/// Rubrik: Region

Wer schenkt – beschenkt sich selbst

Weinfelden – Am vergangenen Samstag erfolgte nach anderthalbjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit der Organisation Benevol Thurgau der Startschuss für eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Nachbarschaftshilfe «Dein Nachbar, deine Nachbarin brauchen dich!».

Der Anlass war gut besucht. (Bild: zvg)

Der Anlass war gut besucht. (Bild: zvg)

Es war am UNO Tag der Freiwilligen und der Freiwilligenarbeit, als Benevol Thurgau am Samstag, 5. Dezember, zu ihrem Kick Off Tag ins Weinfelder Rathaus eingeladen hatte. Geboten wurde den gut 60 Anwesenden ein abwechslungsreicher Morgen mit vielen Einblicken in befreundete Organisationen, auch denjenigen aus anderen Kantonen. So präsentierten Antje Stoffel (Benevol St. Gallen) und Barbara Albrecht (Nachbarschaftshilfe Zürich) ihre Institutionen und zeigten gut Angelaufenes oder aber aufgetretene Schwierigkeiten anhand von etlichen Beispielen auf. Zudem referierte Elsbeth Aepli Stettler. Sie ist die Vorsteherin vom Departement Alter und Gesundheit mit Sitz in Frauenfeld. Benevol Thurgau wird indes von Paul Engelmann präsidiert und als Geschäftsführerin fungiert Margrit Keller. Engelmann betonte, dass die Hauptaufgabe von Benevol darin besteht, die Menschen immer wieder für die Werte der Freiwilligenarbeit zu sensibilisieren. «Vereine, Behörden, Institutionen oder auch einfach der Nachbar von nebenan, sollen heute speziell in Kenntnis darüber gesetzt werden, was es mit der Nachbarschaftshilfe auf sich hat.» Für die Sensibilisierungskampagne konnten konnten zwei namhafte Persönlichkeiten aus der Politik als Projektpaten gewonnen werden.

Häberli und Stark setzen sich ein
Mit der Hinterthurgauer Ständerätin Brigitte Häberli und dem aktuellen Regierungspräsidenten Jakob Stark fungieren zwei Nachbarschaftshilfebefürworter als Projektgöttis. Beide leisten in ihrer unmittelbaren Umgebung Freiwilligenarbeit und wissen um die Wichtigkeit dieser Tätigkeit. Jakob Stark hat sich gefragt, ob es nötig sei, noch eine Kampagne zu lancieren. «Wir haben doch schweizweit genug Kampagnen. Aber diese hier hat ihre Daseins-Berechtigung absolut verdient; denn sie steht für einen Grundwert von dem es nie genug geben kann und auch ich schon profitieren konnte – nämlich der Wert der Nächstenliebe». Und auch Brigitte Häberli hat schon Erfahrungen gemacht, «meine politische Karriere wäre ohne freiwilliges Engagement vieler Menschen so nicht möglich gewesen». Ab sofort stehen an 78 Thurgauer Standorten Werbetafeln welche auf die Nachbarschaftshilfe aufmerksam machen. Zudem wird eine um das Thema erweiterte Homepage und das Aufschalten auf Facebook auch die Social Media Landschaft bereichern.

Illustre Gäste, interessiertes Publikum
Die Kick Off Veranstaltung wurde umrahmt durch den Romanshorner Moderator Stöff Sutter und den humoristischen Darbietungen von Nachbar Beni Helfenberger alias Thomas Götz. Das Publikum genoss die Kurzweiligkeit und informierte sich an der folgenden Tischmesse über weitere Angebote und Institutionen. Wie gross hierbei das Interesse an Freiwilligenarbeit ist, kam klar zum Ausdruck; kaum jemand, der sich nicht über ein Projekt informierte.

Margrit Keller: Die Geschäftsführerin hat das Wort
«Wir haben eine tolle Kick Off Veranstaltung erlebt. Grosse Freude macht es mir, dass wir über die Projekte aus anderen Kantonen berichten konnten. Wir sind seit 18 Monaten an der Arbeit mit diesem Projekt und starten jetzt mit der Sensibilisierung der Thurgauer Bevölkerung. Wir hoffen, dass wir uns mit den Auftritten im Internet Gehör verschaffen. Die Homepage und das Facebookprofil werden laufend aktualisiert und auch mit Portraits von Freiwilligen angereichert. Wir wollen schlicht und einfach etwas mehr Lebensqualität in den Alltag Aller bringen; denn schon kleinste Gefälligkeiten bewirken grosse Gefühle.»

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