/// Rubrik: Kultur

Café Mondial trifft Johnny Cash

Konstanz – Das Theater Konstanz und das Café Mondial schaffen am 12. Dezember ab 20 Uhr einen Begegnungsort für Konstanzer und Flüchtlinge. Für die Vorstellung von «It takes One to know me» hält das Theater Konstanz ein Freikartenkontingent für Flüchtlinge bereit und lädt im Anschluss daran zum lockeren Get Together ab 22.30 Uhr ein. Everybody’s welcome!

André Peter Rohde als Johnny Cash. (Bild: zvg)

André Peter Rohde als Johnny Cash. (Bild: zvg)

Das Theater Konstanz und das Café Mondial schaffen an diesem Abend einen Begegnungsort für Konstanzer und Flüchtlinge. Für die Vorstellung von «It Takes One To Know Me» hält das Theater Konstanz ein Freikartenkontingent für Flüchtlinge bereit und lädt im Anschluss an die Vorstellung zum lockeren «Get Together» ein. Everybody’s welcome!

Der Abend mit Songs von Johnny Cash begeisterte während der gesamten letzten Spielzeit. In dieser Saison hat man erneut Gelegenheit, die Hommage an den 2003 verstorbenen Sänger zu erleben. Die Rolle der June Carter übernimmt Laura Lippmann. Cash, der Zeit seines Lebens zwiegespalten war, wird von Ingo Biermann und André Rohde verkörpert.
Regie führt Wulf Twiehaus, die musikalische Leitung obliegt Stefan Gansewig.

Wer Johnny Cash verstehen will, muss schon ganz ähnlich gestrickt sein. Und auch dann wird es schwierig. Er hat sich ja kaum selbst verstanden. «Sometimes I am two people. Johnny is the nice one. Cash causes all the trouble. They fight.»

Regisseur Wulf Twiehaus lässt die Protagonisten des Johnny-Cash-Abends am Theater Konstanz nicht einfach Cashs Leben nacherzählen. Das Stück ist ein Versuch, sich der Person Cash zu nähern. Der Zerrissenheit und Getriebenheit, der Ambivalenz des Menschen Johnny Cash. Wie könnte das besser dargestellt werden, als mit zwei Schauspielern, die jeweils auf ihre Art, Johnny Cash ein Gesicht, eine Gestalt, eine Stimme geben?

Johnny Cash verkörpert wie kaum ein anderer die schillernden und zugleich abgründigen Seiten des amerikanischen Traums. In seiner bewegten Karriere hat Johnny Cash über 500 Songs geschrieben und mehr als 53 Millionen Tonträger verkauft. Er wurde zur Legende und zur Ikone der Amerikaner. Sein Sound, der an das schnelle Stampfen eines vorbeifahrenden Zuges erinnert, macht Johnny Cash berühmt. Der «Man in Black» vergisst nie die ärmlichen Verhältnisse seiner Kindheit. Er singt für die Underdogs der Gesellschaft und tritt in Gefängnissen auf. Doch der grosse Erfolg birgt seine Schattenseiten: Alkohol und Drogenexzesse prägen den Alltag. Scheidung und tiefer Absturz sind die bittere Konsequenz. Durch die Unterstützung und Liebe der Sängerin June Carter steht Johnny Cash den schwierigen Entzug durch. Sein Comeback wird zu einem der legendärsten Konzerte der Musikgeschichte: Folsom Prison 1968. Hunderte Sträflinge jubeln einem Mann in Schwarz zu. «Hello! I`m Johnny Cash». An seiner Seite: June Carter

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