/// Rubrik: Leserbriefe

Ja zum Gotthard

Leserbrief – Immer wieder wird behauptet, dass für den Bau von Strassen, wie beispielsweise der Sanierung des Gotthard Strassentunnels oder dem Bau der BTS-N23, zu wenig Geld zur Verfügung stehe. Diese Behauptung ist falsch. (Marcel Schuler, Vorstand ACS Thurgau, Ermatingen)

(Bild: pixelio)

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Strassenbenützer bezahlen jährlich zirka zehn Milliarden Franken an Steuern, Abgaben und Gebühren. Davon fliessen jedoch rund 70 Prozent in die Kassen von Bund und Kantonen oder in die Finanzierung der Bahninfrastruktur. Wenn Strassengelder jedoch nicht zweckentfremdet werden und verursachergerecht eingesetzt werden würden, wären für den Unterhalt und die Umsetzung geplanter Projekte genügend Mittel vorhanden.

Gerade jetzt, da wir über die Sanierung des Gotthardtunnels abstimmen können, ist das Argument der knappen Mittel jedoch besonders beliebt. Auch wird aus der technischen Sanierungsproblematik ein Schattenboxen gemacht – zur Verlagerungspolitik, dem Verhältnis Schiene versus Strasse, regionalen Ansprüchen oder gar zu unserer Beziehung mit der EU. Mit einem Schattenboxen und dem Ausspielen zweier Verkehrsträger ist unserem Land jedoch nicht gedient. Deshalb ist es wichtig, sich nicht blenden zu lassen, das Geld der Strassenbenutzer verursachergerecht für die Strasse einzusetzen und am 28. Februar ein JA für einen sicheren Gotthard einzulegen.

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One thought on “Ja zum Gotthard

  1. Frischknecht Ernst

    Sie haben recht, ausspielen sollte man die beiden Verkehrsträger nicht.
    Allerdings schneidet die Strasse nicht so gut ab, wie Sie wahrhaben wollen und Ihre Kreise (Lobbysten) es immer und immer wieder tun. Der Strassenverkehr mit seinem Landverbrauch, seinen Abgasen und den gesundheitlichen Folge-Schäden kann seine Kosten nie umd nimmer decken. Eines vergessen Ihre Leute ganz bewusst: Jeder Steuerzahler in den Gemeinden bezahlt wesentliche Beiträge an die lokalen Strassen. Wenn hier in Kreuzlingen die Lastwagen einer grossen Baufirma die Zufahrtsstrasse so belasten, dass ein neuer Belag sehr schnell fällig ist, dann ist es eben nicht Ihr Strassenkonto, das dafür zuständig ist, sondern jeder Bürger hat dies zu berappen.
    Fazit: Keine zusätzlichen Strassen oder Röhren, um einen einigermassen umweltgerechten Verkehr anzustreben.

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