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GLP setzt auf ein Spitzenquartett

Kreuzlingen – Mit 13 Kandidaten tritt die GLP im Bezirk Kreuzlingen zur Grossratswahl am 10. April an.

Diese Kandidaten treten für die GLP zur Grossratswahl am 10. April an, vorne sitzend das Spitzenquartett. Stefan Scheiwiller und René Seiler fehlen. (Bild: Thomas Martens)

Diese Kandidaten treten für die GLP zur Grossratswahl am 10. April an, vorne sitzend das Spitzenquartett. Stefan Scheiwiller und René Seiler fehlen. (Bild: Thomas Martens)

Klemenz Somm aus Kreuzlingen hatte 2012 das erste GLP-Mandat für den Bezirk Kreuzlingen im Kantonsparlament errungen. «Wir sind damals knapp an einem zweiten Sitz vorbeigeschrammt», erinnert sich der Landwirt und Unternehmer. Er ist Spitzenkandidat der GLP-Liste für den Bezirk Kreuzlingen, die 13 Kandidaten umfasst. «Unser Minimalziel ist es, das eine Mandat zu verteidigen», sagte der 48-Jährige anlässlich der Nominationsveranstaltung am Mittwochabend im Restaurant Grödeli. Klar würde sich die junge und kleine Partei über jeden weiteren Sitz freuen.

Ganz unmöglich scheint das Unterfangen nicht, schliesslich finden die Anliegen der GLP im Bezirk Kreuzlingen einen guten Nährboden, wie sich am vergleichsweise überproportional guten Abschneiden der Grün-Liberalen bei den vergangenen Wahlen zeigte. Klemenz Somm ist sicherlich einer der auffälligsten Kantonsräte der kleinen Parteien, hatte er in den vergangenen Legislaturen doch immer wieder mit parlamentarischen Vorstössen auf sich aufmerksam gemacht. Seine Prominenz kam ihm nicht zuletzt bei der jüngsten Ständeratswahl zugute, als er mit 4837 Stimmen im Bezirk ein respektables Ergebnis erzielte.

Mit Reto Ammann kandidiert ein ebenfalls gut bekannter und vernetzter Unternehmer auf Platz zwei. Der 47-Jährige ist bisher in der Region vor allem im Sektor Bildung aufgefallen, ist er doch Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der SBW Haus des Lernens Holding, der die ISKK und die NET in Kreuzlingen gehören.

Politisch war er bis dato noch nicht aktiv, doch das soll sich jetzt ändern: «Mir sind unternehmens-, bildungs- und innovationsfördernde Rahmenbedingungen wichtig». Nachhaltigkeit in allen Bereichen. Dazu brauche es eine Klimaveränderung im Kopf. In der GLP fühlt sich Ammann richtig aufgehoben, weil sie eine Partei der Mitte sei und nicht in Blöcken denke, sondern Lösungen und Antworten für die bestehenden Themen suche.
Die grosse Freiheit im Denken und Handeln in der Partei schätzt auch Christina Pagnoncini aus Alterswilen. Ausser im Kemmental dürfte sie auch im Raum Kreuzlingen bekannt sein, als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung in der Kanzlei.

Wirtschaft und Natur im Einklang
Ihre Motivation zur Kandidatur fusst im Privileg, im Kanton Thurgau aufgewachsen und seither wohnhaft zu sein. «Der Wert unserer Natur, unseres wirtschaftlichen Standes und der Bildung soll erhalten und gefördert werden», sagt die 43-Jährige. Das Interesse an der kantonalen Politik wurde bei ihr durch ihre berufliche Tätigkeit geweckt, da zu vielen Belangen der Grundstein durch kantonale Vorgaben und Gesetze gelegt werde. Hier möchte sie mitwirken und mitbestimmen. Vor allem der Naturschutz, fördernde Familienpolitik, zukunftsgerichtete Bildung und die Unterstützung von Sport und Kultur seien ihr wichtig.

Vierter im Bunde der Spitzenkandidaten, und sicherlich die grösste Überraschung, ist Chris Faschon, der 2015 als Parteiloser und absoluter Neuling für den Kreuzlinger Stadtrat kandidierte und mit 824 Stimmen einen Achtungserfolg erzielte. Dieser motiviert ihn nun, politisch weiter aktiv zu bleiben. Der freischaffende Autor und ehemalige Oberstufenlehrer eckt gerne an, sagt seine Meinung, nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und sieht sich als militanter Pazifist: «Ich werde mich für friedliche Lösungen bei Problemen einsetzen, bin aber bereit, für den Frieden zu kämpfen.»

Auch für Faschon ist die Freiheit und Individualität in der GLP wichtig, um als Kandidat anzutreten. Bevor er sich dafür entschied, habe er sich sehr gut überlegt, ob sich die Ziele der Partei mit seinen decken. Wichtig ist ihm vor allem die Energiewende: «Wenn wir der kommenden Generation eine bessere Umwelt hinterlassen wollen, müssen wir Geld in erneuerbare Energie einvestieren.»

Mit Werner Fritschi, Marketingleiter der Thurbo AG, und Nicole Urweider, vielen besser bekannt als Sängerin Nathalie Weider, konnte Klemenz Somm weitere namhafte Persönlichkeiten für seine Liste gewinnen.

Die GLP-Liste
Klemenz Somm, Reto Ammann, Christina Larissa Pagnoncini, Chris Faschon, Werner Fritschi, Nicole Urweider, Urs Röthlisberger, Zlatko Percinic, Stefan Scheiwiller, René Seiler, Hanspeter Bär und Josef Kesseli.

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