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Gute Leistung nicht belohnt

Handball – In einem Spitzenkampf auf Augenhöhe unterliegen die SPL2-Frauen des HSC Kreuzlingen dem Tabellenzweiten LK Zug mit 23:27 (10:10). Der Vorsprung auf den Strich beträgt vier Spieltage vor Abschluss der Qualifikation weiter drei Punkte.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Kreuzlingerinnen wegen Verletzungen neben Michaela Strmsek neu auch auf die zweite Spielmacherin Sara Bailon verzichten müssen, und Trainer Gabor Fülöp zahlreiche Umstellungen vornehmen musste, zeigten sie gegen den mit vier SPL1-Spielerinnen verstärkten LK Zug 2 eine gute Leistung. Am Ende entschied die breitere Reservebank für den Tabellenzweiten, der nach dem 18:16 für den HSCK in der Schlussviertelstunde noch die Wende schaffte. Massgeblich zum nicht unverdienten, aber zu deutlich ausgefallenen dritten Sieg der Zugerinnen in Folge trugen die jungen SPL1-Akteurinnen Shanice Kägi (7 Tore) und Laura Masset (3) sowie die sichere Penaltyschützin Daphne Gautschi (6) bei.

SCHWEIZ HANDBALL FRAUEN DAMEN SPL245 Minuten Widerstand
In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spitzenkampf Dritter vs. Zweiter lagen die Kreuzlingerinnen meistens knapp vorne. Abzusetzen vermochten sie sich allerdings nie. So betrug ihr  Vorsprung nie mehr als zwei Treffer. In erster Linie agierte die Fülöp-Truppe in der Defensive stark und zeigten damit einmal mehr auf, wieso sie am wenigsten Gegentreffer aller SPL2-Team kassiert. In der Offensive übernahm die routinierte Irene Singer-Duhanaj auf der für sie ungewohnten Rückraumposition den Lead. Die gelernte Kreisläuferin war am Ende mit sechs Treffern die beste Werferin des Heimteams. Daneben zeigte aber auch Rechtsaussen Anina Veit auf, dass ihre Rückkehr das Offensivpotenzial deutlich erhöht. Die U20-Nationalspielerin traf fünfmal.

Zwei Tribletten entscheiden
Beim 18:16 in der 43. Minute deutete noch einiges auf einen Heimsieg der Kreuzlingerinnen hin. Dann aber schlichen sich immer mehr Fehler ein, welche von den Zugerinnen bestraft wurden. Mit drei Treffern in Serie zum 18:19 (48.) wendeten sie das Blatt und sorgten mit einer weiteren Triblette zum 20:24 sechs Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Dem HSCK ging aufgrund des schmalen Kaders die Luft aus. Das 23:25 exakt zwei Minuten vor dem Abpfiff liess zwar nochmals etwas Hoffnung aufkeimen, doch Zug liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Vor wegweisenden Heimspiel
Die letzten vier Spieltage nimmt der HSC Kreuzlingen mit einem Polster von drei Punkten auf den Strich in Angriff. Drei der vier Partien kann das Team von Gabor Fülöp zuhause austragen. Am nächsten Samstag, 16.00 Uhr, sind gegen den Tabellenletzten SG Muoatathal/Mythen-Shooters in jedem Fall zwei Punkte zwingend. Aber aufgepasst: Der Aufsteiger überraschte im November mit einem 29:26-Erfolg in der Egelseehalle und feierte damit seinen bisher einzigen Saisonsieg. Die Kreuzlingerinnen sollten die Aufgabe also keinesfalls noch einmal auf die leichte Schultern nehmen.

HSC Kreuzlingen – LK Zug II 23:27 (10:10)
SH Egelsee. – 80 Zuschauer. – Sr. Widmer/Meienberg.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Stein (43.-54. Dätwyler); Grathwohl (3), Singer-Duhanaj (6/2), Hammes, Kleist (1), Veit (5), Klein (2), Weidmann (2), Stahl, Biegel, Marku (3/1), Ertl.
Zug: Hotz (31.-51. Innes); Schlegel, Van Polanen (1), M. Gwerder (4), Stutz (1), Gautschi (6/3), Stutz, Betschart (1), Masset (3), Y. Gwerder, Kägi (7), Merkofer (2), Inderbitzin (2).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 4, Zug 3 von 3.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Strmsek, Baion und Wawerla (alle verletzt).
Nächstes Spiel: HSC Kreuzlingen – SG Muotathal/Mythen-Shooters (Sa, 13.2., 16.00 Uhr, SH Egelsee).

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