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Der Kreis schliesst sich

Kreuzlingen – Der Neubau des Alterszentrums Kreuzlingen samt Demenzabteilung und Tiefgarage wurde fertiggestellt. Heute Abend erfolgt die Schlüsselübergabe an die Bewohner, am Sonntag ab 11 Uhr ist die Öffentlichkeit zur Besichtigung eingeladen.

Carl Ruch, Präsident des Alterszentrums Kreuzlingen, im neu gepflanzten Demenzgarten. Die Bauten darumherum fliessen nahtlos ineinander über: Rechts das 1976 eröffnete Altersheim, in der Mitte der 2001 eingeweihte Verbindungsbau und links der nun fertiggestellte Neubau. (Bild: ek)

Carl Ruch, Präsident des Alterszentrums Kreuzlingen, im neu gepflanzten Demenzgarten. Die Bauten darumherum fliessen nahtlos ineinander über: Rechts das 1976 eröffnete Altersheim, in der Mitte der 2001 eingeweihte Verbindungsbau und links der nun fertiggestellte Neubau. (Bild: ek)

«Fünfeinhalb Jahre ist es her, dass die Genossenschaft den Kredit für den Neubau bewilligt hat», erinnert sich Carl Ruch, Präsident des Alterszentrums Kreuzlingen zurück. Die Freude über dessen Fertigstellung ist ihm und Geschäftsführerin Anna Jäger anzusehen. Immer wieder kam es zu Verzögerungen und Planänderungen, nun sind die Tiefgarage, die 17 Zimmer der Demenzabteilung, die 40 Pflegezimmer und fünf Zwei-Zimmer-Wohnungen bereit für den Einzug. 20 Millionen Franken hat das Bauvorhaben schlussendlich gekostet, eine Million mehr als ursprünglich geplant. Mit dem Nachkredit über eine Million Franken für einen zusätzlichen Landkauf und Brandschutzmassnahmen sei nun eine optimale Lösung entstanden, so Ruch. Nach dem am 22. September die Baubewilligung erfolgte, ging es «Schlag auf Schlag». Bei den Bautätigkeiten kam es zu keinen nennenswerten Verzögerungen, sodass am Freitag, 23. Oktober, die Schlüsselübergabe und die offizielle Eröffnung gefeiert werden kann. Am Sonntag, 25. Oktober, besteht für die Öffentlichkeit von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit, den Bau mit Führung zu besichtigen.

«Emotionaler Lupf»
Auch die Heimbewohner sind gespannt auf den Umzug, berichtet Geschäftsführerin Anna Jäger. «Anfangs seien einige noch ängstlich und unsicher gewesen, nun überwiegt aber der Optimismus», so Jäger. Auch für die Mitarbeiter sei es ein intensiver und «emotionaler Lupf», der jedoch «gut kommt».

Aus Alters- wird Pflegeheim
Als nächstes Bauvorhaben steht der Umbau des ursprünglichen Altersheims in ein Pflegeheim an. Bereits 2009 hat das Thurgauer Gesundheitsamt angemahnt, dass die Zimmer nicht mehr zeitgemäss seien. «Eigentlich hätten wir laut Kanton die Renovation zuerst anpacken sollen», so Ruch. Dennoch haben sich der Vorstand und auch die Genossenschaft dazu entschieden, erst den Neubau fertigzustellen. Nun besteht die Möglichkeit, den Heimbewohnern eine Alternative anzubieten. Denn eine Weiterführung des Betriebs während der Umbauarbeiten sei unrealistisch. «Die Treppe inmitten des Hauses wird abgerissen und alle Nasszellen ausgewechselt», so Ruch, «dabei hätte niemand seine Ruhe gehabt.» Das Ende der Umbauarbeiten ist auf Anfang 2017 geplant.

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