es wieder an vielen Orten die Möglichkeit, selbst «Schritte für die Freiheit anderer zu gehen» – weltweit und auch in Konstanz.

Teilnehmen!
A21 ruft weltweit zum Walk for Freedom am Samstag, 17. Oktober, auf. Treffpunkt in Konstanz: 12.30 Uhr Inselgasse/Ecke Gerichtsgasse. Dauer ca. 1,5 Stunden. Organisator: Die Aktionsgruppe Kehrtwende 21. Sie wird von Kirchengemeinden aus der Region unterstützt. Kostenfreie Anmeldung unter: info.walkforfreedom@gmail.com (Bitte Namen, Adresse und Geburtsdatum angeben). Walk-for-Freedom-Schirme gibt es gegen eine Spende von 10 Euro vor Ort zu kaufen. Dresscode: schwarze Kleidung und (wenn möglich) Absatzschuhe oder Stiefel. Weitere Infos zum Walk (auf Englisch): www.a21.org/walk

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