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Böse Überraschung am See

Münsterlingen – Bei Bauarbeiten an der Zufahrtsstrasse zur ARA im Scherzinger Hafenfeld wurden Altlasten gefunden, die nun entsorgt werden müssen.

Rechts ist der neue Strassenverlauf zu sehen, links der rückgebaute Bereich, wo die Altlasten gefunden wurden. (Bild: Thomas Martens)

Rechts ist der neue Strassenverlauf zu sehen, links der rückgebaute Bereich, wo die Altlasten gefunden wurden. (Bild: Thomas Martens)

Da die Parkplätze an der Abwasserreinigungsanlage im Rahmen ihrer Erweiterung wegfallen, werden unterhalb der Seestrasse neue geschaffen. Dafür musste die Zufahrtstrasse rückgebaut und neu verlegt werden. Bei den Bauarbeiten wurden gleich zu Beginn Altlasten entdeckt, wie Gemeindepräsident René Walther anlässlich der Gemeindeversammlung von Politischer und Schulgemeinde Münsterlingen am Dienstag mitteilte.

Es handelt sich um Schlacke von der ehemaligen Kehrrichtverbrennung Mittelthurgau, die 1989 etwa 50 Zentimeter hoch als oberste Deckschicht verbaut wurde. Die Gemeinde muss nun auf eigene Kosten – geschätzt etwa 60000 bis 70000 Franken – 700 Kubikmeter des kontaminierten Materials von einer Fachfirma entsorgen lassen. Die Altlasten seien gemäss Walther nirgends verzeichnet gewesen, er rechnet in diesem seenahen Gebiet mit weiteren solchen Stellen, da Schlacke dieser Art in den 1980er Jahren vielfach für Bauarbeiten verwendet worden sei.

Alle Geschäfte einstimmig
Dies war dann aber auch die einzige schlechte Nachricht an der Gemeindeversammlung. Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen. der Steuerfuss der Politischen Gemeinde bleibt bei 41 Prozent, das Budget sieht einen «moderaten Rückschlag» von knapp 155000 Franken vor. Zwei Sanierungs-Kredite wurden genehmigt, zum einen 280000 Franken für die Trafostation Weinhandlung, zum anderen 250000 für die Trafostation Turnhalle Scherzingen.

René Walther informierte zudem darüber, dass die Sanierungsarbeiten für das Dach des Gemeindehauses im Gang seien. Noch nicht klar ist, wer für den Schaden von rund 880000 Franken (wir berichteten) haftbar gemacht werden kann.

Schule nun auch an der Urne
Grosse Einigkeit herrschte auch bei der Schulgemeinde. Der Steuerfuss bleibt bei 50 Prozent, das Budget plant ein Minus von 190000 Franken. Wie die Politische Gemeinde wird auch die Schule künftig auf die Gemeindeversammlung zur Rechnung verzichten und über einzelne Geschäfte an der Urne abstimmen lassen. Lediglich das Budget wird wie bisher in der Versammlung behandelt und verabschiedet.

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