/// Rubrik: Stadtleben

Chogebach soll entschärft und erlebbar werden

Kreuzlingen – Stadtrat Ernst Zülle und Ruedi Wolfender vom Departement Gesellschaft informierten die Mitglieder des Quartierverbands Kurzrickenbach über die geplanten Sanierungsarbeiten am Chogenbach.

Der Hochwasserschutz soll verstärkt und der Zugang zum Chogebach verbessert werden. (Bild: Bauverwaltung)

Der Hochwasserschutz soll verstärkt und der Zugang zum Chogebach verbessert werden. (Bild: Bauverwaltung)

«Die Ziele der Sanierung sind eine Aufwertung des Dorfkerns von Kurzrickenbach, eine höhere Erlebbarkeit  und ein verbesserter Hochwasserschutz», stellte Ernst Zülle, Leiter des Departemens Bau, die in den kommenden Jahren geplanten Umbauarbeiten am Chogenbach vor. Dieser entspringt aus dem Lengwiler Weiher (welcher zu Kreuzlingen gehört), fliesst teils offen, teils unterirdisch durchs Quartier Kurzrickenbach und mündet beim Schwimmbad Hörnli in den Bodensee.

Der Zeitpunk dafür sei ideal, da Bund und Kanton zurzeit grosse Teile der Kosten übernehmen. Eine vom Kanton erstellte Hochwasserschutzkarte biete dafür die Grundlage. So berge z.B. die Schwimmbadstrasse ein hohes Gefahrenpotential für eine Überschwemmung.

Campingplatz macht Platz
Die heiklere Aufgabe bei den Vorbereitungen fiel Ruedi Wolfender vom Departement Gesellschaft zu. Da auch das Delta des Chogenbachs beim Zufluss in den Bodensee aufgewertet wird, ist vor allem der Campingplatz Fischerhaus stark von den Umbauarbeiten betroffen. «Mit rund 28000 Übernachtungen der grösste Tourismusbetrieb in der Region», zeigte Wolfender auf, welchen es auf alle Fälle zu halten gelte. Teils seien von den Massnahmen Wohnwagenplätze betroffen, welche bereits in der dritten Generation gehalten werden. 23 solcher festen Plätze mussten verschoben werden, neu entstehen 20 temporäre Plätze. Auch eine 300 Quadratmeter grosse Zeltwiese ist geplant.

Auf heftige Ablehnung stiess das Vorhaben bei Kurt Köstli, dem Gründer des Schwimmbads Hörnli. Für ihn seien die geplanten Massnahmen  «ein Irsinn» und eine Verschwendung von Steuergeldern. Ein Votum, welches Stadtrat Zülle so nicht im Raum stehen lassen wollte: «In den letzten Jahren hatten wir Glück bezüglich Hochwasser. Falls es uns doch einmal trifft, können an einem Tag Schäden in Millionenhöhe entstehen, wie das Beispiel aus Kradolf vom vergangenen Juni zeigt.»

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