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Gedenkstunde an Deportationswaggons

Konstanz – Vor 75 Jahren klingelten Konstanzer Polizeibeamte und Gestapomänner an den Türen jüdischer Bürger, um sie zur Deportation abzuholen: 112 Konstanzer Juden wurden deportiert, zwei Jahre später kamen die letzten acht hier verbliebenen jüdischen Bürger in die Vernichtungslager.

Zwei Reichsbahnwaggons als "Mahnmal der Deportation" der badischen Juden vor 75 Jahren. (Bild: zvg)

Zwei Reichsbahnwaggons als «Mahnmal der Deportation» der badischen Juden vor 75 Jahren. (Bild: zvg)

Zur Erinnerung an diese 120 Bürgerinnen und Bürger und an die erste planmässige Deportation deutscher Staatsbürger in ein Lager veranstalten Rosgartenmuseum, der junge jüdische Verein «Jewlike» und die Initiative Stolpersteine am 22. Oktober, 19 Uhr, im Bahnareal Klein Venedig (nahe Lago-Brücke) eine Gedenkstunde an zwei originalen Deportationswaggons von 1940. Die Bahn Stiftung und die Deutsche Bahn AG tragen als Sponsoren einen Teil der Sachkosten des Projekts mit.

Sprechen werden Museumschef Tobias Engelsing und Vadim Schuhmann von «Jewlike», ausserdem wird Rabbiner Stern das Totengebet Kaddisch beten. Zuvor findet um 18 Uhr an der Gedenkstele neben der Dreifaltigkeitskirche eine Mahnwache der Initiative Stolpersteine statt. Vom 20. Oktober bis einschliesslich 1. November sind die Waggons und eine darin installierte Ausstellung über die damaligen Ereignisse täglich von 10 bis 18 Uhr kostenlos zu besichtigen. Für Schulklassen werden besondere Führungen angeboten (Tel. 0049 753 900 851, lisa.foege@konstanz.de)

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