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Zwei Varianten für Neubau des Schwaketenbads werden geprüft

Konstanz – Die Pläne für das neue Schwaketenbad werden in den kommenden Monaten konkreter.

Die Ruine des Konstanzer Schwaketenbads.(Bild: klz)

Die Ruine des Konstanzer Schwaketenbads. (Bild: klz)

Nachdem das alte Bad abgebrannt ist, hat die Bädergesellschaft Konstanz (BGK) viele Gespräche geführt und ein Gutachten eingeholt, um die künftige Dimensionierung des Bades festzulegen. Nach einem Beschluss des Bäderbeirats und des Gemeinderats im März 2016 wird die Wahl zwischen zwei grundsätzlichen Varianten fallen. «Das bisherige Bad ist erkennbar an seine Grenzen gestossen, die für die Öffentlichkeit zugänglichen Öffnungszeiten waren bekanntlich sehr eingeschränkt. Daher ist es eine wünschenswerte Variante, ein zusätzliches 25-Meter-Becken zu bauen», berichtet der Beiratsvorsitzende der BGK, Bürgermeister Dr. Andreas Osner. Ein 50-Meter-Becken soll es dagegen nicht geben, was auch von den Vereinen nicht länger gefordert wird.

Das umfassend sanierte Schwaketenbad war ein Erfolgsmodell. Der Zuspruch wurde innerhalb weniger Jahre von 100’000 auf 200’000 Besucher im Jahr gesteigert. Die Vereine, die das Schwaketenbad nutzen, haben nach dem Brand dargelegt, dass sie deutlich mehr Kurse und Trainingszeiten anbieten könnten, wenn mehr Wasserfläche zur Verfügung stünde. Ausserdem ist von einem weiteren Bevölkerungswachstum der Stadt auszugehen. Bei den Planungen wird die bisherige Dimension des Schwaketenbads, inklusive des geplanten neuen Kursbeckens und der zusätzlichen Rutsche, zugrunde gelegt (Variante 1). In Gesprächen mit den Vereinen, dem Hochschulsport und den Schulen wurden deren Vorstellungen geklärt. «Es gibt eindeutig einen Mehrbedarf an Wasserfläche, den wir berücksichtigen wollen», sagt Robert Grammelspacher, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz.

Im Bäderbeirat wurde nach Rücksprache mit den Vereinen der Bau eines 50-Meter-Beckens verworfen. Auch einen zusätzlichen Saunabereich wird es aus wirtschaftlichen Gründen nicht geben. Im Gespräch ist dagegen ein weiteres 25-Meter-Becken. Robert Grammelspacher: «Das würde die Situation deutlich entspannen. So wäre der öffentliche Badebetrieb auch bei gleichzeitigen Trainingszeiten leichter zu handhaben.»

Bei einem zusätzlichen Becken mit vier oder sechs Bahnen (Variante 2) betragen die geschätzten Mehrkosten pro Jahr rund 780’000 bis 900’000 Euro. Bei dieser Variante sind das geplante zusätzliche Kursbecken und die zweite Rutsche enthalten. Ob es auch prinzipiell denkbar wäre, das zusätzliche 25-Meter-Becken vorzuziehen und das Kursbecken später zu bauen, wird in den kommenden Wochen geprüft.

Das Flächen- und Raumkonzept soll dem Gemeinderat im Frühjahr vorgelegt werden. Danach wird in einem VOF-Verfahren (Vergabeverfahren mit Planung, nichtoffener Planungswettbewerb) ein Architekturbüro ausgewählt. Im September 2016 steht dann der Projektbeschluss an, sodass eine Fertigstellung im Frühjahr 2019 möglich ist. Der Beirat der BGK und der Gemeinderat sind hierbei in der äusserst schwierigen Situation, zwischen einerseits begründetem und nachvollziehbarem Bedarf an mehr Wasserfläche sowie andererseits zu finanzierenden erheblichen Mehrkosten zu entscheiden, die den ohnehin angespannten städtischen Haushalt jährlich mit zusätzlich 780’000 bis 900’000 Euro belasten würden.

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