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Harterkämpfte Derbypunkte für HSC Kreuzlingen

Handball – In einem spannenden Thurgauer Erstligaderby bezwang der HSC Kreuzlingen den SC Frauenfeld vor 350 Zuschauern mit 33:30 (16:14).

SCHWEIZ HANDBALL HERREN 1. LIGA«Gewonnen ist gewonnen!», dürfte sich Kreuzlingens Trainer Andy Dittert nach dem Schlusspfiff gesagt haben, obschon die Leistung seiner Mannschaft nur phasenweise jenes Niveau erreicht hat, das er von ihr abverlangt. Ausschlaggeben für den Heimsieg der Gastgeber war die grössere Breite des Kaders und die bessere Torhüterleistung. Während die Hafenstädter zum Spitzentrio mit jeweils 8:2 Punkten zählen, kann Frauenfeld mit seinem Saisonstart (4:6 Punkte) nicht zufrieden sein.

Auf Augenhöhe
Mit der Startviertelstunde durfte Trainer Dittert durchaus zufrieden sein. Seine Mannschaft dominierte die zu fehleranfälligen Gäste mehrheitlich und zogen nach dem 3:3 (8.) bis auf 8:4 weg. Nach einem ersten Time-out schien Frauenfeld den roten Faden aber gefunden zu haben. Angeführt von seinen ehemaligen Nationalliga-Spielern Oliver Schoof, Flavio Müller und Mulele Kipili trugen sie den Rückstand innerhalb von nur sieben Minuten zum 9:9 ab. Dass Kreuzlingen trotzdem mit einer 16:14-Führung in die Pause gehen konnte lag primär daran, dass sie in den Spezialsituationen (numerische Unter-/Überzahl) abgeklärter agierten.

Beruhigende Wirkung hatte der Halbzeitvorsprung allerdings keine auf das Spiel der Kreuzlinger. Schoof und Kipili sorgten mit ihrer individuellen Klasse mit zwei Unterzahltoren dafür, dass die Gastgeber sich zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht absetzen konnten. Die Kantonsrivalen bewegten sich fortan auf Augenhöhe. Zwar lagen die Frauenfeld mehrheitlich zurück, doch als ihnen Mitte der zweiten Halbzeit zweimal der Führungstreffer gelang, hätte die Partie auch kippen können. Mit zwei Strafen innerhalb von nur zwölf Sekunden brachten sich die Hauptstäder aber gleich wieder selbst um die Früchte ihrer Angstrengungen. Der HSCK packte die Chance beim Schopf und legte trotz vergebenem Penalty wieder auf 28:25 (52.) vor, wobei Neuzugang Gergö Fazekas zwei herrliche Treffer gelangen. In den Schlussminuten dieses Derbys liess das Dittert-Team nichts mehr anbrennen und rettete sich mehr oder weniger souverän über den Zielstrich. Beim Kreuzlingen zeichneten sich Aussenspieler Jonas Heim (7) sowie Milan Kozak und Kreisläufer Patrick Gyuris (je 6) als erfolgreichste Werfer aus, bei Frauenfeld waren es Liga-Topskorer Oliver Schoof (8) sowie Mulele Kipili und Marcel Müller (je 6).

Je zwei Heimspiele
Für den HSC Kreuzlingen steht diesen Dienstag (20.00 Uhr) das Cup-Heimspiel gegen den NLA-Club GC/Amicitia Zürich auf dem Programm, bevor am nächsten Samstag (18.00 Uhr) das 1.-Liga-Programm gegen die SG Seen Tigers Winterthur (6. Tabellenplatz) fortgesetzt wird. Der SC Frauenfeld empfängt im Cup am Freitag (20.45 Uhr) den NLB-Absteiger CS Chênois Genf und greift erst am 7. November mit dem Heimspiel gegen die SG Wetzikon wieder ins Meisterschaftsgeschehen ein.

HSC Kreuzlingen – SC Frauenfeld 33:30 (16:14)
Egelsee. – 350 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld.
Kreuzlingen: Glatt (Lesko); Schweikhardt (2), Göhringer, Briegmann (3), Heim (7), Kappenthuler, Fekete (1), Gianotti, Juhasz (3), Major, Gyuris (6), Kozak (6/1), Fazekas (5).
Frauenfeld: Kuoni/Flachmüller; Hasanovic (1), Müller (6/2), Reimann (2), Tschirren, Schoof (8/4), Covi, Gessler, Rohner (1), Kipili (6), Müller (5), Berchtold, Gremlich (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1/1, Frauenfeld 6/7.

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