/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Bye bye bye bye liebe Frau Blaser…

Kreuzlingen – Am vergangenen Freitag wurde Esther Blaser im Wehrli Schulhaus in Kreuzlingen von Lehrpersonen und Kindern offiziell verabschiedet. Sie wird im Februar ihre Pension antreten. (Geschrieben vom Wehrli-Team)

Esther Blaser. (Bild: zvg)

Esther Blaser. (Bild: zvg)

«Frau Blaser? – Sie hat mir das Stricken beigebracht!». So oder ähnlich haben wahrscheinlich viele Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger Esther Blaser auch nach ihrer Schulzeit in Erinnerung behalten. Seit 42 Jahren unterrichtet sie im Wehrli Schulhaus in Kreuzlingen unter anderem Textiles Werken. Da Esther Blaser im Februar ihre wohlverdiente Pension antritt, wurde sie am vergangenen Freitag verabschiedet.

Falscher Feuerwehralarm und eine Überraschung
Mit aufgeregtem Blick stürmte Esther Blaser Freitagmorgens halb zehn in Kreuzlingen mit einer Gruppe Kinder aus ihrem Schulzimmer. Der Feueralarm hatte sie auf den Pausenplatz getrieben. Kaum draussen verwandelte sich ihr Gesichtsausdruck in ein Lächeln und ein «das glaub ich nicht» kam über ihre Lippen. Auf dem Pausenplatz vor dem Wehrli Schulhaus warteten alle Kinder und Lehrpersonen, sowie ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Mitglieder der Schulbehörde, Freunde und ihre Familie. Von Feuer war natürlich weit und breit nichts zu sehen.

Rappende Kinder und Abschiedstränen
«Bye bye bye bye liebe Frau Blaser, beim Stricken sind Sie ein wahrer Raser. Sie zaubern Kunststücke aus Textilfasern, wir werden Sie vermissen Frau Blaser.», sangen die Schülerinnen und Schüler voller Inbrunst zur Musik von Cro. Die 5. Und 6. Klässler rappten dazwischen selbst geschriebene Abschiedsstrophen wie «Sie sind so toll, sie kann man nicht beschreiben, wollen Sie denn nicht doch noch etwas bleiben?» Esther Blaser zeigte sich sichtlich berührt und auch einige Kinder verdrückten ein Tränchen, bevor sie dann von Frau Blaser mit einem Schoggistengeli in die Pause entlassen wurden.
Die zahlreich erschienenen Gäste hatten beim anschliessenden Apéro im neuen SInsaal die Möglichkeit auf Esther Blaser anzustossen.

Eine Lücke bleibt
Esther Blaser wird eine Lücke im Wehrli Schulhaus zurück lassen. Neben dem Unterricht arbeitete sie in der Steuergruppe mit, verwaltete die Kaffeekasse, organisierte immer wieder die Verpflegung bei Anlässen des Wehrli Schulhauses, sprach Unklarheiten an, hatte immer ein offenes Ohr, sowohl für die Kinder, wie auch für ihre Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen – kurz war immer da, wenn Not an der Frau war.

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