/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Fragen um Integration

Bottighofen – Nachdem vergangene Woche in einem Brief anonym Vorwürfe gegen die Bottighofer Schulbehörde, allen voran Schulpräsident Michael Thurau, erhoben wurden (wir berichteten), erreichte uns diese Woche erneut ein Schreiben unbekannter Absender mit der Überschrift «Schule Bottighofen – was ist da los?».

(Bild: tm)

(Bild: tm)

Der oder die Verfasser hinterfragen hier die Integration des Sohnes von Michael Thurau in den Kindergarten. Vom Kind sollen immer wieder Aggressionen gegenüber anderen Kindern ausgehen, was nicht zu akzeptieren sei. Letztlich wird die Kündigung des Schulleiters damit in Zusammenhang gebracht und folgende Frage aufgeworfen: «Wollte er vielleicht die Integration des Kindes als nicht gelungen abbrechen oder sie zumindest überprüfen?»

Die Schulbehörde möchte sich aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht dazu äussern. Thurau liess aber wissen, dass er zu Fragen seinen Sohn betreffend immer in Ausstand getreten sei. Bottighofen sei schon lange eine integrative Schulgemeinde, auch vor seiner Zeit: «Kein Kind in Bottighofen muss in eine Sonderschule.» Ziel sei die wohnortnahe Betreuung im gewohnten Umfeld mit Familie und Freunden. Zwei Kinder machen derzeit davon Gebrauch.

Wie Sandra Bachmann, Leiterin der Abteilung Schulevaluation und Schulentwicklung beim kantonalen Amt für Volksschule, mitteilte, wurden voriges Jahr im Thurgau 118 Kinder in der Regelschule integrativ beschult, in insgesamt 53 von 90 Schulgemeinden. Jede könne mit Rücksicht auf die lokalen Begebenheiten und die individuelle Situation des Kindes im Einzelfall selbst darüber entscheiden.

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