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Weihnachtsgeschenk mit hoher Lebensdauer

Hohenrain/Wäldi – Als Trittsponsor können Gönner dazu beitragen, den Napoleonturm wiederaufzubauen. Der Förderverein jedenfalls freut sich über jeden Zustupf, um bis Ende Jahr die benötigten 875'000 Franken für sein Projekt zusammenzubekommen. Gelingt das nicht, bläst er das Vorhaben im Frühjahr ab.

Sammeln derzeit Spenden für den Wiederaufbau des Napoleonturms auf Hohenrain bei Wäldi: Markus Thalmann (l.) und Karl Möckli. (Bild: sb)

Sammeln derzeit Spenden für den Wiederaufbau des Napoleonturms auf Hohenrain bei Wäldi: Markus Thalmann (l.) und Karl Möckli. (Bild: sb)

Die Finanzierung des Napoleonturms Belvedere auf Höhenrain bei Wäldi geht in die letzte Runde. Von der benötigten Bausumme konnten die Aussichts-Aktivisten bereits 38 Prozent – rund 326’000 Franken – auftreiben. Davon sind über 130’000 von den direkt und indirekt an Wäldi anstossenden Gemeinden. Tägerwilens Gemeindepräsident Markus Thalmann ist Vize-Präsident des Fördervereins und hat hier fleissig geweibelt. Von 19 Gemeinden bewegte er 17 zum Mitmachen.

67 Personen haben bisher eine Stufe der Aussichtsturmtreppe für eine Summe von 1000 Franken gesponsort. Ausserdem setzt sich der Betrag aus den Beiträgen der bereits 20 Mitglieder des Hunderter-Clubs zusammen. Maximal 100 Personen leisten hier mit maximal 5000 Franken einen speziellen Beitrag und bekommen dafür extra Leistungen. 28’000 Franken kamen durch freie Spenden in den Topf. Die zugesagten Spenden werden fällig, wenn der Erfolg des Projekts feststeht.

«Noch fehlt ein Hauptsponsor, wir sind aber in Gesprächen», erklärt der Präsident des Fördervereins, Karl Möckli. Dieser soll mindestens 100’000 Franken, wenn es geht 150’000 Franken berappen. Auch einen Antrag an den Lotteriefonds hat der Verein gestellt. «Dazu mussten wir ein Konzept einreichen und zeigen, wie der Turm auch zu Lernzwecken dienen kann», so Möckli.

So soll der Neubau einmal aussehen. (Bild: zvg)

So soll der Neubau einmal aussehen. (Bild: zvg)

Aussichts- und Lernturm
Besucher lernen die Geschichte des 1829 erbauten und 1855 abgerissenen Turms Belvedere kennen. Prinz Napoleon höchstpersönlich hatte damals seine Erstellung angeregt. Aber auch über die Geschichte der Region und ihre Tier- und Pflanzenwelt erfahren sie Wissenswertes. Die Kosten, um Tafeln auf den Zwischenpodesten, auf der Treppe, auf der Aussichtsplattform und im Turmeingang anzubringen, betragen rund 30’000 Franken und sind in den Gesamtkosten enthalten.

«Der Lotteriefonds wird einen Beitrag sprechen», ist Markus Thalmann überzeugt. Trotzdem hat der Förderverein noch einen weiten Weg vor sich, um die Finanzierung zu sichern. «Wir wollen bis Ende Jahr 60 Mitglieder im Hunderter-Club und 100 Stufen vergeben haben», definiert er das Ziel. Im persönlichen Gespräch wollen die Mitglieder des Fördervereins weitere Gönner gewinnen und auch eine Briefaktion ist geplant.

Eine moderne Konstruktion: Der Napoleonturm. (Bild: zvg)

Eine moderne Konstruktion: Der Napoleonturm. (Bild: zvg)

Karl Möckli weiss von einem Mann, der für jeden seiner Enkel eine Stufe des Napoleonturms reservierte. «Eine pfiffige Geschenkidee», findet der Vereinspräsident. Und langlebig: Denn die Konstruktion des Aussichts- und Lernturms sollte länger als das Original (26 Jahre) halten. 34 Meter ist er hoch, die Treppenkonstruktion besteht aus verzinktem Stahl mit 200 hölzernen Stufen, oben bietet eine 30 Quadratmeter grosse Panoramaplattform Platz für bis zu 50 Personen. Einzelne Komponenten wie die Holzlamellen der Verkleidung sind austauschbar. Wenn das Projekt gelingt, wird der Föderverein den Turm unterhalten, sagt Thalmann. «Der Turm wird jeden Tag kontrolliert, alle fünf Jahre soll eine grosse Kontrolle betreffend der Sicherheit stattfinden.»

Infos: napoleonturm.ch

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