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Schule will Steuern senken

Kreuzlingen – Auch die Schule Kreuzlingen beteiligt sich am Konzert der Steuersenkungen. Sie schlägt eine Reduktion um drei Prozent vor.

Finanzchefin Susanne Burgmer und Präsident René Zweifel stellen die Budgets der Schule Kreuzlingen vor. (Bild: Thomas Martens)

Finanzchefin Susanne Burgmer und Präsident René Zweifel stellen die Budgets der Schule Kreuzlingen vor. (Bild: Thomas Martens)

Nachdem die Stadt Kreuzlingen dem Stimmvolk eine Steuerfusssenkung um vier Prozent vorschlägt, könnte der Steuerzahler im kommenden Jahr also um insgesamt sieben Prozent entlastet werden. Eine gemeinsame Absprache sei nicht zu befürchten: «Die Überlegungen dazu sind aber unabhängig davon bereits vor einigen Wochen getroffen worden», versicherte der neue Schulpräsident René Zweifel bei seiner ersten Budgetpräsentation.

Zusammen mit Finanzchefin Susanne Burgmer stellte er am Mittwoch die geplanten Zahlen von Primar- und Sekundarschule vor. Trotz eines geringeren Steuerfusses rechnet die Behörde jeweils mit einem Ertragsüberschuss. Dieser beträgt bei der Primarschule und einem Steuerfuss von neu 44 Prozent (minus zwei) knapp 108000 Franken und bei der Sekundarschule bei 31 Prozent (minus eins) 220000 Franken.

Dies könne nicht zuletzt durch einen wie bisher sparsamen und effizieten Einsatz der Finanzmittel erreicht werden. Aber auch die höhere Steuerkraft pro Einwohner schlage dabei positiv zu Buche. «Wir wollten jeweils mit einer guten schwarzen Null abschliessen», sagte Susanne Burgmer. Mit einer höheren Reduktion würde man über kurz oder lang in die Verlustzone geraten. So könne das Eigenkapital aber geschont werden.

Mit dem Gesamtsteuerfuss von 75 Prozent sei die Schule Kreuzlingen weiterhin unter den drei steuergünstigsten Schulgemeinden im Thurgau (der Durchschnitt liegt bei 95 Prozent). Weiter vorne sind lediglich Bottighofen (nur Primarschule) und Ermatingen.

Finanzausgleich tut weh
Grosse Sorgen mache aber weiterhin der kantonale Finanzausgleich.   Während der Aufwand bei der Primarschule mit 1,8 Millionen Franken noch verkrafbar scheint, muss Kreuzlingen bei der Sekundarschule 630000 Franken mehr als im Vorjahr an andere Thurgauer Schulgemeinden abführen. Insgesamt wird das Budget und damit der finanzielle Handlungsspielraum hier um 6,3 Millionen Franken belastet. Grund ist, dass der Anstieg der Schülerzahlen in der Schulgemeinde mit Kreuzlingen, Bottighofen und Lengwil-Oberhofen nicht mit dem der Steuerkraft Schritt halten kann. «Das tut weh, uns sind aber leider die Hände gebunden», muss René Zweifel zähneknirschend hinnehmen.

Auf der einen Seite erfreulich, auf der anderen problematisch ist der prognostizierte Zuwachs an Schülern in den nächsten Jahren. Bei der Primarschule wird bis 2019/2020 mit einem Anstieg von mehr als 200 auf 1547 Kinder gerechnet. «Das wird eine Herausforderung für uns, wir müssen schauen, wo und wie wir sie unterbringen», kündigt Zweifel an.

Beim Thema Ganztagesschule läuft bereits die Pilotphase bis Mitte 2016. Mittlerweile wurden auch die Folgekosten bekannt. Wie Zweifel auf Anfrage mitteilte, zahle die Schule künftig 240000 Franken, davon 120000 als Barmittel, die Stadt rund 450000 Franken. Vorausgesetzt, das Stimmvolk nimmt die Vorlage am 10. April 2016 an.

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