/// Rubrik: Kultur

Wissen, wie ein Theaterstück entsteht

Konstanz – Sie sind Theater-begeistert? Sind neugierig auf den Entstehungsprozess einer Theaterproduktion? Dann nehmen Sie Platz. In der Buchhandlung Homburger & Hepp am Münsterplatz stellt Ihnen das Theater Konstanz jeweils zu ausgewählten Stücken eine Mappe mit Fotos, Notizen, Aufsätzen, Textauszügen, Literaturhinweisen und vielem mehr, zusammengestellt von Regie und Dramaturgie, zur Verfügung.

Mechtild Homburger, Daniel Widmaier und ihr Team von der Buchhandlung präsentieren Ihnen die Dramaturgie-Mappe, sowie Originaltexte, die den Produktionen zugrunde liegen, in einer gemütlichen Sitzecke. Viel Spass beim Schmökern wünschen Ihnen das Theater Konstanz und die Buchhandlung Homburger & Hepp.

Die Dramaturgiemappe in der Buchhandlung Homburger&Hepp ist für Theaterbegeisterte. (Bild: zvg)

Die Dramaturgiemappe in der Buchhandlung Homburger&Hepp ist für Theaterbegeisterte. (Bild: zvg)

Gestartet wurde mit der Mappe zur Tragödie «Medea» von Euripides, die in der Regie von Mark Zurmühle am 7.11. in der Werkstatt des Theaters Konstanz Premiere hatte. «Medea» ist die grausamste Frauengestalt der griechischen Mythologie und eine abgründige Tragödie über das Unbegreifliche, den Mord einer Mutter an den eigenen Kindern. Gleichzeitig präsentiert sich Medea als eine der stärksten Frauenfiguren der Literaturgeschichte. Medea bricht mit ihrem Geliebten Jason aus einer für sie nicht mehr erträglichen Welt aus und erhofft sich ein besseres Leben in Korinth. Es ist auch die Geschichte einer Asylsuchenden, die es geschafft hat, Jason und ihren Kindern eine Zukunft zu bieten. Er jedoch wendet sich von ihr ab, als sie ihm nicht mehr nützlich ist. Vor Augen hat er durch die Heirat mit Kreons Tochter eine Machtstellung, die er nur ohne Medea einnehmen kann. Und wieder einmal geht es thematisch – wie so oft in dieser Spielzeit – um Macht und Ohnmacht. Medea greift zum Äussersten. Wenn sie am Ende ihre eigenen Kinder tötet, ist dies nicht das Ergebnis ihrer eigenen Hysterie, sondern – so die Inszenierung – das Resultat ihres absoluten Widerstands und ihres konsequenten Handelns. «Medea» wird noch bis 29. Dezember in der Werkstatt aufgeführt.

Die Dramaturgie-Mappe offenbart einige Geheimnisse der Inszenierung von Regisseur Mark Zurmühle und seinem Dramaturgen Martin Apelt. Seien Sie neugierig. Nehmen Sie Platz bei Homburger & Hepp und blättern Sie in der Medea-Mappe des Theaters Konstanz.

www.theaterkonstanz.de, www.homburger-hepp.de

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