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Beamte bei Lagerhallenbrand verletzt

Konstanz – Passanten melden gegen 23.30 Uhr einen Feuerschein in der Fritz-Arnoldstraße bei der Zentrale der Feuerwehr Konstanz. Die anrückten Kräfte der Hauptwache stellen beim Eintreffen an der Einsatzstelle fest, dass eine Lagerhalle einer Baufirma im Vollbrand steht. (Feuerwehr Konstanz/Polizeidirektion Konstanz)

(Symbolbild: archiv)

(Symbolbild: archiv)

Die nachrückenden Kräfte aus dem Löschbereich Petershausen erstellten sofort eine Riegelstellung zum angrenzenden Requisitenlager des Stadttheaters. Mit Ringmonitoren, Wasserwerfer über die Drehleiter, B- und C- Rohren leitenden die Einsatzkräfte Löschmaßnahmen im Bereich der Lagerhalle ein. Von der Einsatzleitung wurde die Alarmstufe «2. Alarm» für die Löschbereich Altstadt ausgelöst, welcher mit einem Löschgruppenfahrzeug zur Unterstützung an die Einsatzstelle beordert wurden. Eine Reserve/Besetzung musste in der Hauptwache gebildet werden.

In der Lagerhalle wurden Gerätschaften und Gasflaschen einer Baufirma gelagert. In der ersten Vase des Einsatzes explodierten zwei Gasflaschen in der Halle. Das Explosionsgeräusch war im Bereich Peterhausen, Wollmatingen und Altstadt deutlich zu vernehmen. Teile der explodierenden Gasflaschen flogen ca. 20 Meter weit vom Gebäude weg und beschädigten eine Schlauchhaspel, die kurz zuvor von einem Feuerwehrmann bedient wurde. Er hatte Glück, dass er sich kurz zuvor von der Schlauchhaspel entfernt hatte. Eine Acetylenflasche, welche durch das Feuer erhitzt wurde, konnte in das Regenrückhaltebecken im dortigen Bereich verbracht werden und kühlte dort ab, so dass sie keine Gefahr mehr darstellte.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes drangen die Einsatzkräfte in das Requisitenlager ein und sicherten es. Die massiven Löschmaßnahmen zeigten Wirkung und das Feuer konnte eingedämmt werden. Gegen 1 Uhr wurde dann der Löschbereich Allmannsdorf zur Ablösung und Brandwache alarmiert.

Im Einsatz waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Ein Feuerwehrmann musste mit Brandverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Zum Brandschaden kann noch keine Aussage getroffen werden, die Polizei hat zur Brandursache Ermittlungen aufgenommen.

Polizei berichtet von Verletzten
Auch Einsatzkräfte des Polizeireviers Konstanz waren vor Ort, ist aus dem Polizeibericht zu entnehmen. Die starke Explosion hatte  enorme Druckwellen zur Folge. Die in unmittelbarer Nähe des Brandobjektes befindlichen Polizeibeamten erlitten ein Knalltrauma. Es war nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass durch die herumfliegenden Teile keine weiteren Verletzten zu beklagen waren. Ein Trümmerteil verfehlte einen Feuerwehrmann nur knapp. Lediglich Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr wurden durch die deformierten Reste der Gasflaschen beschädigt.

Schaden 900’000 Euro
Die Anwohner wurden auf eine Räumung vorbereitet. Aufgrund der raschen Fortschritte der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung konnte auf diese Massnahme jedoch verzichtet werden. Lediglich ein Bewohner eines Wohnwagens, der sich in unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt abgestellt war, musste sich in Sicherheit bringen. Der Wohnwagen wurde sehr stark beschädigt. Das Feuer griff in der Folge auch auf ein direkt an die brennende Lagerhalle angebautes Backsteingebäude über. Dort lagerte das Stadttheater Konstanz ihre Requisiten. Während die in der Lagerhalle untergebrachten Baumaschinen und ein untergestellter Pkw komplett den Flammen zum Opfer fielen, ist der Schaden an den Gegenständen des Stadttheaters noch nicht absehbar. Der Gesamtschaden wird auf ca. 900’000 Euro geschätzt. Zur Brandursache können beim jetzigen Stand der Ermittlungen noch keine Angaben gemacht werden.

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