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In dieser Arche kriegt jeder Platz

Kreuzlingen – Das Kinder- und Jugendhilfswerk Arche bietet Unterschlupf und Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Seit fünf Jahren betreibt der gemeinnützige Verein den kostenlosen Kindertreff. Nur die Finanzierung bietet wie immer Grund zur Sorge.

Mathias Wegmüller (l.) zeigt dem Gönner Klemenz Somm vom Schrofen-Hof, was mit seinen Spenden alles realisiert wird. (Bild: ek)

Mathias Wegmüller (l.) zeigt dem Gönner Klemenz Somm vom Schrofen-Hof, was mit seinen Spenden alles realisiert wird. (Bild: ek)

Noch liegen die Ping Pong Schläger unberührt da und die Schaukel schwingt noch nicht. «Die Ruhe vor dem Sturm», witzelt Mathias Wegmüller bei der Führung durch die Räumlichkeiten der Arche Kreuzlingen an der Romanshornerstrasse 29. Denn zur Mittagszeit werden rund 50 Kinder zum Mittagstisch erwartet, welche auch den Nachmittag noch mit Spielen, Basteln, Hausaufgaben Machen oder Bewerbungen Schreiben in der Arche verbringen werden. «Da geht es teils laut zu und her», sagt der Leiter der Arche. Zusammen mit sechs weiteren Mitarbeitern und diversen Ehrenamtlichen bietet er Kindern aus finanziell schwächeren Familien und Kindern mit Migrationshintergrund eine Anlaufstelle. «Damit diese sich nicht alleine durch ihre Jugend schlagen müssen», so der ausgebildete Jugendarbeiter Wegmüller.

Als das Projekt vor fünf Jahren von der freikirchlichen Chrischona Gemeinde Kreuzlingen initiiert wurde, stiess das Angebot auf viel Zuspruch von Schulen, Kindern und Eltern. Mittlerweile haben die ersten Jugendlichen ihre Lehre dank Hilfe der Arche abgeschlossen und kein Kind muss sein Mittagessen mehr alleine einnehmen. Das sei vor allem durch die ausgebildeten Fachkräfte möglich. Und diese kosten Geld. Geld, dass beim Verein immer knapp ist. «Das letzte Mal, als ich auf unser Konto geschaut habe, waren noch 2000 Franken übrig», ist Wegmüller besorgt. Gesamt fehlen noch rund 100000 Franken, um die Rechnungen bis Ende Jahr begleichen zu können. Denn Unterstützung durch die Stadt erhalten sie aufgrund ihres christlichen Hintergrundes nicht. Ein grosser Teil der Mittel kommt jeweils von privaten Spendern, Wegmüller hofft jedoch auch auf mehr Unterstützung von Firmen. «Z.B. könnten Unternehmen auf die Kundengeschenke verzichten und uns das gesparte Geld zukommen lassen. Das freut auch den Kunden», ist Wegmüller überzeugt. Weitere Infos dazu gibts unter 071 688 64 08 oder www.arche.ch.

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