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Ausgesetzte Hühner: Täter ermittelt

Weinfelden – Die Kantonspolizei Thurgau hat einen 23-jährigen Schweizer ermittelt, der am vergangenen Wochenende in Happerswil 150 Hühner ausgesetzt hatte. Laut Veterinäramt besteht kein Verdacht mehr auf Tierseuchen. (Kapo TG/ Infodienst Thurgau)

Zirka 140 Hühner wurden im Wald ausgesetzt. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Zirka 140 Hühner wurden im Wald ausgesetzt. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung überprüfte die Kantonspolizei Thurgau einen in Weinfelden wohnhaften, 23-jährigen Schweizer. An seinem Wohnort, einem Einfamilienhaus, konnten am Mittwochnachmittag leere Futtergefässe, Hühnermist sowie weitere belastende Gegenstände sichergestellt werden.

Im Kellergeschoss wurde ein eingerichteter Hühnerstall festgestellt. Das Veterinäramt des Kantons Thurgau wurde bei der Kontrolle dieser Räumlichkeiten beigezogen. Zudem fand die Kantonspolizei Thurgau im selben Haus eine Indoor-Hanf-Anlage.

Der 23-Jährige wurde festgenommen. Anlässlich einer ersten Befragung gab er zu, die Hühner im Wald in Happerswil ausgesetzt zu haben. Wie er in den Besitz der Hühner gelangt war und wieso er sie in Happerswil ausgesetzt hatte, ist Gegenstand der weiteren Abklärungen. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat gegen den Mann eine Strafuntersuchung eröffnet.

Bei den Hühnern bestand Verdacht mehr auf Tierseuchen. Das Veterinäramt gab heute Entwarnung:

Die Untersuchungsergebnisse bei den in einem Waldstück zwischen Happerswil und Buch am 12. Oktober 2015 ausgesetzten Mastpoulets sind vorliegend und negativ. Es kann somit bezüglich der Newcastle-Erkrankung entwarnt werden.

Der Zustand der Mastpoulets ist grundsätzlich zufriedenstellend. Sie sind weiterhin an dem Ort, wo sie vorsorglich untergebracht wurden. Die mit der amtstierärztlichen Überwachung beauftragten Tierärzte mussten aber im Laufe dieser Woche bereits vier Tiere einschläfern. Diese Tiere zeigten so schwere Probleme am Bewegungsapparat, dass sie erlöst werden mussten.

Das Veterinäramt verweist an dieser Stelle nochmals darauf, dass es sich bei den Tieren um Mastpoulets handelt, deren Genetik eine weitere Haltung nach Erreichen der Schlachtreife aus Tierschutzgründen höchst fragwürdig erscheinen lässt.

Das weitere Vorgehen ist abhängig von den laufenden, polizeilichen Ermittlungen.

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