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Höherer Stromtarif gab zu reden

Langrickenbach – Das Geschäft in der Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Langrickenbach am Montagabend klang zunächst recht unspektakulär, beim genauen Hinhören aber gab es dann doch einige Misstöne. Die Rede ist von einem um 0,7 Rappen pro Kilowattstunde höheren Stromtarif in der Gemeinde. Diese Zusatzabgabe sollte dazu dienen, Gemeindestrassen zu sanieren.

Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder. (Bild: Thomas Martens)

Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder. (Bild: Thomas Martens)

Begründet wurde diese zweckgebundene Abgabe damit, dass Unterhaltsarbeiten an Hoch- und Tiefbauten des Elektrizitätswerkes zuweilen Eingriffe in Strassenbeläge erforderten. Die nötigen Instandstellungskosten würden zwar vom E-Werk getragen, spätere Sanierungskosten der entstandenen Schwachstellen jedoch vom allgemeinen Haushalt. «Um auch diese späteren Folgekosten verursachergerecht abzudecken, soll die erhobene Abgabe durch das E-Werk den Gemeindestrassen vergütet werden», hiess es in der Botschaft.

Der Gemeinderat hatte die Rechnung aber ohne Landwirte und Gewerbetreibende gemacht, Grosskunden also. Sie würden durch einen höheren Stomtarif natürlich mehr belastet, als kleinere Verbraucher. Entsprechend deutlich fiel dann die Abstimmung aus. Von den 83 Stimmbürgern (von 840) waren 18 für den Antrag der Gemeinde, aber 52 dagegen. Geräuschlos wurden dagegen das Budget mit einem Minus von 43100 Franken und der gleichbleibende Steuerfuss von 68 Prozent für 2016 genehmigt. An Investitionen sind 685000 Franken geplant.

Schule vor Weichenstellung
Jeweils einstimmig beschlossen wurden auch Budget und Steuerfuss der Schulgemeinde Langrickenbach. Das Budget rechnet mit einem Minus von 133000 Franken, der Steuerfuss bleibt bei 60 Prozent.

Schulpräsident David Felleiter informierte über den Stand der Planungen hinsichtlich Standort Schule. Bisher gibt es zwei Standorte, Loowisen-Herrenhof und Eggethof, beide seien zu sanieren. Fraglich sei, ob man sich künftig nur auf den Standort Loowisen-Eggethof konzentrieren und Eggethof aufgeben solle, oder ob es bei der bisherigen Zweier-Lösung bleibe. Studien dazu wurden bereits genehmigt, die Vorprüfung laufe.

Ebenfalls im Gange seien die Vorarbeiten zum Lehrplan 21. Hier geht die Schulgemeinde Langrickenbach einen anderen Weg und hat sich mit den drei weiteren Primarschulgemeinden im Sekundarschulkreis Altnau, also Münsterlingen, Altnau und Güttingen, zusammengeschlossen. Ziel ist es, bei Fortbildungsveranstaltungen und Lehrgängen gegenseitig zu profitieren, Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen.

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