/// Rubrik: Leserbriefe

Steuersenkung bei den Schulgemeinden lässt Fragen offen

Leserbrief – Mit Erstaunen las ich, dass die Schulbehörden der Primar- und Sekundarschulgemeinden eine Steuersenkung vorschlagen. (Brigitta Engeli, Kreuzlingen)

Hat die Schule Kreuzlingen ihre Aufgaben, beispielsweise bezüglich Förderung von Chancengleichheit unter den Kindern schon so gut erfüllt, dass sie es sich leisten kann die Steuern zu senken? Gibt es in dem Bereich in Kreuzlingen nichts mehr zu tun? Wenn dem so wäre, müsste sich die Schülerstruktur nach Nationalitäten und Geschlecht in den Stammklassen G und E der Oberstufe abbilden lassen. Dies gilt auch bei der Gruppe von SchülerInnen, die in die Kantonsschule übertreten. Wenn nicht, gibt es keinen Grund die Steuern zu senken, jedoch viele gute Gründe mehr zu investieren.

Weiter würde ich mir für die Kreuzlinger Kinder und ihre Lehrpersonen wünschen, dass bezüglich Weiterbildung und Unterstützung der Lehrer, nicht nur das Notwendige, sondern das Wünschbare ermöglicht wird.

Da ich mir kaum vorstellen kann, dass es im Bereich Chancengleichheit in Kreuzlingen nichts mehr zu tun gibt, werde ich das Budget mit dem reduzierten Steuerfuss ablehnen! Gute Bildung ist eine Investition in die Zukunft, dabei zu sparen würde uns teuer zu stehen kommen.

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5 thoughts on “Steuersenkung bei den Schulgemeinden lässt Fragen offen

  1. Alexander Salzmann, Vater schulpflichtiger Kinder

    Werte Brigitta

    Ich habe selber 3 Kinder, davon zwei schulpflichtige. Wir haben/hatten Kontakt mit den Behörden, Schulpflege, Ergotherapeuten, Logopäden etc. Wir sind begeistert, was die Schulgemeinde den einzelnen Kindern „bietet“. Wir sind eine grosse Schulgemeinde, wo auch spezielle Dinge möglich sind. Ich hatte persönlich noch nie Druck gespürt, dass ausgerechnet bei den speziellen Fördermassnahmen der Rotschrift angesetzt würde. Deine Befürchtung, die man bei einer Steuersenkung natürlich haben kann, erachte ich daher als unbegründet. Die Schulgemeinde tut sehr viel und das ist auch gut so.

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  2. Hanns Wipf

    Lieber, Alexander

    Also ich sehe in der Schule noch erhebliches Verbesserungspotential, das ganz im Sinne von Brigitta Engelis Leserbrief die allerbeste aller Investitionen darstellen würde.

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  3. Barbara Hummel

    Verstehe ich das richtig, die Schule ist für alles zuständig? Darüber, die Eltern in Bezug auf die Erziehung ihrer Kinder, in die Pflicht zu nehmen spricht leider niemand.

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  4. Brigitta Engeli

    Weder kann die Rede davon sein, dass die Schule für „alles“ zuständig ist, noch geht es mir um sonderpädagogische Massnahmen. Ich spreche von Chancengleichheit für Kinder, deren Eltern aus verschiedenen Gründen den Kindern nicht die gleiche Hilfestellung bieten können, wie Sie beide und ich. Das Kind kann nichts dafür, in welches Umfeld es geboren wurde, daher ist es eine staatliche Aufgabe die Chancengleichheit so gut wie möglich herzustellen! Messen könnte man dies, und das kann ganz einfach überprüft werden, wie von mir beschrieben.

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  5. Bruno Neidhart

    Frau Engeli stellt betreffend „Chancengleichheit“ die richtigen Fragen. Frau Hummel sieht das „naturgemäss“ anders. Herr Wipf argumentiert auf der Linie von Frau Engeli. Herr Salzmann ist pädagogisch „begeistert. „Schule“ kann ganz schön kompliziert sein. Hoffentlich ist man/frau sich einig, dass sie uns – zukunftsorientiert – „etwas kosten sollte“!

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