/// Rubrik: Marktinfos

Gehobenes 3-Sterne-Hotel am Hafen

Kreuzlingen – Das «Hotel Kreuzlingen am Hafen» gehört seit neustem zur Hotelgruppe «Best 3 Stars Hotels». Direktor Urs Raible erklärt im Interview die Beweggründe dazu und warum er kein 4-Sterne-Hotel führen möchte.

Das «Hotel Kreuzlingen am Hafen» hat eine attraktive Lage. (Bild: zvg)

Das «Hotel Kreuzlingen am Hafen» hat eine attraktive Lage. (Bild: zvg)

KLZ: Wie ist ihr Hotel zu den «Best 3 Stars Hotels» gekommen?
Urs Raible: Das Konzept der neuen Hotelgruppe hat uns überzeugt. Sie wurde für gehobene 3-Sterne-Hotels ins Leben gerufen, welche eigenständig sind. Durch die Mitgliedschaft können wir gemeinsam am Markt auftreten und so gegen grosse Hotelketten bestehen. Auch bin ich gespannt darauf, Erfahrungen mit Hotels auszutauschen, welche in der gleichen Situation sind wie wir.

Was sind die Vorraussetzungen für eine Mitgliedschaft?
Zuerst einmal benötigt man überdurchschnittliche Gästebewertungen. Das anschliessende Aufnahmeverfahren beinhaltet unter anderem auch eine Qualitätskontrolle durch externe Experten. Die Kriterien dafür sind punktuell von 4- und 5-Sterne Hotels übernommen.

Wenn ihr Hotel einige Kriterien eines 4-Sterne-Hotels sowieso erfüllt, weshalb dann nicht gleich in die nächste Liga wechseln?
Wir sind lieber ein gutes 3-Sterne-Hotel als ein schlechtes 4-Sterne-Hotel. Der Gast kommt, je nach Preisklasse, mit einer unterschiedlichen Erwartungshaltung an. Wenn er bei uns auf kostenlose Parkplätze, Mineralwasser à discrétion, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und Top-Service stösst, ist er positiv überrascht und kommt wieder.

Böse Zungen behaupten, in Kreuzlingen läuft nichts. Ist das nicht schlecht für ein Hotel?
Die Antwort darauf ist genau das Gegenteil: Wo es Hotels hat, da läuft was. Unsere Region ist im Sommer eine Touristendestination, was sich auch in unseren Übernachtungszahlen niederschlägt. Unsere Lage am See verstärkt diesen Effekt noch.

Und die Nähe zu Deutschland, unter der z.B. Gastronomen leiden, ist nicht negativ?
Überhaupt nicht. Natürlich spüren wir den Preisdruck und die Angebotsvielfalt der Hotelstadt. Konstanz hat jedes Jahr rund 400000 Übernachtungen, das ist soviel wie der gesamte Kanton Thurgau zusammen. Gleichzeitig ist Deutschland mit seinen vielen Attraktionen wie Weihnachtsmarkt, Insel Mainau und Reichenau aber auch ein Magnet für Gäste. Unterm Strich sehe ich die Grenznähe als positiv für unser Geschäft an.

2014 gewannen Sie den Thurgauer Tourismuspreis, nun sind Sie ins  Topsegment der 3-Sterne-Hotels eingestiegen. Was darf man als nächstes von Ihnen erwarten?
Wenn wir unseren hart erarbeiteten hohen Standard halten können, bin ich vorerst mal zufrieden.

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