/// Rubrik: Leserbriefe

Keine Sternstunde des Gemeinderats

Kommentar – Dass der Gemeinderat einem erfolgreichen Jungunternehmer «mit sozialer Ader» (Thurgauer Zeitung) den Baurechtsvertrag verweigert, ist ärgerlich.

Zum Artikel «Zurück auf Los».

Erstens kehrt jetzt eine gut laufende Firma Kreuzlingen den Rücken. Zweitens verlottert der Bahnhof vorerst weiter vor sich hin. Zusätzlich sorgt die Art und Weise, wie dies geschah, für Kopfschütteln. Eine solche glatte Abfuhr (28:5) offenbart ein grosses Kommunikationsdefizit zwischen Stadt- und Gemeinderat. Ein so klares Ergebnis, nachdem vom Baurechtspartner ein fünfstelliger Betrag in die Planung investiert wurde, lässt darauf schliessen, dass die Zustimmung fürs Geschäft schon von Anfang an nicht besonders gross war. Das hätte man spüren müssen.

Dann das ominöse Votum der SVP, Fraktionsmitglieder hätten ein Problem mit der Person Miller: Was ist das denn für ein Benehmen, derart auf den Mann zu spielen, ohne Handfestes vorbringen zu können? Wenn, wie dagegen die SP bemängelte, formelle Sachen am Vertrag nicht stimmten, wäre eine Rückweisung die richtige Reaktion gewesen. Wer in Zukunft am Stadtrat mangelnde Wirtschaftsförderung kritisiert, sollte an diese Sternstunde des Gemeinderats erinnert werden.

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One thought on “Keine Sternstunde des Gemeinderats

  1. Bruno Neidhart

    Wenn eine Firma nur wegen eines „verlotterten Bahnhofs“, den sie nun anscheinend nicht bekommt, Kreuzlingen verlassen sollte, ist wohl allgemein viel politische Emotion im Spiel gewesen – von mehreren Seiten! Es müsste doch möglich sein, in der Stadt für dieses Unternehmen einen anderen, sogar weniger verlotterten Hort zu finden – eine simple, wirtschaftsfördernde Angelegenheit. Wäre doch gelacht, fände man keine zweckmässige Lösung für alle Beteiligten. Vielleicht sogar eine bessere. Auf gehts!

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