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Einer muss hinter Gitter

Frauenfeld – Das Thurgauer Obergericht verurteilte zwei Männer, die in der SBB‑Unterführung in Kreuzlingen zwei Gleichaltrige angegriffen hatten, zu bedingten und teilbedingten Freiheitsstrafen von 24 und 30 Monaten. Der dritte Beteiligte ist seit längerem mittels Strafbefehl rechtskräftig zu einer bedingten Geldstrafe sowie zu einer Busse verurteilt. (Medienstelle des Obergerichts/sb)

Mit diesem Bild suchten Polizei und Staatsanwaltschaft 2009 nach dem Schläger-Trio. Im Hintergrund die beiden Opfer. (Bild: Archiv)

Mit diesem Bild suchten Polizei und Staatsanwaltschaft 2009 nach dem Schläger-Trio. Im Hintergrund die beiden Opfer. (Bild: Archiv)

Die zwei jungen Männer hatten ihre Opfer 2009 mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert. Die Opfer erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Das Bezirksgericht Kreuzlingen verurteilte sie wegen versuchter schwerer und vollendeter einfacher Körperverletzung zu Freiheitsstrafen von 24 (bedingt) und 30 Monaten (teilbedingt; sechs Monate sind zu vollziehen). In einem ersten Berufungsverfahren verschärfte das Obergericht die Strafen von 24 auf 30 Monate (teilbedingt) für den einen und von zweieinhalb auf viereinhalb Jahre (unbedingt) für den anderen Angeklagten. Beim zweiten Täter ging es dabei von versuchter vorsätzlicher Tötung und versuchter schwerer Körperverletzung aus.

Bundesgericht verneint Tötungsvorsatz
Beide Angeklagten gelangten an das Bundesgericht. Dieses kam zur Auffassung, eine Tötungsabsicht lasse sich nicht beweisen. Zudem seien die Strafen auch angesichts der einer Vorverurteilung gleichkommenden medialen Berichterstattung zu hoch.

Obergericht bestätigt Bezirksgericht im Wesentlichen
In einer zweiten Runde verurteilte das Obergericht im Dezember 2015 den einen Mann wegen versuchter schwerer sowie einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Die sogenannte Probezeit beträgt zwei Jahre, das heisst, die Strafe wird nur fällig, wenn sich der Mann in dieser Zeit erneut etwas zuschulden kommen lässt. Den anderen Angeklagten bestrafte Das Obergericht wegen versuchter schwerer Körperverletzung in zwei Fällen zu 30 Monaten (Probezeit: fünf Jahre), wovon sechs Monate zu vollziehen sind. Hinzu kommt beim zweiten Angeklagten eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen 100 Franken und eine (zu bezahlende) Busse von 3000 Franken wegen mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung und Fahrens in fahrunfähigem Zustand.

Die Entscheide sind rechtskräftig.

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