/// Rubrik: Leserbriefe

Oh müdes Kreuzlingen – wohin des Weges?

Leserbrief – Die Blätter fallen von den Bäumen, die Tage werden kürzer, die Menschen bleiben lieber in den Häusern und ruhen sich aus. Die Zeit steht so zu sagen still. Sollte die Steuersenkung durchkommen, dann passt es wunderbar in dieser Zeit, wo sich Mensch und Natur ausruhen.

Ich will aber nicht still stehen, sondern ein mutiges und innovatives Kreuzlingen erleben. Ich will keine über 3000 Quadratmeter leerstehenden Gewerbe- und Ladenflächen in Kreuzlingen sehen. Ich will unsere Parkplätze für Kreuzlinger «Produkte» gefüllt  sehen und nicht für Konstanzer Tourismus. Ich will in die Kultur und in die Bewegung investieren und so einen neuen Wirtschaftszweig in Kreuzlingen etablieren. Ich will das übrig gebliebene Gewerbe stärken und bereit sein, wenn wir noch mehr Menschen bei uns haben, die in Not sind.

Mit einer Steuersenkung kann ich meine Träume hier in Kreuzlingen definitiv begraben. Ich bin aber noch nicht satt, sondern nach wie vor hungrig und wehre mich mit einem NEIN zum Budget dagegen. Ich hoffe, dass neben der SP noch weitere Institutionen und Persönlichkeiten unser schönes Kreuzlingen aus dem jahrelangen Tiefschlaf herausholen wollen. Ich zahle gerne Steuern, damit wir unsere nächste Generation etwas bieten können. Wenn man schläft, dann kann man nichts bewegen. Und Sie?

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4 thoughts on “Oh müdes Kreuzlingen – wohin des Weges?

  1. Alexander Salzmann, Bezirkspräsident FDP

    Ist der Schreiber der Ansicht, dass man mit viel staatlichem Geld das alles bessern kann? Oder möchte der Schreiber hauptsächlich was tun, egal was? Hektik ist kein guter Ratgeber; die Grenzen der Macht des Staates ebenfalls. Die Steuersenkung ist beileibe kein Kahlschlag; wir machen nun zu einem Drittel das, was die anderen Gemeinden in den letzten Jahren getan haben, die Steuern statt um 12 nur um 4 Punkte zu senken.

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    1. Bruno Neidhart

      Es ist keine Frage von „anderen Gemeinden“! Es handelt sich um eine originäre Kreuzlinger Frage, wie sich die heute multikulturelle 22’000-Einwohnerstadt aus ihrer Geschichte heraus für die Zukunft gesellschaftlich deutlicher positionieren kann. Für alle Schichten. Dazu braucht es u.a. gezielte, kreative Investitionen in Bereiche, wie Kultur und Sport – sicher nicht in „egal was“ (W.S.)! Die Aufgaben sind bekannt und besonders auch fest mit dem zukünftigen Gedeihen des Stadtgewerbes vergesellschaftet, sowohl bei der Realisierung, als auch in der Nachhaltigkeit, ebenso in der Resonanz nach aussen, einer Resonanz, die letztlich stadtwirksam zurück kommt. Darin fehlt es Kreuzlingen derzeit.

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  2. Spada

    Lieber Herr Salzmann
    Sie wissen genau, was ich meine (Danke Herr Neidhart – Sie haben es auf dem Punkt gebraucht). Sie waren gegen die Schwimmhalle. Sie sagen grundsätzlich Nein, wenn Projekte eine Steuererhöhung verlangen. Sie träumen von einer Traglufthalle und wissen ganz genau, dass dies eine sehr schlechte Lösung ist. Zuerst Nein sagen und dann gut dastehen wollen. So machen Sie sich nicht beliebt in Kreuzlingen. Sicher nicht bei den Sportlerinnen und Macherinnen. Sie haben aber noch nie gesagt, wie Sie Kreuzlingen bewegen wollen. Sie haben noch nie gesagt, wie die Zukunft aussen sollte. Oder soll Kreuzlingen eine Schlafstadt werden? Falls Ja, dann braucht es z.B. auch nicht mehr 40 Gemeinderäte und Sie somit auch nicht mehr. Auf der anderen Seite verstehe ich Sie sehr gut. Nein sagen ist besser als etwas auf die Beine zu stellen. Und Steuern reduzieren ist immer toll. Sie erhalten viel Applaus. Ich verzichte lieber auf den Applaus und ich versuche weiterhin Kreuzlingen zu bewegen, weil ich diese Stadt liebe.
    PS – Ich schicke Ihnen gerne meinen Lebenslauf zu. Darin ist ersichtlich, was ich mit anderen Personen alles bewegt habe hier in Kreuzlingen (v.a. mit privaten Mitteln). Und was haben Sie für Kreuzlingen gemacht?

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  3. Maria Bader

    Geehrter Herr Sparda,
    ich lese in ihren Kommentaren meistens darüber, dass sie etwas in Kreuzlingen bewegen wollen. Es sei mir gestattet, zu fragen, was sie bisher denn schon konkret bewegt haben. Immerhin schreiben sie, dass sie mit Einsatz ihrer privaten Mitteln bereits Bewegung in die Stadt gebracht haben. Vielleicht können sie mich bitte darüber aufklären, um welche Projekte es sich dabei handelt? Bislang habe ich nur den Eindruck, dass sie viel reden, frei nach dem Sprichwort:“ Wer von sich sagt, er sei ein Mann der Tat, der hält doch meist ein Referat.“
    Sie dürfen mich gerne eines Besseren belehren. Sie können aber auch Gefahr laufen, wenn man sich dermassen selber lobt, auf andere anmassend und selbstüberschätzend zu wirken, allenfalls den Eindruck vermitteln, dass man für sein Ego dieses Eigenlob nötig hat.
    Gerne würde ich zudem wissen, was sie dazu bewegt hat, ihre Meinung bezüglich einer Traglufthalle innerhalb eines Monats zu ändern? Vor wenigen Wochen haben sie noch in ihrem Leserbrief zur Konstanzer Traglufthalle ( http://www.kreuzlinger-zeitung.ch/2015/10/22/traglufthalle-oeffnet-am-samstag/) die Romanshorner in höchsten Töne für ihren Einsatz um eine Traglufthalle gelobt und nun beschimpfen sie hier öffentlich jemanden, der eine Traglufthalle für Kreuzlingen nur angedacht hat. Wenn Sie, wie Sie immer betonen, etwas bewegen wollen, und dann die (Meinungs-)Richtung aber wechseln, bleiben sie auf der Stelle stehen. Zum Schluss möchte ich noch mit einem Zitat von Winston Churchill meine Ausführungen schliessen: “Wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, unpopulär zu werden.“

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