/// Rubrik: Polizeimeldungen

Von der Grenze ins Gefängnis

Kreuzlingen/Konstanz – Am Mittwoch wurde der Bundespolizeiinspektion Konstanz am Emmishofer Zoll ein 34-jähriger Georgier durch die Schweizer Behörden übergeben. Die Person stellte in der Vergangenheit zwar in der Schweiz ein Asylgesuch, nach eingehender Prüfung wurde jedoch festgestellt, dass Deutschland für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig ist.

(Symbolbild: Thomas Martens)

(Symbolbild: Thomas Martens)

Folglich wurde der Mann gegen 8.30 Uhr im  Rahmen der Dublin III – VO an die deutschen Beamten überstellt.

Theoretisch hätte der Georgier nun einfach die  Wache verlassen und sich auf den Weg zur nächstgelegenen Dienststelle des Bundesamts  für Migration und Flüchtlinge machen können.  Die Beamten schauten jedoch genauer hin und erkannten bei der Überprüfung in den  polizeilichen Fahndungssystemen einen  offenen Haftbefehl gegen den Mann. Demnach verurteilte ihn bereits im Jahr 2013 das Amtsgericht Singen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis  zu einer Geldstrafe. Bisher hatte der 34-Jährige die Strafe nicht bezahlt und auch diesmal  konnte er die geforderte Summe nicht aufbringen.

Statt einer beschaulichen Weiterreise zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss er nun also erst einmal eine 16-tägige Ersatzfreiheitsstrafe absitzen. Eine Streife brachte den Mann  in die JVA Konstanz.

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