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Bottighofen behält niedrigen Steuerfuss

Bottighofen – Die Bottighofer Primarschule braucht mehr Geld. Um die beschlossene Erhöhung des Steuerfusses um drei Prozent abzufangen, senkte die Politische Gemeinde ihren Steuerfuss um den gleichen Wert. Zudem hiessen die Stimmbürger eine Eventualverpflichtung zugunsten der Wohnbaugenossenschaft «ZukunftsWohnen-Bottighofen» gut.

Die Bottighofer Stimmbürger beschlossen eine Steuefussreduktion um drei Prozent.(Bild: ek)

Die Bottighofer Stimmbürger beschlossen eine Steuefussreduktion um drei Prozent. (Bild: ek)

Die Erleichterung um die diskussionlose Aufstockung seiner Mittel um drei Prozent war Michael Thurau, Präsident der Primarschulbehörde Bottighofen, anzuhören: «Danke vielmal, das hilft uns sehr!» Diese sei nötig, da abgesehen vom Kindergarten, alle Budgetbereiche der Schule im kommenden Jahr Mehrkosten aufweisen. Die drei Prozent würden reichen, um den mittelfristigen Aufwand zu decken.

Unter dem Traktandum Verschiedenes informierte Thurau noch zur sofortigen Freistellung des Bottighofer Schulleiters Urs Schwarz anfang Oktobers. «Dieser Entscheid fiel aufgrund des mangelnden Vertrauensverhältnisses zwischen Schulleitung und Schulbehörde», so Thurau. Näheres zu den Gründen wolle und könne er wegen des laufenden Verfahrens, welches Schwarz eingeleitet hat, nicht berichten. Nach der Kündigung wurde in einem anonymen Flugblatt, unterzeichnet von der «Besorgten Elternvereinigung Bottighofen», der Vorwurf laut, das Kritik an der Schulbehörde und der integrativen Schule von der Schulbehörde nicht geduldet werde. «Das Schreiben wurde für unangebrachte Spekulationen herbeigezogen», befand Thurau. Nun ist die Behörde auf der Suche nach einem neuen Schulleiter im 55 Prozent Pensum. Da auch Lengwil-Oberhofen bereits seit einem Jahr nach einem neuen Schulleiter in Teilpensum sucht, habe man sich zu einer Zusammenlegung der beiden Posten entschlossen. Die Ausschreibung ist erfolgt, erste Bewerbungen seien bereits eingegangen.

Keine Zusammenlegung der Schulen
Zudem informierte Thurau zusammen mit Gemeindepräsident Urs Siegfried über die Idee einer Zusammenlegung der Schule mit der Politischen Gemeinde, bzw. sogar mit der Schule Kreuzlingen. Die Projektgruppe kam zum Schluss, den Status Quo einer eigenen Primarschulbehörde beizubehalten. René Zweifel, Schulpräsident von Kreuzlingen, machte mit einer verlesenen Stellungnahme klar, dass es seitens Kreuzlingen keine Übernahmegelüste gebe.

Politische Gemeinde senkt Steuerfuss
Dass auch ohne formale Einheitsgemeinde die Kommunikation zwischen Schule und Gemeinde bestens ist, machte der Antrag zur Steuerfussreduktion in der anschliessenden Gemeindeversammlung klar. Seit langem habe man die Senkung um drei Prozent im Hinblick auf die Erhöhung der Schule geplant. «Der Zeitpunkt ist günstig, in den nächsten vier Jahren stehen keine Reparaturen oder Sanierungen an und auch die Investitionskosten befinden sich auf einem Minimum», erklärte Siegfried. Zwar wird damit ein jährliches Defizit von rund 500000 Franken in Kauf genommen. Dieses biete sich jedoch an, den hohen Eigentkaptitalwert von 13 Millionen Franken zu verringern. Die Steuerfussreduktion wurde mit einer Gegenstimme angenommen.

Genug Pflegebetten
Die Stimmbürger ebneten zudem den Weg für 20 hindernisfreie Wohnungen und 20 Pflegeplätze, die in Bottighofen entstehen sollen. Mit der Eventualverpflichtung über zwei Millionen Franken zugunsten der Wohnbaugenossenschaft «ZukunftsWohnen-Bottighofen» stellt die Gemeinde sicher, dass der Neubau die gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt.

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